Sonntag, 31. Juli 2011

Erinnerungen sind die schärfsten Scherben.

"Na wie gehts dir?"
"Ganz okeh und dir?"
"Ja, man lebt^^ Muss^^"
"Noch ^^"
"Warum noch? Hast du schon wieder Blödsinn vor?? Hoffen wir mal ned"
"Ich? Blödsinn? Nieeemals, wie kommst du nur darauf?^^ 
Ne, ich mein, es kann jeden Tag irgendetwas passieren. Sieht man doch überall"
"Tja."


Also eins muss man mir doch mal lassen: Ich kann mich recht gut herrausreden und sehr gut lügen. Mir wird geglaubt. Selbst der eigene Ex-Freund der über manch so schlimme Momente damals von einem weiß und selbst miterlebt hat. Der so ziemlich weiß wie ich abgehen kann. Selbst er. Ich bin verdammt gut. Ich meine, andere übersehen sowas doch einfach. Schauen nicht hin, wollen nicht, ignorieren, sind blind. Da ist es für mich doch ein klacks, (fast) offen etwas preiszugeben, denn es wird sowieso nur als Scherz oder sonstwas angesehen. Jedenfalls versteckt etwas preisgeben. Darin bin ich eigentlich auch gut. Seht her Leute, ich kann wohl doch mal was Gutes!


Meine Narben der letzten Woche sind allerdings noch nicht ganz unter der Haut. Krusten vereinzelt noch da. Die müssen weg. Wenn ich noch länger in Pullis rumlauf (obwohls bei diesem Wetter eh nix weiter macht, aber trotzdem) dann machen sich hier und da einige Personen Gedanken. Und schon solch Gedanken sind gefährlich, wie ich finde. Aber vielleicht weils diesmal echt viel und tiefer war, dauert es etwas länger... Mal sehen. Meine Schlaftabis sind auch noch nicht da, verdammt! Dabei war ich die letzten Nächte schon wieder bis 5 Uhr früh wach und konnt einfach nicht schlafen. Meine bestellten Bücher sind auch nicht da, manno ._.
Ich möchte doch endlich wieder das die Zeit verschwindet und ich wieder in eine andere Rolle schlüpfen kann. Das finde ich ganz besonders toll an Büchern. Du sitzt da, blätterst Seite für Seite um, saugst die Sätze und die Geschichte tief in dir ein und schwupps, - bist du mittendrin und wenn du das nächste Mal auf die Uhr blickst sind schon mehrere Stunden vergangen, obwohl es dir wie eine Sekunde vorkam. Das mag ich sehr.
Dann kann ich für einen kurzen Augenblick aus mein verschissenens Leben raus und für viele Stunden in ein anderes hineinschlüpfen.

Und von hier aus übers Internet dem Ex zu helfen, oder eher gesagt zu sagen, was er anziehen soll, finde ich auch etwas... nuja, komisch? Erst das Hemd, dieses, jenes oder doch lieber das Andere? Dann die Hose und zum Schluß die Schuhe? Ähm ja?
Die Aussage war: "Ja du bist meine Ex, helf mir mal"
Ähm, als ob das was aussagt? Heißt noch lange nicht, dass ich wissen soll, was ER anziehen soll. Dazu hat er doch ne Freundin. Komische Welt, wirklich.

Samstag, 30. Juli 2011

Lügen, Lügen, Lügen -.-

Was man alles erfahren kann, nur durchs Aktenwühlen, unglaublich.
Ich muss meiner Wut und meinem Hass gerade mal freien Lauf lassen.
Zurzeit lese ich einen Brief von meiner Mutter, den sie mal an irgendwelche großen Leute geschrieben hat. Und ganz ehrlich, - ich will die Fantasie meiner Mutter haben. 

Erstens mal: "... Aktuell zeigt sie folgende Auffälligkeiten: schriftliche Ankündigung einer suizidalen Handlung (sama, woher wollte die das denn wissen? Hatse etwa mein Notizbuch gelesen, obwohl da nix drüber stand??? Außerdem bedeutet es, wenn ich mich schneide, dass ich mich nicht gleich umbringe, hallooooo), wiederholtes Benennen von Angstzuständen (zu dieser Zeit mal gar nicht? Ich habe nie mit ihr über sowas geredet!), starke Depressionen (das wird ja immer geiler. WOHER willst du das wissen, meine Liebe?)"
 

