Ich werde mit einem Sonderschüler verglichen. Wieviel er doch in seinem jungen Alter erreicht hat und wieviel er noch erreichen will. Wie gute Noten er doch hat. Wie fleißig er doch ist. Und ich? "Du hast zuviel in den Jahren herumgetrödelt. Du musst mehr lernen. In den Fächern wo du schwach bist. Du musst fleißiger sein, du bist nur faul. Du musst überdurchschnittliche Noten bringen. Du musst dies und das machen. Du musst das Leben leben, was wir für richtig halten. Du hast zuviel Zeit vergeudet." Toll. Merkt man denn nicht, dass man mich immer tiefer führt in den Abgrund der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit? Mir macht man ständig Vorwürfe wegen der Vergangenheit. Man erwartet soviel von mir. Soviel mehr Druck macht man mir, als eh schon da ist. Ich mach eigentlich überhaupt nichts mehr für mich. Ich schraube mich nicht vom tiefsten Loch bis in die Höhe für mich mehr. Wenn ich noch Abi machen würde, wärs nicht meinetwegen. Ich mach eigentlich alles nur noch für andere. Was ich will und erreichen möchte zählt nicht. Mir war zum heulen zumute, als ich dieses Telefonat mit einem Familienmitglied führte und diesem meine Träume erzählte. "Du musst etwas tun!" Ich weiß nicht mal mehr ob das Leben was ich gerade führe, für mich bestimmt ist. Ich lebe für andere. Ich lebe für andere. Ich lebe für andere. Je mehr ich mir diesen Satz unbewusst einpräge, desto mehr fühle ich mich wie Nichts. Ein Nichts. Ausbrechen gilt nicht. Ausbrechen ist verboten. Ausbrechen ist wieder ein Nichts.
Ich bin ganz ehrlich: Ich mach nichts mehr für mich, weil ich ein Nichts bin.
Ich mache alles nur noch für andere, weil ich eine Nummer Eins sein soll.
Ich bin ein Nichts, wieder und wieder nichts.
Tatsache.

sehr schöner blog ! gefällt mir sehr. hast einen neuen leser mehr. kuss , http://saaaaamiraaaa.blogspot.com/
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