Donnerstag, 24. Mai 2012

You're lovely.

05:15, sein Wecker klingelt, schon das dritte Mal an diesem Morgen, er sollte eigentlich aufstehen, aber er bleibt liegen, bei mir. Er schlingt die Arme um mich und ich murmel mich in ihnen ein. Halte diesen Moment fest. Halte die Nacht fest. Er ist so geduldig mit mir. Nicht aufdringlich. So liebevoll. Und er liegt neben mir, ich liege neben ihm, kann es erneut nicht fassen. 05:30, der Wecker gibt nicht auf. Er klingelt wieder. Ich ziehe die Bettdecke über den Kopf. Neben mir bewegt sich etwas, er steht auf. Sucht seine Sachen zusammen. Macht sich fertig. Ich liege unter der Decke und beobachte ihn heimlich dabei. 05:34, er geht. Dreht sich in meine Richtung, sieht mich an, beugt sich zu mir runter und küsst mich auf die Wange, haucht ein "Tschüss". Ich sage nichts, greife nach seiner Hand und er entzieht sich langsam. Ich sehe wie er sich auf die Tür zubewegt, hinaus geht, die Tür langsam wieder zuzieht. Und ich lausche. Lausche wie er die Haustür aufschließt, lausche wie er die Treppen hinuntergeht, lausche wie er in den Keller geht, sein Bike holt, und den Kellerschlüssel in den Briefkasten wirft. Jedes einzelne Geräusch. Mittlerweile bin ich aufgestanden. Schnell barfuß zum Fenster getapst. Ein Blick hinaus und ich sehe ihn. Er muss arbeiten, sonst hätte ich ihn nicht losgelassen. Und mein Herz geht mit ihm. 06:55, ich sitze hier, der Gedanke an ihn hält mich wach, auch wenn mein Bett so verführerisch nach ihm duftet. Aber das Bett ist leer. Ohne ihn. Macht es da noch einen Sinn? Ich denke nach. Merke, das ich seine Nähe brauche. Mehr denn je. Der viele Freiraum schraubt meine Gefühle für ihn nur noch mehr in die Höhe. Mich hat es voll erwischt. Ob das nun richtig oder falsch ist, was es für Konsequenzen mit sich bringt oder was ich mir damit antue, ist im Moment völlig egal. <3

07:10, noch eine Zigarette und ich tapse ins Bett. Seine Anwesenheit vor ein paar Stunden ist noch deutlich zu spüren. Ich will seinen Duft in mir aufziehen. Einschließen. Zwar muss ich in einer Stunde wieder aufstehen, aber schlafen kann ich sowieso nicht. Ich träume. Träume den ganzen Tag durch. Von Ihm.



1 Kommentar:

  1. oh schön :) da kann man richtig mitfühlen..

    ich mag so die kleine feder in de rleiste von deinem Blog :)

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