Aber der Hammer kommt ja noch: "Halt erfährt meine Tochter zur Zeit durch meine liebevolle rundum Betreuung als Mutter." WIE BITTE? Also das wüsst ich wohl dann! Ich kann es echt nicht fassen, wie dreist und wie eine Mutter lügen kann! Zu dieser Zeit, was mittlerweile zwei Jahre her ist, war sie rein gar nicht für mich da! Und dann so ein Mist? Meine Sichtweise zu ihr ändert sich immer mehr und mehr. Ich will gar nicht wissen, was die sich jetzt immer ausmalt in ihrem Fantasiekopp da. Will jetzt auch gar nicht mehr weiterwühlen, sonst krieg ich noch mehr Aggros, grr -.- 
Ich würd ihr so gern mal meine glatte Meinung ins Gesicht sagen, aber auf den Horror der daraufhin folgt, habe ich eher nicht so Lust. Dann fängt das nämlich wieder von vorne an. Hab ich denn nur so scheiß Eltern? Hoffentlich bin ich im Krankenhaus als Baby vertauscht worden, ganz ehrlich. Auf sowas kann ich verzichten. 


 

Freitag, 29. Juli 2011

Kampfwille.


Kampfwille.
Ich habe das Wort irgendwo aufgegriffen und musste erstmal stutzen. Schon lange habe ich dieses Gefühl nicht mehr in mir gehabt. Kampfwille, oder doch? Ich weiß es nicht, vermutlich habe ich es einfach verdrängt, da sowas bei mir in den meisten Fällen nach hinten losgeht. Wie soll es auch anders sein? Es bleibt nur die kleine Hoffnung, dass sich von selbst irgendwas ändert, aber das tut es nicht, ich weiß. Um selbst irgendwie zu handeln, fehlt mir der Wille und die Kraft. Das Selbstvertrauen und etwas, was meine Angst vor Veränderungen besiegt. Warum bin ich eigentlich so pessimistisch? Ist wohl angeboren. Was anderes kann es nicht sein. Wahrscheinlich sind schon selbst Freunde (Freunde? Habe ich sowas?) von mir angepisst, weil ich einfach nur ein Häufchen Elend bin. Weil ich Dinge immer nur verschlechtere und nichts Positives erkennen kann. Ich meine, wer will schon so eine Freundin haben? Vorallem die sich ihre Wunden dauernd wieder aufkratzt und nicht in Ruhe lassen kann? Obwohl die ja jetzt auch fast nicht mehr zu sehen sind. Noch eine Woche und dann sind es nur noch blasse Streifen. 
Verzweifelnd auf Erlösung hoffen & warten bis ein weiterer Tag zuende ist.
Et voila.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Liebes Leben, wenn du nicht Schluß machst, mach ich es.

Ja, was soll ich sagen? Ich lebe noch und bin auch noch wach. Die Nacht hat irgendwas magisches. Wenn die Welt schläft und du nicht. Und wenn die Welt wach ist, du schläfst. Die Nacht wird zum Tag und der Tag zur Nacht. Obwohl ich finde das die Gedanken in der Nacht mehr zum Vorschein kommen als am Tage. Vielleicht liegt es daran, dass am Tage geschauspielert wird und in der Nacht die Maske abfällt. Vom ganzen Schauspielern schon ganz müde. Zu müde. 


