Eigentlich habe ich mich so auf diesen Tag gefreut. Jetzt möchte ich am liebsten einfach zuhause bleiben und den Kopf unter der Bettdecke vergraben. Das ich zuerst in den letzten Tagen mit einer harten Frage konfrontriert wurde, die mich runter reißt und dann noch die Ansage einer Freundin, dass ich mich ja benehmen soll wie ein ganz normaler Mensch in der Gesellschaft. Der Ex, der zu ihr kommt und seine Probleme erzählt und ich mich frage, und ich soll mich benehmen?! Warum kann ich nicht einmal das machen, was ich will, einmal das machen, was mich für einen Moment ablenkt von dieser ganzen verkorksten Scheiße. Nein. Dagegen muss ich gute Miene zum bösen Spiel machen und einfach nur lächeln. Dabei will ich auch nur einmal allen Menschen sagen, wie scheiße es mir geht. Aber ich weiß wieder was dabei rauskommt: "Ich verstehe dich. Mir gings auch mal so" und die Augen aber was ganz anderes sagen. Wenn du einfach merkst, die Person versteht das nicht. Und die Personen eben von diesem Satz aus anfangen von sich zu erzählen. Da vergeht mir auch alles. Oder: "Das geht vorbei, du schaffst das schon, lass den Kopf nicht hängen" usw. Dabei reicht es doch schon völlig wenn man mir einfach nur zuhört, nichts sagt und mich vielleicht hält. Oder wenns ihnen Angst macht, ihnen es zu krass wird, wenden sie sich ab, wollen nichts damit zu tun haben, und fangen an mich zu beobachten. Das Beste ist und bleibt einfach die Klappe zu halten. Und so muss ich wahrscheinlich da durch... was ein deprimierender Samstag.
Mit dem Ex hat sich auch alles geklärt. Brauch' ich nicht ein Gespräch anzufangen, aber treffen werde ich ihn wohl trotzdem heute. Die ganze Woche haben wir jetzt Sms geschrieben und es ist wohl einfach nur diese Spannung. Er ist also verliebt in mich, mal wieder. Er will mich am liebsten zurückhaben, aber es wird nur ein Traum bleiben. Er vermisst mich, mal wieder. Er freut sich mich zu sehen. Es kamen eben ganz viele Gefühle bei diesem Kuss hoch und er würde es wieder tun. Er weiß aber, dass es keine Hoffnung gibt für uns. Er weiß, dass es niemals mehr ein "uns" gibt überhaupt. Und ich weiß das auch. Was ich davon halten soll, keine Ahnung. Ich will einfach nur das dieser Tag heute schnell vorübergeht. Mir geht es gar nicht gut und mir ist nicht nach Friede-Freude-Eierkuchen. Ich bin sowieso wieder nur das dritte Rad am Wagen. Am liebsten irgendwo hinhocken, fort von den ganzen Leuten, und für mich einfach nur sein. Und die ganze große Regel, egal wieviel wir alle trinken: Klappe halten! Sollen sie sich amüsieren, aber mich bitte daraus halten. Vielleicht lösen sich Probleme von selbst in Luft auf. Und mich gleich mit bitte.

Ich mag deinen Blog, dass was du schreibst spricht mir richtig aus der Seele.
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