Mittwoch, 31. Juli 2013

Nerven liegen blank...

Ich wünschte gerade, mich würde jemand einweisen lassen und ich könnte die Verantwortung an jemanden abgeben. Die Angst vor Kliniken und der Ekel vor Ärzten links liegen lassen...

 

Donnerstag, 4. Juli 2013

Sehr mutig. Und ich sprachlos.



Ein Mitschüler stellte sich vor die Klasse und wollte etwas wichtiges loswerden. Meine Neugier war geweckt. 
Was könnte das sein? Doch was dann kam, damit hätte ich nicht gerechnet. 
Er fing vom Vortag an, als er merkwürdigerweise kurz vor die Tür musste, weil es ihm nicht gut ging. Der Grund: Er ist psychisch krank. Er erzählte, dass er Borderline hat, diese Krankheit nicht heilbar ist und er nicht kontrollieren kann ob er sich jetzt selber verletzt oder nicht. Vom Vortag, das war so ein Moment. Das sei, wenn er "Ritzdruck" habe. (Ich hasse ja diese Form von Ausdruck). Er bräuchte dann jemanden zum Reden, oder einfach nur ein Moment für sich oder ein Kühlpack, um sich wieder zu spüren. Er habe dies jetzt nur mitgeteilt, damit wir Bescheid wissen und evtl. helfen. Ich weiß nicht was mich mehr geschockt hat: Die Tatsache das er sich damit auch auskennt (schrecklicher Satz), also was Ausbrüche und das Schneiden betrifft, oder das er dies vor der ganzen Klasse gesagt hat. Von der Krankheit an sich weiß ich nicht viel. Er muss echt keine Scheu davor haben. Mut haben und vorallem Vertrauen in die Menschheit. Just in dem Moment fragte ich mich automatisch, ob er vielleicht meine Narben bemerkt haben könnte. Ob er ahnt, was mein Körper verrät. Daher auch seine Narben am Arm, über die ich vorher schon gerätselt habe. Die Puzzleteile fügten sich zusammen. Ich folge jeden seiner Blicke in meine Richtung. Ob er vielleicht auf meine Arme schaut. Oh man, ich bin echt nicht mehr ganz dicht. Aber es ist komisch. Jemanden in der Klasse zu haben, der dich evtl. verstehen kann. Ich spürte zu der Zeit der Bekanntgabe die brennenden Blicke meines Freundes auf mir, der in dem Moment neben mir saß. Mir war unwohl. 
Und irgendwie ist das jetzt noch komischer..... 
keiner verlor danach ein Wort darüber, keine Blicke wurden geworfen, es war, als hätte es dieses Gespräch nie gegeben. 


Dienstag, 25. Juni 2013

Birthdaytime.

In weniger als 24 Stunden habe ich wiedermal Geburtstag. Mir fällt auf das ich das Jahr gar nicht genutzt habe. Überhaupt 20 Jahre, die ich nur vergeudet habe. Und nächstes Jahr wird es ein Jahr mehr sein. Das kann ich nicht leugnen. Ich muss mich um mich selbst kümmern und das krieg ich nicht gebacken. Nur woher bekomm' ich die Motivation? Wie komm ich in den nächsten 10 Jahren klar? Wie kann ich mich absichern? Wer gibt mir die Antworten? Wo soll ich anfangen? Irgendwo, hauptsache ein Anfang? Aber wo ist irgendwo? Ich habe gedacht, ein Teil von mir gefunden zu haben, aber an jedem neuen Tag wird mir bewusst, dass ich mir das vielleicht nur eingeredet habe, um dies sagen zu können. Oder steckt noch etwas in mir, von dem ich mir nicht bewusst bin? Oder ist das nur eine kleine falsche Hoffnung? Wohin, Leute, wohin.



Samstag, 15. Juni 2013

Parteeeeeeystimmung.... NICHT!

 
Hey, ich bin am Ende.
Ich weiß nicht wie es mit mir weitergeht.
Ich mach mir alles selbst kaputt...
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(Da ich morgen Abend auf eine Party eingeladen bin und kein Schwein kenne, sowieso angeknickt bin, weiß ich, dass ich nach vielen Monaten alkoholfrei, erneut mich besaufen werde und es schließlich am Morgen danach bereuen werde. Aber scheiß drauf. Es sei mir irgendwo gegönnt. Hab ich schon erwähnt das ich Alkohol normalerweise abgrundtief hasse?!)