Lügen regieren die Welt. Ich traue keinen Worten mehr, vielleicht ist das der Grund für keinerlei Vertrauen. Denn Worte können lügen, wenn die Augen was anderes sagen. Du siehst jemanden reden und merkst, die Augen sprechen eine andere Sprache. Selbst dies zu merken, tut so unglaublich weh. Aber wer achtet darauf? Es wird gelächelt und zwei Sprachen gesprochen. Wenn jemand sagt; "Ich helfe dir" sind es nur Worte, nichts weiter. Jahr für Jahr den Spott heruntergeschluckt. Wer versteht? Wer versteht, dass ich sagen möchte, bis hier,- nicht weiter? Wer versteht, dass ich sagen möchte, Leute, ich will von dieser Welt, in eine vielleicht bessere Welt? Wer? Ich habe keine Angst vor dem Sterben oder vor dem Tod, ich hab eher Angst noch weiterzuleben. Ich habe Angst an der Einsamkeit zu erfrieren, während die Kälte sich in mein Herz schleicht. Ich brauche keine Hilfe, ich brauche ein neues Leben. Doch dann kommen nur Sprüche, die einem sagen, man wird nicht ernstgenommen indem was man sagt. "Das geht vorbei!" Ja, wenn ich vom Fenster weg bin, - und dann fragen sie sich alle "Warum?" ... mhhh, mal raten. Oder es kommen Sprüche von naheliegenden Menschen, dass man selbst doch mal zurückstecken soll und sich mit anderen ihrer Probleme befassen soll. Was mach ich denn immer? 
Es nervt, es kotzt an. Das Hier und Jetzt nervt, es kotzt an.
Ich will weg. Weit weg.

Dienstag, 26. Juli 2011

Lass uns ausbrechen, ich will keine Nummer in einem System sein.

Ich habe mir rezeptfreie Schlaftabletten im Internet bestellt. Hoffentlich kann ich davon wieder schlafen. Allerdings hört man ja immer, dass die rezeptfreien nichts bringen, aber meine Ärztin würde mir nie welche mit Rezept aushändigen ;/ Das ist die ganze Scheiße an der Sache. Weil die kennt mich ja auch schon, & naja, die würde noch sonst was denken. Würd mir wahrscheinlich eher so Naturheil und Kräuterdingsbums empfehlen, und viel auspowern und dieser ganze Mist. Die ich mir aber bestellt habe, darf man nur 2 Wochen nehmen, nicht länger, sonst würde man sich erstens dran gewöhnen oder zweitens, wären sie wirkungslos und man muss eine höhere Dosis nehmen. 

Wenn man mal nachdenkt, ist das auch voll der Schiss. Denn warum gibt es die rezeptfreien? Na weil da die Chance gering ist, dem Leben ein Ende zu machen. Da ist man mit verschreibungspflichtigen besser dran, is ja klar. Aber hallo? Da kommen wir wieder auf das Thema, dass wir hier eigentlich in einem Gefängnis leben. Man MUSS leben, & die Gesellschaft in diesem Sinne tut alles, damit man nicht in den Versuch kommt, sich zu töten. Wahnsinn, oder? Ich finde das total hirnrissig! Naja, man kann ja theoretisch noch Alkohol hinzufügen.. dann ist man vielleicht in so einem "Halb tot, halb wach" Zustand. Wie einem Rausch. Als schwebe man auf Wolken. Die Realität verschwimmt und der Traum kann beginnen. Und hey, so ist die extreme Einsamkeit leichter zu ertragen, die bringt mich schon fast um. Raus will! 

Sonntag, 24. Juli 2011

Was ist hier los?

Scheiß Tag. Alles scheiße. Kompletter Scheiß.
Nach 72 Tagen dieser scheiß Rückfall. Ich kann mich einfach nicht beherrschen. Bin ich zu blöd, um irgendwas durchzuhalten? Gestern erst nur ein Schnitt, dass war okay. Nein, zu wenig um mich zu befriedigen. Und dann... heute Nacht. Schnitt für Schnitt, immer weiter. Taschentücher, Verbände voll davon. Ich weiß auch nicht was in mich geraten ist. Warum war es für mich immernoch nicht genug? Ich war wie in Trance. Die Gefühle die in mir waren, kann ich gar nicht beschreiben. Keine Träne fiel, ich wollte, sie kam nicht, ich konnte nicht! Ich spürte zum ersten Mal keine Reue, auch jetzt nicht. Was ist das für eine Scheiße? Sonst bereue ich es immer, und jetzt... nichts. Es ist so, als hätte ich überhaupt nichts gespürt bei. Als würde der körperliche Schmerz gar nicht existieren. Alles so verwirrend. Alles so komplett verwirrend. Ich will mehr und mehr & schäme mich dafür. 
Was ist hier los? Was ist hier verkehrt?


Scheiße!
 

Freitag, 22. Juli 2011

Kostbare Momente gibt es nicht wie Sand am Meer.

