yeah, ich bin fast am Tiefspunkt angelangt. Tagelang balanciere ich auf einem seidenen Faden. Und es wird nicht besser. Gedanken, die man besser nicht kennt, so stark wie nie. Schmerzen, die sich aufs körperliche übertragen, zerfressen sich von innen nach außen. Ich krieg wortwörtlich kaum Luft. Ich will nicht, dass mein Körper nun auch schlapp macht, was wäre ich dann für eine Versagerin? Was mich darauf bringt, dass die Verantwortung die ich für mich selber trage, fertig macht. Ich bin für diese Verantwortung nicht gewachsen. Aber ich will nicht in eine Klinik! Nein, nein, nein. Das können sie gleich vergessen. Ist es schon wieder soweit, dass man denkt, eine einzelne Therapie würde für mich nicht ausreichen, ich müsse schon wieder stationär? Ich glaub, es hackt im Kopf. Mich kriegen keine 1000 Pferde in eine Klinik. Ich habe so Panik davor. Schlechte Erfahrungen prägen. Man kann es ja schon fast Phobie nennen.
Genau wie vor Ärzten. Was mich nicht drumrum bringt, zum Hausarzt zu gehen. Schlaftabletten verschreiben lassen oder so. Egal wie früh ich an einem Tag aufstehe, ich kann in der Nacht nicht einschlafen. Es dauert Stunden, egal wie müde ich bin. Heute Nacht bin ich fast ausgerastet. 3 Stunden lag ich wach, bin wieder aufstanden, eine Zigarette geraucht, wieder ins Bett, um wieder aufzustehen, den Fernseh anzumachen, wieder ins Bett und diese Gedanken im Kopf... sie hielten mich wach. Glaubt ihr, wenn ich das erzähl, verschreiben sie mir Schlaftabletten? Ich komm nicht mehr klar. Man sagt mir, die Schule und die Familie sei nicht wichtig. Ich sei wichtig und das es mir jetzt besser geht. Aber was wäre ich dann wieder für eine Versagerin? Ich kann einfach nicht an mich denken, ohne mich schlecht zu fühlen, ohne mich zu hassen.

manchmal MUSS man an sich selber denken, um wieder klar zu kommen. Und wenn man das tut, ist es nicht Versagen, sondern Stärke.
AntwortenLöschenich schließe mich meiner vorgängerin an. was hast du denn für schlechte erfahrungen mit kliniken?
AntwortenLöschenhmmm, das klingt nach psychiatrie. schau dich mal vor ort oder übers internet in einer klinik für psychosomatik um, da geht es anders zu. meine therapeutin war z.b. fest davon überzeugt, dass die psychosomatische klinik für mich viel besser sei. dort gibt es richtige gespräche, ausflüge ins kino, brettspielabende, kunsttherapie,...
AntwortenLöschenBei solch wichtigen Dingen sollte man grundsätzlich erst einmal an sich selbst denken und erst danach kommt die Umwelt und dafür zu "hassen" brauchst du dich auf gar keinen Fall! - denn: "Während [er] fällt, wiederholt [er], um sich zu beruhigen, immer wieder: ‚Bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut...‘. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“
AntwortenLöschenDer Text könnte von mir geschrieben sein :O Aber wie es die anderen schon gesagt haben, kümmere dich jetzt erst mal um dich! Die anderen werden es verstehen. Was hast du denn für schlechte erfahrungen mit der Klinik, würde mich freuen wenn du mir antwortest.
AntwortenLöschenIn Liebe Elfenmaedchen