Dienstag, 24. Januar 2012

Heute: Kein Depri-Post.


Ich möchte Donnerstag haben. Nicht, weil ich dich wiedersehe, sondern weil ich nicht weiß, wielange diese plötzliche gute Laune anhält. Ich weiß nicht mal wo sie herkommt. Stimmungsschwankungen. Erklärung? Wohl kaum. Ich habe so ein Rededrang, quietsche beim Lachen, schrei durch die ganze Wohnung, und hüpf, beweg und dreh mich. Und genau das muss ich am Donnerstag in der Schule tun. Denn ich habe eine Wette mit dir am laufen. Ich muss das komplette Gegenteil von dem sein, was ich sonst immer bin. Wir haben um Zuckerwatte gewettet. Auch wenn du nicht weißt, wo du sie herbekommst. "Also gehst du davon aus, dass ich gewinne?" frage ich dich und grinse. Du lachst, und sagst, dass du dir das noch nicht vorstellen kannst und ich dich so ganz bestimmt aus den Latschen hau. Dann hau ich dich aus den Latschen, wenn ich nicht wieder den Schwanz einziehe, denn das ist verdammt schwer. Aber ich versuche es. Werde dich eine Stunde vor der Schule anrufen, dir Bescheid sagen, dass du die Zuckerwatte bereit halten sollst und dich nicht zu Wort kommen lassen. Ich werde auf dich zukommen, mich bei dir einhaken und fragen; "Wie gehts? Wie stehts? Alles fit im Schritt?" und es ist mir egal, ob sämtliche Menschlein das mitbekommen. Ich will meine Zuckerwatte. 

Wir standen wieder wie gestern zusammen da und haben gewartet. Du hast immer wieder meinen Namen wiederholt, mich angeschaut und gesagt, dass ich dich wahnsinnig mache, weil ich nichts sage. Sagst, dass du alles von mir wissen willst. Wie es mir geht, was mich beschäftigt. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Du bist diesmal eine Station mit meinem Zug gefahren. Du hast mich wieder mit deinen Teddybäraugen angeschaut und als du rausmusstest, ich aus dem Fenster sah und du da noch draußen standest, hast du gelächelt und gewunken. Und ich habe dir zurückgewunken. Ganz heftig, ganz viel. Danach musste ich lächeln.  Heute gibts keinen Depri-Post. Nein. Ich fühl mich verdammt nochmal gut! Und das liegt nicht an dir.

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