Gestern war ein sehr schöner Tag. Ich habe den Tag mit meinem Bruder in der Stadt verbracht und das hat mir auch so richtig gut getan. Selten unternehme ich etwas mit ihm alleine. Fast nie. 
Aber in einem Monat wollen wir das wiederholen<3
 

Wir haben viel gelacht und in diesem Moment habe ich auch alles um mich herum vergessen. Sowas sollte es öfters geben, dass ich einfach nur den Moment mit einem Menschen genieße und an nichts anderes denke. Leider, und ich kann mir nicht erklären warum, passiert das so ziemlich nie. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns nicht so oft sehen. Über Jahre hinweg erst. Vielleicht. Am Abend als ich wieder zuhause war, blickte ich beim Grinsen in den Spiegel und merkte, dass es nicht meine Augen erreichte. Und jetzt bin ich wieder so unglaublich leer. Einfach nur leer. Selbst bei meiner besten Freundin passiert es so selten, dass ich den Moment nur genieße. Ist es, weil ich so kalt geworden bin? Ist es, weil ich alles hineinfresse? Ist es, weil ich so abweisend bin? Der Tag gestern hat mich wirklich zum nachdenken gebracht. Aber nachdenken ist nicht gut. Nachdenken bringt mich wieder in die Fängen der Dämonen in mir. Solche kleinen, aber wertvollen Momente sollte man einfangen, verschließen, und aufbewahren. Denn solche sind die kostbarsten auf der ganzen Welt. Es ist wie das Glück, man kann es nicht behalten, es verweilt für eine kleine Ewigkeit irgendwo und zieht dann weiter. Aber es bleibt nie fürimmer und nie ganz. Am besten man hat ein Marmeladenglas für die Momente & ein Marmeladenglas für den Regen des Glücks, dass auf einen dann niederprasselt. 

 Nichts ist fürimmer. Nichts bleibt von Dauer. Nichts ist, was ich es bin.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Ich bins ja nur.

Mit mir kann man also alles machen, ja? Mit mir darf mans. Ist ja nicht so, dass ich auch Gefühle hätt. Nein, ein Monster ohne Gefühle, und daher bin ich wahrscheinlich auch Schuld dran, dass man mich auch so behandelt. Wunderbar, wunderbar, wunderbar.
Macht nur weiter, denn ich nehm es sowieso noch mit auf meine Last.

Bravo, yeah, weiter!  Ich bin Dreck und werde wie Dreck behandelt, richtig so! Richtig so, dass ihr mir noch freiwillig die Bestätigung in die Hand drückt, ohne es zu merken.
Danke!

Mittwoch, 20. Juli 2011


Die Lust, nach dem Gefühl, frei zu sein. 
Das die Last, die auf mir liegt, mich nicht mehr erdrückt und festhält. 
Das die Splitter des Schmerzes sich nicht mehr in mein Innerstes schneiden. 
Das die Leere für eine Sekunde nicht mehr da ist.
Nur für eine Sekunde.


Montag, 18. Juli 2011

Wo finde ich den Klebstoff, der die Augenblicke wieder zusammenfügt?

Vieles braucht keine Erklärung, keinen Grund. Es kann auch einfach nur so sein. Damit habe ich mich abgefunden. Nach Antworten zu suchen. Bei der irgendwie hoffnungslosen Suche nach mir selbst. Aufgehört zu fragen, nach mir. Ich stehe vor der Vergangenheit, und finde keine Zukunft mehr. Ich bin aus meinem Leben gefallen, aus der Bewegung. Aus dem Augenblick, aus dem Hier und Jetzt. Ich setze mich auf den Boden. Spüre diese Verzweiflung, diesen Schmerz. Unsicher, wohin ich meine Schritte lenken soll. Wie ich stehenbleibe aus einer unerklärlichen Angst. Liegengeblieben sind nur die Scherben. Zerbrochene Träume, Reste, Träume mit Rissen. 


