Montag, 2. Mai 2011

Wunschdenken.

Ich halte mich an jedes noch so kleine Papierchen fest. Nagel mich so fest daran, da ich Angst habe plötzlich aufzulösen. Ich will nicht alleine sein, ich will nicht das ich die Augen öffne und alleine bin. Und so ist es auch. & wessen Schuld ist das wieder? Meine. Ganz allein ich bin Schuld das es so ist wie es ist und verlaufen ist. Deshalb zerstöre ich mich. Vielleicht bröckel ich irgendwann wie ein Haufen Asche zusammen und bin nicht mehr, da ich mich so sehr zerstören ließ. 
Vielleicht wird es auch wahr, so sehr wie meine Gedanken wenn ich an jene Orte gehe, die mich in meine Traumwelt hinein gleiten lassen. Wenn ich einen Zug vorbeirasen sehe, stelle ich mir vor wie es sei, jetzt auf der Schiene zu liegen. Doch dann kommt der Gedanke hinzu, dass man dieses Trauma dem Lokführer ersparen will. Man will doch nur sich selbst zerstören und nicht andere miteinbeziehen. Es gibt soviele Möglichkeiten, aber auch viele, die selbst andere zerstören. Und dann denk ich mir, warum ich schon wieder nur an die Anderen denke anstatt mal an mich? Weil es egoistisch ist, selbstlos und krass? Weil es sowieso nur ein Traum ist? Eine Vorstellung? Ein Wunsch, aber widerrum auch nicht, weil man andere mit seinem Tod nicht verletzen will? Weil man ihnen diese Trauer des Verlustes ersparen will? Und genau das lässt es nur ein Wunsch sein, der niemals erfüllt werden wird. Außer es kommt zu einem Unfall, etwas was man nicht vorhersehen konnte, etwas womit man nicht gerechnet hat. Dies entspricht aber nicht jenen, die noch leben und nicht gehen wollten. 

Was ich mir wieder für Gedanken mache... ich will nur nicht Alleine sein. Nur nicht Alleine sein. Aber ich bins... jetzt... in diesem Moment... alleine, niemand der da ist, der erkennt. Es hat keinen Sinn, keinen gottverdammten Sinn jeden Tag aufzustehen, den Tag irgendwie hinter sich zu bringen um dann wieder mit so einer Leere schlafen zu gehen. 
Es macht keinen Sinn.

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