Samstag, 2. April 2011

Wie war das gleich nochmal?

Gestern mitten in der Nacht piepste mein Handy. Eine SMS. Ich habe mir sonst wen ausgedacht, aber nicht dieser Kerl den ich schon längst vergessen hatte, und abblitzen lassen hatte.

"Ich vermisse Dich und die Zeit mit Dir"
Aussetzer. Vom ersten Schock erholt, schrieb ich zurück ob er denn etwas getrunken hätte und wenn nein, was denn seine Freundin dazu sagen würde.
"Hm keine Ahnung, die weiß davon nichts. Nur Du und ich. Tschuldigung das ich oft an dich denken muss. Ich vermisse Dich einfach. Das geht nicht mehr aus meinem Kopf raus. Die Erinnerungen."
Ganz prima. Die ersten Schweißperlchen rollen mir von der Stirn, ich fange an zu schwitzen, mich wieder unter diesen Worten zu winden. Ich schrieb daraufhin wieder, dass er mich vergessen sollte und es sowieso nicht klappen würde, da er mir erstens viel zu sehr wehgetan hat und zweitens, ich keine Beziehung führen kann. 
"Ich hätte sowieso viel zu sehr Angst dich nochmal zu verletzen, dafür bist du viel zu wertvoll. Aber du musst wissen, ein Teil von mir wird immer an Dich denken und jede einzelne Sekunde mit Dir damals als wunderschön betrachten."
Jetzt wirds wild. Ich fange an mich von Seite zu Seite zu drehen. Die geschriebenen Worte aus meinem Kopf herraus zu bekommen. Fühle mich wieder so eingeengt. Will das nicht. Will nicht, dass er das schreibt. Es tut weh. Aber nicht so weh, als würde man jemanden lieben und könnte dennoch keine Beziehung eingehen. Ich liebe Ihn nicht. Trotzdem zwängen mich solche Worte in eine Ecke, in der ich Platzangst kriege. Ich mag sowas nicht. Nein, es ist zuviel. Schon damals wurds mir mit ihm zu bunt, da er zuviel und zuoft seine Liebe zeigte. Ich habe keine Luft mehr bekommen. Lieber ein Arsch und Kumpel als sowas.

Das ist auch der Punkt, warum ich beziehungsunfähig bin. Ich kann sowas nicht hören. Es ist einfach zuviel. Vorallem müsste ich immer daran denken, dass es mir trotz fantastischer Beziehung schlecht gehen würde. Dann würde die betroffene Person nachfragen, versuchen zu helfen und ich würde mehr und mehr durch eine Beziehung zunichte gehen. Da kommen soviele Schuldgefühle und Zweifel auf. Das es besser wäre, diejenige Person zu verlassen, da es das Beste für Beide wäre. Aber manchmal... da taucht schon der Wunsch nach so einer Person auf. Die mich wirklich liebt und mich in den Arm nimmt. Die auf mich aufpasst, als sei ich zerbrechlich. Die mir Mut macht und mich wieder aufpäppelt. Einerseits möchte ich das alles, andererseits schade ich mir damit nur selbst und zwängt mich wieder in die Ecke der Panik. Es ist alles so verdammt verzwickt...

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