Verdrängung durch Verzweiflung.
Da gibt es eine Sache, über die ich noch nicht hinweg bin, oder sagen wir, ich möchte mich nicht damit beschäftigen. Wenn ich es durchlassen würde....wäre der Schmerz tief. Die Sache mit ihm. Letzte Woche noch habe ich mit ihm Sms geschrieben. Er wüsste ja nicht, wie mit mir umzugehen, da viel passiert sei und wegen seiner Freundin(???) hätte er ein schlechtes Gefühl. Achja, sind sie also wieder zusammen. Woraufhin ich meinte, dass er doch einfach vergessen soll, mich und die Zeit mit mir. Er wollte nicht. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Mein letztes Wort war allerdings, dass ich mich auch zurückziehen könnte, wenn er wöllte. Es kam nichts mehr. Seit heute. Und ich habe mich höchstwahrscheinlich auch zurückgezogen. Von ihm fort. Ich will nichts mehr mit dieser Sache zu tun haben. Ich verdränge die Liebe, den Schmerz und die Enttäuschung, verdränge die Erinnerung an ihn, obwohl ich es immernoch im Hinterkopf habe. Ich denke nicht an ihn, ich meide Erinnerungen und merke, es geht etwas bergauf, aber nur eben, weil ich verdränge. Ich spüre den Kloß hinter der Mauer. Es ist einfacher wenn ich nichts von ihm höre und ihn nicht sehe. Wenn mich keiner auf ihn anspricht. Leider lässt sich dies alles nicht ganz vermeiden. Ich sehe ihn nächste Woche wieder, dann sind die Ferien vorbei. Ich werde all das sehen, was mich an ihn erinnert. Und ich hab Angst davor. Werde versuchen eiskalt zu bleiben. Damit es ein wenig so bleibt, werde ich Montag fehlen. Ich werde zuhause bleiben. Vielleicht macht es sich bemerkbar, vielleicht wird er dran denken, aber ich kann einfach nicht. Ich brauch noch ein bisschen Zeit. Nur ein bisschen mehr Zeit...
Warum gerate ich eigentlich immer an die Arschloch-Männer? Er hat seine Freundin mit mir betrogen, hat mit mir geflirtet, sich mir genähert, als sie noch zusammen waren. Dann kam die Trennung und das mit uns lief weiter. Einfach nur ein bisschen Spaß, ein bisschen Ablenkung, mehr nicht, für ihn! Und ich kam trotzdem nicht von ihm los...

Heute ist ein spontaner "Änder-Tag". Hoffentlich. Ich muss zum Arzt, sowieso, und wenn ich schon einmal dort bin, kann ich ja nach einer Überweisung fragen, mit meiner verpeilten Pieps Stimme. Frage ist eben nur, ob das auch stattfindet, denn vorher muss ich anrufen und mit meiner Telefon-Phobie nicht ganz einfach. Vielleicht schaffe ich es ja. Vielleicht schaffe ich es sogar, in 5 Stunden aufzustehen, nachdem in den vergangenen 11 Tagen jede Nacht schlecht geschlafen habe. Albträume, wie man sie so schön nennt. Mich frisst es auf. Bin dezent angefressen. Ich bin immernoch allein. Desöfteren frage ich mich wieder; wie schön es wäre jetzt einen Schlussstrich zu machen. Aufhören zu leben. Es ist doch sowieso sinnlos. Tag ein, Tag aus, der ständige Kampf ums Überleben. Es geht nicht vorran. Ich isolier mich. Wetter ist eigentlich prima. Graue Regenwolken, Wind, Nässe, keine Sonne. Perfektes, schönes Wetter für mich. Sonne macht mich nur noch mehr depressiv. Ich hoffe, heute wird ein guter Tag...es wäre besser...
Er hat dich nicht verdient - einfach gesagt aber ich weis wie schwer es ist so zu denken. Ich kenn die situation in der du gerade bist, bei mir war es allerdings verdrehter. Sehr viel verdrehter. Aber lass dich davon nicht unterkriegen, da draußen ist irgendwo der Junge, der dich zu schätzen weiß, der weiß wie wertvoll du bist und wie vorsichtig man mir dir umgehen sollte, damit du dich nicht zurück ziehst. Und geb dir die Zeit, wenn du bemerkst dass du es nicht schaffst, bleib von ihm weg. Zwing dich nicht ... Pass auf dich und dein Herz auf! Und wenn du Reden willst, dann bin ich da und höre dir gerne zu.
AntwortenLöschenLiebe grüße.
ein sehr schöner blog :)
AntwortenLöschenbin leserin
lg
Einen Schlussstrich zu ziehen ist aber auch keine Lösung.
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