Einige haben es bemerkt, andere weggeschaut, ich erstarrt. Langsam bin ich hier am durchdrehen. Isolation steht an oberster Stelle. Abweisung an zweiter Stelle. Kälte, Wut und Leere an dritter Stelle. Die Liste könnte endlos erstellt werden. Vor welcher Verantwortung, vor welchen Schritten laufe ich weg? Laufe ich überhaupt weg? Halte ich mir ein Hintertürchen bereit, um in der Not zu gehen, wann ich will? Weg von dieser verrückten Welt. In eine andere Dimension. In das Leben was dann kommt, wenn alles vorüber ist. Es hört niemand genau hin, die Bedeutung meiner Worte, & dann ist es mir auch egal, wenn sie sich am Ende fragen. Es ist ein Reiz, um ihnen etwas zu beweisen. Die Wut, mir wieder ins Fleisch zu schneiden. Aufgeben. Vor mir her zu leben. Existieren. Und wieder einmal wird mir bewusst, dass die Menschen nur von mir verlangen das ich funktioniere und bloß nicht aus der Reihe tanze. Egal was ich sage, kein Ohr lauscht. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, wann ich entgültig aufhöre, irgendwo etwas zu erreichen. Meine Lust an euerer Scheiße ist mir vergangen. 

Vielleicht, vielleicht.

Der Tod als Parasit in meinem Leben. 
Mit einem Bein im Tag, mit dem anderen in der Nacht.
Vielleicht will ich sterben, um Risse nicht aushalten zu müssen,
vielleicht will ich leben, weil Erinnern vergessen bedeuten kann. 


Samstag, 16. Juli 2011

Das ist die Quittung für mein kaputtes Leben.



Ich habe geträumt. Von einem großen Gebäude mit einer Drehtür. Ich bin durchs Gebäude geirrt und in der Drehtür gelandet. Jeder vor mir konnte hinaus. Immer wenn die Chance da war, schloss sich die Tür vor mir und ich drehte mich weiter. Immer weiter. Kein Ausgang für mich. Endlos.

Mein eigener Schrei weckte mich. Kerzengerade und schweißgebadet stellte ich fest, 
dass es nur ein Traum war. Nur ein Traum... Oder doch nicht?

Donnerstag, 14. Juli 2011

Gestern ist aus einer anderen Zeit.

"Du musst etwas tun, sonst wirst du dich ausversehen umbringen."

Ich habe allen gesagt das ich leben will.
Nur manchmal vergesse ich, was ich gesagt habe.



Mittwoch, 13. Juli 2011

Jeder Mensch erfindet irgendwann die Geschichte, die er sein Leben nennt.

Ich bin nicht lebensfähig, ungeeignet für diese Welt.



Keine Erinnerung mehr. Kein Lachen mehr, keine Idee, wie Hoffnung aussieht. Zähle die Schritte, die nötig wären, um woanders zu sein und finde kein Ende. In mir schweigt mich die Leere an. Depressionen sind gesellschaftsfähig geworden. Sich selber die Arme aufzuschlitzen nicht. Das ist absurd, das ist entsetzlich - würde zu einem Depressiven niemand sagen. Ich höre es. Menschen, die so etwas tun, sind grausam, manipulieren, weil sie mit dem Tod drohen. Ich bin süchtig geworden, süchtig nach meinem Blut. Nach Narben. Es beruhight mich, wenn mein Blut noch fließt. Irgendetwas in mir muss noch lebendig sein. Ich wollte damit aufhören und merkte, dass ich nicht aufhören konnte. Ich griff nach der Klinge, um zu fliehen, wie der Alkoholiker nach der Flasche greift und der Junkie nach dem Heroin. Diese Leere kann beendet werden, sie kann, wenn ich mich wieder spüren werde. Zu Stein geworden ist die kalte Einsamkeit. Taub sind die Gefühle geworden, die Gedanken erblindet. Gefesselt an das Schachbrett der Ausweglosigkeit. Schachmatt. Eine Flamme, die immer kleiner wird. Die nicht dafür reicht, sich zu wärmen. Der Kampf um das Licht ist mühsam geworden. Ein Vorhang aus Blei hat mich lebendig begraben. Abgeschnitten von euren Worten, eurer Wärme und meinem Leben.

Montag, 11. Juli 2011

Kraftlos.

Samstag, 9. Juli 2011

Greifbar nah, die Angst.


