Ich weiß nicht was ich will, was ich brauche und schon gar nicht wer ich überhaupt bin. Ob ich überhaupt existiere. Ich soll mir helfen lassen, doch den Mut dazu habe ich nicht. Ich lasse mich nur noch weiter vom schwarzen Abgrund verschlungen. Ich gehe nicht zurück, nicht vorwärts, sondern verweile auf einer Stelle. Starre Löcher in den Boden. Ich könnte auch nicht, wenn ich wöllte. Teufelskreis. Wie soll man da herauskommen? Alleine? Ich meine, um überhaupt einen ersten Schritt zu gehen. Da ist eine Wand zwischen mir und der Realität. Und um diese Wand zu durchbrechen, habe ich zuviel Angst, ich könnte mich verletzen, das ich einfach gegenlaufe und sich nichts regt und bewegt. Das ich gegen die Wand knall und zurückprall. Einerseits ist es vielleicht gut, dass diese Wand dort steht. Es ist eine Art Schutzmauer, vor Eindringlingen. Andrerseits schirmt sie mich ab. Vom vielleicht Guten? Dass das Böse dort ist, wo ich jetzt stehe? Aber woher weiß ich, dass auf der anderen Seite der Mauer nicht auch das Böse auf mich lauert? Das ich in einen Nebel gezogen werde und den Sichtkontakt verliere. Mut, ja, den brauch man dazu. Einfach machen, ohne drüber nachzudenken. Aber da ist die Angst, wo ich nicht mal weiß, woher sie kommt... ewiger Teufelskreis...
Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder okay werde. Das ich wieder repariert werden kann. Dazu müsste ich vielleicht neu geboren werden. Und ist es nicht das Beste, kaputte Dinge kaputt sein zu lassen und etwas Neues aufzubauen? Vielleicht ist es auch so, dass mein Leben nun beendet ist. Das es kein Leben mehr gibt. Einfach Schluss. Das ich nur noch auf das Ende warte und es mich gar nicht mehr gibt. Es sozusagen eine "Übergangsphase" ist, bis sich der Tod dafür entscheidet, mich endlich zu holen. Wenn bei ihm vielleicht gerade viel los ist und ich nur noch auf der Warteschleife hänge. Das klingt zwar so verrückt, aber logisch und auszuhalten....
