Freitag, 13. Juli 2012
Angst bedrückt das Herz.
Es hat sich schon länger angebahnt. Der letzte Blick in den Spiegel bevor ich das Haus verlasse. Haare ok, Gesicht ok, Klamotten ok. Besser krieg ich es nicht hin. Ich drehe mich zur Seite, schaue nochmal in den Spiegel. Mein Blick ruht auf meinen Beinen. Sie sind breiter geworden, irgendwie. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, drehe mich zur Tür und verlasse das Haus. Doch die weiteren Male ist es genauso. Beim Umziehen, nach dem Duschen, beim Fertig machen, bei jedem Blick in den Spiegel bleibe ich mit den Augen an meinen Beinen hängen. Sie sind wirklich breiter geworden, denk ich mir. Bekomme leicht Panik. Was ist jetzt wahr und was nicht? Der Blick in den Spiegel zeigt mir eindeutiges was anderes, als mich auf Bildern. Und dann der Tag, als ich einkaufen war. Eigentlich wollte ich mir nur Kaffee kaufen. Dann fiel mein Blick auf die Muffins, auf die Chips, auf die Süßigkeiten. Alles mitgenommen. Doch moment... ich bleibe stehen. Schaue auf die Rückseite der Verpackungen. Lese mir alles durch und mir graut es. Die Vergangenheit lastet auf mir. Die Gedanken von damals kommen hoch. Eigentlich sollte ich jetzt alles wieder zurücklegen und stattdessen nur den Kaffee, etwas Gemüse und Obst kaufen. "Deine Beine sind sowieso schon fett geworden, was tun da schon ein, zwei Kilo mehr. Hässlich bleibste" Jo. Auf dem Rückweg denke ich angestrengt nach. Sage mir innerlich, dass die nächste Woche besser wird, besser werden soll und die Angst kriecht mir den Rücken hoch. So hat es auch damals angefangen.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen