Gestern wollte ich mich so sehr bestrafen! Warum kann ich nicht mal einmal meine Klappe halten?
Mich zügeln und erst nachdenken, bevor man was schreibt. Am Ende hat ich wieder mit der Reue zu kämpfen. Mit dieser unglaublichen Wut auf mich selbst.
Ist das Fass vielleicht schon fast vor'm Überlaufen? Ist es das, warum ich manchmal die Kontrolle verliere und mir ein Fehler unterläuft? Ich versuche so kalt wie möglich zu sein. Nur so kann man hier überleben. Nur so kann man sich beschützen. Doch nicht immer hält dieses Schutzschild.
Und das ist es wofür ich mich hasse. Ich hasse es wenn ich die Kontrolle über mich verliere.
Wenn man nicht reden will, nichts preisgeben will, verliert man die Kontrolle. Aber wenn man reden will und etwas zu sagen hat, verschließt sich das Innere vor einem selbst, aus Angst, man könnte etwas sagen was im nachhinein wieder falsch war. Dies geschieht im Unterbewusstsein, gegen den Willen. Einfach so. Es ist, als ob das Unterbewusstsein eine Art Sicherheitsplan entwickelt hat. Und man kann nichts dagegen tun, denn das Unterbewusstsein will nicht reden, will nichts preisgeben. Weil es weiß, wie es endet. Reue. Scham. Angst. Wut. Manchmal komme ich damit klar, aber manchmal macht es mich fertig. Denn die Leere die dadurch entsteht, ist unerträglich. Als ob jemand alle Gedanken gelöscht hat. Jegliches Gefühl. Es bleibt nichts mehr übrig. Es ist wie ein Rausch, der niemals wieder aufzuhören erscheint.
Dann möchte man alles machen, damit man wieder fühlt! Schmerz.
Nur das lässt das Unterbewusstsein zu, weil es niemand sieht. Und das ist wichtig.
Ich will weg.
Fort von hier.
Weit weg.
Wie gern ich manchmal einfach nur genießen will. Wie gern ich manchmal einfach nur unbeschwert lachen will. Wie gern ich manchmal einfach nur alle Träume leben will. Wie gern ich einfach nur auf einer Blumenwiese liegen will, die Sonne auf mich scheinen lassen, die Schmetterlinge um mich herum wahrnehmen, deren wunderschönen Farben betrachten und ich das alles einfach nur genießen möchte. Doch die schwere Dunkelheit die auf mir lastet und sich an mir festgebunden hat, lässt dies alles nicht zu. Sie verschließt mir den Zugang zu jeglichen Glücksgefühlenn. Ist es mein Schicksal? Fürimmer eine Sklavin der Dunkelheit zu sein? Um Freilassung zu flehen? Hier zu verrotten? Die dreckigen Klauen auf meinem Körper zu spüren?
Mehr denn je.

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