Montag, 25. Februar 2013

Lebenszeichen.

Ernsthaft? Die ganze Winter-Schnee-Regen-Kälte stachelt die Depression nur mehr an. Kein Wunder warum ich jeden Tag versuche meine Motivation wiederzuerlangen. Sie geht nämlich mit jedem neuen Morgen, der heranbricht. Und über den Tag verteilt liegt der Schleier vor meinen Füßen. An freien Tagen wünsche ich mir mehr Zeit. Ich wünsche mir, mich einfach auf die Fensterbank zu setzen, die Musik anzuschmeißen, und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Einen Plan schmieden, wie ich Ziele verwirkliche. 

Aber mir fehlt die Zeit. An freien Tagen bin ich kraftlos und erschöpft. Zu nichts fähig. Einfach nur im Bett liegen und schlafen. Die Musik habe ich aus meinem Leben verbannt, zu meinem eigenen Besten. Es gibt Wochen, in denen ich einfach keine Musik hören kann. Nicht mal stimmungsabhängig. Ja es gibt sie, für die passenden Situationen die richtige Musik. Aber was ist, wenn die Musik einfach nur quälend ist? Sie reißt meine Gedanken auseinander. Als würde sie mich spalten und ich mich danach nicht mehr zusammenflicken könnte. Dieses Gefühl, diese Phase zu beschreiben, ist eigentlich schier unmöglich. Es gibt sovieles was mir auf der Seele brennt. Aber was einfach ungesagt bleibt und immer ungehört bleiben wird.


Sonntag, 3. Februar 2013

I want to tell you everything, but I'm afraid you wont understand.

In einer Beziehung ist Vertrauen ganz wichtig. Aber was verstehen einige unter "bitte erzähl's keinem" nicht? Ich meine, ist das so schwer zu meistern, etwas für sich zu behalten, was jemand einem im Vertrauen erzählt hat? Ich muss sagen, mir fiel es sowieso schon schwer, aber umso schwerer fiels mir, auf der Couch nicht in Tränen auszubrechen. Armseliges Stück. Aufeinmal kommt seine Mom überraschend zu Besuch und ins Zimmer, gibt ihren Senf dazu, was ich meinem Freund anvertraut habe und sagt das so locker, als sei es ganz normal. "Der kann man nichts erzählen", raunt mir mein Freund zu. "Dir auch nicht", erwidere ich und verharre in meiner Position. Ich weiß nicht was verletzender war: Der Satz von seiner Mom oder das enttäuschte Gefühl über meinem Vertrauen zu ihm. Ihr habt doch alle keine Ahnung wie es mir ergangen ist!, dachte ich mir. Weder seine Mom, noch meine, aber er weiß es. Das Schneideverlangen wuchs, es wuchs jedoch nicht nur, es war schlagartig da. Ich habe nachgegeben. Wie sonst auch. Dem Druck einfach nachgegeben. Den Schlägen nachgegeben. Versagerin, hallt es in mir. Blödes naives Ding. Ab jetzt halte ich die Klappe. Lasst die Show beginnen.