Es ist anstrengend zu unterdrücken nach was man sich wirklich sehnt. Nach Ruhe. Dem inneren Frieden. Es ist, als wäre man innerlich viel zu tot, aber viel zu lebendig um in der Welt zu leben. Die Suizidgedanken verdreifachen sich. Das Hirn droht zu platzen. Der Durst nach dem eigenen Fleisch. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Wobei ich eh immer dacht, solang es nur Gedanken sind, wayne. Aber diesmal ist es anders. Diesmal macht es mir Angst. Diesmal bewegt sich etwas. Diesmal habe ich Angst vor mir selbst und vor meinen Gedanken. So viel. Irgendwo ist es mir gleichgültig und hab keine Scheu. Das macht Angst. So sehr. Die wirkliche Freiheit ist greifbar nah. Ich hab Angst. Nur noch Angst. 
 

Freitag, 8. Juli 2011

Blödsinn, das Leben.

Bescheuerte Phasen, Momente, Augenblicke gibts überall.
Aber dies ständig um jede Uhrzeit?
Keine Sekunde mal ein positiver Gedanke,
nein, ein Versuch einen positiven Gedanken aufzubringen,
dabei aber festzustellen, - was bringt die Ablenkung wenn das Hirn im Nachhinein weiterhin negative Gedanken produziert? Mich sollte man reklamieren.
Ein unzulässiges Produkt wurde in die Welt freigesetzt und beschädigt geliefert.
An wen muss ich mich wenden?

 

Mittwoch, 6. Juli 2011

Ihr versteht nicht, weil Ihr nicht verstehen wollt. Dat isses.

Du kauerst in meinem Inneren. Wie ein unsichtbarer, aber spürbaren Schatten, der mich auf immer verfolgt. Nachts flüsterst du meinen Namen, endlose Stunden lang. Tagtäglich spüre ich deine Rythmen, rieche deine Haut, den Abdruck deines Körpers. Jeder Moment ein Versuch mich davonzuschleichen. Doch du bist hier, sprengst durch meinen Geist, mit Tritten, so schwer wie mein schmerzendes Verlangen nach dir.


Tja, wo soll ich anfangen? Was wenn es überhaupt keinen Anfang gibt, wenn ich schon dem Ende nahe rück'? Soll es das gewesen sein? Nachdem ich mehrere Male verzweifelt versucht habe einen Ausgang zu finden, der mir jedoch versperrt wurde, da erstmal die W-Fragen nach einer Antwort verlangen. Die W-Fragen, ja, ich hasse Sie. Mehr als mich selbst. Immer kommen sie mit ihren W-Fragen. Warum, Weshalb, Wieso, Wenn, Wo, Was, Worüber.... Sie verlangen Antworten von mir, aber leider kann ich ihnen nicht die perfekte Antwort geben, die sie hören wollen. Denn das Problem beim "Sie verstehen mich nicht", ist, dass sie es noch nicht mal verstehen wollen, was man ihnen erzählt. Sie wollen nicht hören, wie abgefuckt deine Welt ist. Sie wollen nicht sehen, sie sind blind. Da flackert Wut auf. Ich hasse es, wenn andere Leute versuchen, die Kontrolle über mein Leben zu übernehmen. Sie machen das immer, um mir "zu helfen", so als ob ich unfähig wäre, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Entscheidend ist hier doch das Recht, was man über sich selbst hat. Aber dieses Recht überschneidet sich wieder mit der "Rettungspflicht". Wow. Sehr logisch zusammen gedacht. Denn dann zählt das eigene Recht gar nicht mehr. Also muss man versuchen, die Regeln zu umgehen. Einfacher gesagt, als getan. Aber wie schon oft erwähnt, hat man irgendwann auf diese Drohungen einfach keine Lust mehr. Zumal man überhaupt nicht ernst genommen wird, egal was man sagt!
 

Drohungen, perfekte Antworten, Erpressungen, nicht für ernst genommen, Lachnummer... sehr schön, sehr schön. Umso eingeschüchternder ist man und hält lieber, am besten fürimmer, seine Klappe. Und hey, dafür kann man nun wirklich nichts... Angst, Angst, Angst. Dankeschön!

Montag, 4. Juli 2011

Dreams.