Montag, 10. Juni 2013

Die Nacht bricht in mir zusammen.

Mir gehts ganz mies. Das Herz rutscht mir hinunter und ein ganz unangenehmes Gefühl macht sich breit. Wie kann man sich ablenken, wenn man eh schon unterwegs sein muss? Wie kann man den Tag überstehen, obwohl jegliche Konzentration und Motivation zum Scheitern verurteilt sind? Und VORALLEM: Wie kann man sich unabhängig von jemanden machen? Sei es finanziell, stimmungsbedingt(!), oder was auch immer. Ich möchte nicht das mich etwas vollkommen aus der Bahn wirft und ich somit völlig unfähig für den Alltag werde. Es können selbst Kleinigkeiten sein. Ich möchte mir jetzt sofort für die nächsten zwei Tage frei nehmen, aber ich weiß, dass das falsch ist. Nur weil meine Stimmung für diesen Tag im Arsch ist. Das bleibt nicht nur bei der Stimmung, das geht auch aufs körperliche. Was ist nur los mit mir? 

Der Schmerz trifft mich eiskalt. Unvorbereitet. Die Suizidgedanken kommen und ich will diese Last einfach nur von mir abwerfen, aber sie klebt an mir wie Sekundenkleber. Ich fühl mich fertig und wie eh und je - allein.

Montag, 3. Juni 2013

Und was machst Du?!

Ich arbeite daran einfach nur mal an mich zu denken. Aber das ist nicht immer möglich. Nicht, weil ich mich nicht überwinde oder nicht weil, neeein, sondern weil genau das Gegenteil von mir erwartet wird - an andere zu denken. An meinen Freund, der von mir verlangt, dass ich ihm unter die Arme greife sodass er mal seinen Arsch hochbewegt, um fertige Bewerbungen abzuschicken und sonstigen zukunftlichen Kram. Ich kann mich allerdings nicht spalten. Ich muss nun meinen einzigen freien Tag in der Woche opfern, um über 100km zu meiner Oma zu fahren, die meine Hilfe benötigt, da sie einfach nicht mehr im Heim klarkommt. Obwohl ihr Sohn und mein Vater um die Ecke wohnt. Sie ist so verzweifelt, da kann ich nicht anders. Es bewegt sich ja sonst nichts ohne mich, hab ich das Gefühl.

Wo bleib ich? Mir greift keiner unter die Arme oder treibt mich an. Das verlange ich auch nicht, hilfreich wäre es mir schon. Nur ich brauche schon ein bisschen Zeit für mich. In denen ich meine Sachen regel. Aber das kümmert auch kein Schwein. Wichtig sind die anderen. Nicht das sie mir unwichtig sind und ich gerne für sie da bin, jedoch gibt es keinen Free-Time Knopf oder eine Pause dazwischen. Nichts. Und wenn ich doch mal gerne Zeit für mich hätte, wird mir vorgeworfen, ich würde kaum an meine Mitmenschen denken. Bitte? Wohin, mein liebes Selbstwertgefühl? Für diesen Scheiß hier hab ich sowas von keinen Nerv mehr. Die Quote zur Tendenz rückfällig zu werden ist in diesem Moment extrem hoch, weil mir die Verpflichtungen einfach über den Kopf wachsen. Aber wenn ich auch mal liegen bleibe und schlecht gelaunt bin, heißt das, dass es bei mir immer so ist. Depri-Tanten Schublade. Bingo! Und Klappe zu.





Checken wir mal die Möglichkeiten ab:
- Schauspielern, kennt jeder, meistens gut, meistens vom Nachteil. Entweder, oder. Entweder man täuscht gute Laune vor, alles läuft prima, keine Probleme. Aber ist das so gut für die Seele? Wohl kaum. Oder man lässt es dabei, so wie es ist.
- An andere denken. Nur an andere denken. Ich hab manchmal so ein Film in meinem Kopf. Von einem Mädchen das nur an andere dachte, nicht mal einen Funken mehr an sich, es spielte sich ein, verewigte sich. Selbst als sie alles durch verlor. Auf gut Deutsch am Arsch war, selbst dann, dachte sie nie an sich. Alle anderen um sie herum waren glücklich. Und doch, als die anderen merkten, wie scheiße es ihr ging und versuchten zu helfen, dachte sie, sie muss erneut alles tun um sie glücklich zu machen und nicht an ihr selbst zu arbeiten. Sie konnte gar nicht mehr anders. Und so weiter und so fort.
- An sich selbst denken - kommt nicht infrage, macht andere unglücklich und du stehst da als Versagerin.
- Auf übervernünftige und neutrale Person machen. (Du sprichst dir nur den Mund fusselig dabei, bringt nichts)
- Sich selbst aufgeben. (Depri-Tante, jo!)
- Ein Gleichgewicht zwischen allem finden. (Wenn jemand das gefunden hat, bitte bei mir melden!)

