Montag, 9. Mai 2011

Ich werde dich überleben, aber ich werde nie mehr dieselbe sein. Du kannst mich nicht zerstören, dass kann keiner..das kann nur ich allein.

Der Nebel behindert meine Sicht. Ich drücke mein Gesicht und meine Hände gegen das Fenster. Fester und fester, aber ich erkenn nichts. Dort, hinter dem Nebel, wartet irgendwo das Leben auf mich. Stattdessen kauer ich hier und isolier mich von allen. Verliere so alles, was mir je etwas bedeutet hat. Die Trauer lässt mich erfrieren, zu Eis gefrieren. Viele wollen nicht sehen, was sie sehen. Wollen nicht begreifen. Es kommt mir vor als sei ich in einen Alptraum verwickelt, indem es kein Erwachen gibt. Das es mich irgendwie dadrin festhält und mich alle rütteln und schütteln, jedoch ich nie erwache. Ich nehme es nur noch kaum wahr. Es ist die Hölle in mir. Kein Entrinnen. Dabei sind es die Menschen, die es schlimmer und schlimmer machen. Erdrücken mich mit ihren Tatsachen, ziehen mich tiefer hinein. Ich verstehe es nicht. Warum sagen sie erst das ich der schlechteste Mensch sei und einfach zu dumm bin um zu leben. Aber dann sagen sie wieder, was für eine Scheiße ich von mir gebe. Dabei haben sie das doch selbst gesagt? Immer wieder. Bis es sich tief ins Herz geschlichen hat und sich dort festgesetzt hat. Jeder einzelne Satz aus der Vergangenheit ist in mir geblieben und hat mich zu dem Monster geschaffen, das ich jetzt bin. 

"Dich kann man nicht lieben"
"Du bist nichts als Dreck. Es ist mir egal ob du verreckst" 
"Du hast uns alle so sehr enttäuscht"
"Du bist nicht meine Tochter. Du bist nur Abschaum!" 
"Du bist nur ein Problemkind, du musst weg"
"Ich hätte Dich lieber abtreiben sollen!"
"Kannst Du je irgendwas richtig machen? Du machst es dir selbst schwer"
"Du bist einfach nur unreif und kannst nicht klar denken"
"In deinem Inneren bist Du einfach nur Scheiße!"

Worte können einen soviel mehr verletzen, als es je Messerstiche könnten. Worte treffen und sie setzen sich so stark fest, sodass man jedes Mal an sie erinnert wird und sie bestimmen das Leben eines Menschen. Ich bin ein Monster, von dem man sich lieber fernhalten sollte. In meiner Nähe überwiegt nur der Schmerz, die Enttäuschung, Verzweiflung, Wut und Zorn. Genauso schnell wie ich euphorisch und auf den höchsten Berg der Gefühle stehe, genauso schnell sinke ich auch wieder hinunter, in mein Versteck hinter dem Nebel. Die Angst und der Schmerz ist größer als der Glaube an Liebe. Es ist verflucht. Ich bin verflucht. Warum können sie nicht alle der Wahrheit ins Auge blicken? Ich tue es mein ganzes Leben. Sie verdrängen die Wahrheit. Die Welt ist nicht so schön wie sie immer aussieht. Sie ist umgeben von Grauen und Dunkelheit, umgeben von Hass und Schmerz, umgeben von einer Seuche, die uns anstecken lässt. Die Welt ist verloren. Aber um das alles in ein anderes Licht zu bringen, vertuschen sie die Wahrheit. Sie glauben mit Freundschaft und Liebe alles ins Reine zu bringen. Aber sind wir nicht trotzdem alleine? Umgeben von 100 Freunden? Einsam unter all den Menschen auf der Welt. 




 

3 Kommentare:

  1. Scheiße zum 3. mal schreib ich jetzt ein langes Kommentar und ebend zum zweiten mal wurde das nicht gespeichert -.- ,
    ich werde jetzt wohl nicht alles mehr zusammenbekommen aber ich hab ein bisschen an Text ja abgepeichert ;)...

    Hmm.. du bist doch kein Monster,
    du bist ein gaz normaler Mensch!
    Ich versteh es immer wieder nicht wie Eltern ihre Kinder so fertig machen können,
    dabei ist es doch ihr eigenes Fleisch und Blut?
    Spüren sie denn kein Stück verbindung?
    Das habe ich mich bei meinen Eltern auch immer wieder gefragt. Und was ist bei rausgekommen ? Nichts und wieder nichts. Ich werdes wohl auch nie verstehen.

    Manchmal kann ein ''harmloser'' Satz wirklich genau ins Herz treffen.
    Wie wiederlich manche Menschen doch sind.

    Nicht hoffen , es wird so sein ;)!
    <3

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