Wie man sieht, bleibt nicht viel. Ich weiß nicht mal mehr ob mir viel bleibt. Viel Zeit bleibt. Wie mein Leben in 10 Jahren ausschaut. Oder in 5 Jahren. Ich würde es schon gerne wissen, aber irgendwie auch nicht. Aber woher weiß man dann, ob sich das Kämpfen lohnt? Jeder kann viel sagen. Das alles gut wird, das sich das Kämpfen am Ende bezahlt macht, nicht aufgeben, es wird besser, nicht den Kopf verlieren. Woher wollen sie das wissen? Können sie in die Zukunft blicken? Mal ehrlich. Ein "Ich bin immer für dich da, egal was kommt" ist mir tausendmal lieber als tausend solcher Sätze.

Montag, 20. Mai 2013

I don't want this.

Meine schlimmste Eigenschaft durfte ich in den vergangenen Tagen kennenlernen. Ich war dabei einen wichtigen Menschen in meinem Leben zu verlieren und was macht Jem? Sie droht mit den unterschiedlichsten Dingen, und als sie merkt, dass das nicht zieht, versucht sie es mit der Selbstmitleidstour. Aber dies klappte auch nicht. Scheiße, den Tränen nahe, das Herz pocht wie verrückt und der Puls steigt. Also tief durchatmen, kämpfen, den eigenen Scheiß hinter sich lassen & versuchen die Situation vernünftig zu klären, den eigenen Stolz überwinden und schließlich ein Erfolg!
Ich habe viel darüber nachgedacht und musste schlucken, als ich feststellte, wozu ich alles bereit bin um nicht verlassen zu werden. Um nicht zu verlieren. Um den Schmerz zu umgehen. Mir tut das weh. Ich will nicht so sein. Dabei muss ich nur jetzt etwas ändern, damit es gar nicht zu solchen Situationen kommt.



Tja und neben meinen alltäglichen Scheiß, kommt hinzu, dass ich mich auch in familiären Problemen, die ich seit fast sieben Jahren meide, nun endlich stellen muss. Meine Stiefmutter ist die perfekte Kopie von dem Märchen "Aschenputtel". Nein, sie hat meinen Vater nicht geheiratet wegen der Liebe, nein, sie freute sich nicht darüber. Sondern nur ihrem Ziel näher zu sein, alles an sich zu reißen. Wie es scheint hat sie nun bekommen was sie wollte. Mein Vater hat das Haus auf sie umgeschrieben, so lauten Vermutungen, die nicht abwegig sind. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihn abserviert. Vorerst ist er ihr persönlicher Bauarbeiter, der im Haus sämtliche Renovierungsarbeiten erledigt. Sie rührt keinen Finger. Sie mag mich nicht, die Mutter meines Vaters, die sie von Anfang an nicht im Haus haben wollte und nun auch dieses Ziel erreicht hat. Was mich sehr traurig macht. Wir sind jetzt auf Kriegsfuß. Auch wenn ich meinem Vater nicht sehr nahe stehe, nur regelmäßiger E-Mail Kontakt besteht, und er sich doch anstrengt, die Jahre nachzuholen die er versäumt hat, so wünsche ich ihm nicht so eine Frau, die versucht, eine Familie kaputt zu machen, die sowieso schon etwas angeknackst ist. Er sieht mich noch immer als "kleines Mädchen", aber ich werde ihm mit meinen fast 20 Jahren zeigen, dass ich mir das nicht länger angucke! Wie er kaputt geht, wie sie sich das Haus unter den Nageln reißt! Auch wenn es mir unangenehm ist, aber ich brauche einen Tag mit ihm, um mit ihm darüber zu reden. Vielleicht ist der Tag auch bald da.