Ich weiß nicht, was mich dazu reitet, aber hey, lasst mir meine Träume. Und solange sie Träume bleiben, ist doch gut. Kann alles passieren, wer weiß.  Jedenfalls träume ich davon ein Engel zu sein, oben bei ihm, um alle glücklich zu machen, wenn ich nicht mehr da sein würde. Aber nicht von selbst, sondern zb durch ne' Krankheit, nen' Unfall und wo andere auch beteiligt sind, die einem etwas antun. Was ich mir so ziemlich wünsche? Das wirklich alle glücklich sind, nachdem ich, das Hindernis aus dem Weg ist. Sozusagen der Stöpsel vom Rohr. Und durch das Rohr kann dann all der glitzernde Engelstaub fließen und sich auf die Menschen verteilen. Und ich wäre dann auch glücklich, nachdem ich bei ihm bin. 

Es gibt wohl doch etwas im Leben worauf man sich freuen kann. Ich brauche keinen Menschen, der vor mir rumhüpft und mir das gewisse Etwas gibt. Man muss schon etwas selbst für tun, um glücklich zu sein. Warum soll ich diese Aufgabe anderen überlassen? Ich gehöre nur mir. Ich rede nicht von Aufgeben, ich rede von einer Zukunft. Eine Welt, in die ich flüchten kann. Der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bin ich schon soweit? Die Augen vor dem Ernst des Lebens und der Realität schließend? Das zieht einen doch noch mehr runter. Und hey, es sind nur Träume. Meine Träume, in die ich flüchte.
Et voila.


Sonntag, 3. Juli 2011

Hola, die Waldfee.

Der Tag war die reinste Katastrophe. Nicht nur, dass ich momentan total angetrunken bin und übelst Kopfschmerzen hab, neeein, ich hab mal wieder scheiß Schuldgefühle! Ich kann es einem nie recht machen, ich bin eine Versagerin. Die letzten Stunden des Tages habe ich betäubt verbracht, in Gedanken versunken. Der Satz hallte immer noch in meinen Ohren: "Sei doch jetzt nicht so trotzig wie ein kleines Kind. Du bist erwachsen. Also verhalte dich auch so!" Und was ist, wenn ich in meinem Inneren wirklich noch ein kleines Kind bin, dass angekettet ist? & warum bin ich trotzig. Ihr Verhalten war wirklich kindischer. Warum habe ich das Gefühl das ich der Grund bin, dass meine beste Freundin geweint hat? Warum muss ich mich immer wieder rechtfertigen und nicht mal machen, wonach ich mich sehne? Ich sprach mir dauernd in Gedanken zu; "Du darfst nicht du sein. Aber ich weine nicht. Du darfst nicht du sein. Aber ich weine nicht. Ich bin erwachsen. Ich muss Stolz zeigen. Du darfst nicht du sein. Beweg dich. Sag Ja und Nein. Schritt für Schritt. Du bist nicht du." Aber ich war kurz davor einfach mal zu heulen. Doch ich hab mich zusammen gerissen, ich darf doch nicht trotzig sein, ich bin doch erwachsen! 
Hätte ich dem Moment eine Klinge dabei gehabt, hätte mich nichts daran gehindert anzusetzen. Ich wäre irgendwo hingegangen, wäre mir scheißegal gewesen das ich deswegen wieder Stress kriegen würde. Dann wäre ich alleine durch die Straßen gegangen, das Handy ausgeschaltet und alleine nachhause gefahren. Das wäre ich. Aber ich darf nicht ich sein. Darf nicht trotzig sein. Darf nicht egoistisch sein. Darf nicht kindlich sein. Muss erwachsen sein!

Samstag, 2. Juli 2011

Mich triggert momentan alles. 
Ein Gedanke, ein Wort, ein Ort, eine Erinnerung, eine Bewegung. Alles. 
Einfach alles. 

& es macht mich so unglaublich wütend, dass ich scheinbar doch so schwach bin.
& vorallem macht es mich so unglaublich wütend... 
das ich niemanden zum Reden habe. Alles Mist eh. So ein großer Mist!
Mich fuckt es ab. Diese Wut... ich könnt ausrasten, wegen mir. 
Was bleibt mir anderes übrig, als einfach alleine dagegen anzukämpfen?

Freitag, 1. Juli 2011

Hörst du mich Gefahr?, ich lach dir ins Gesicht, hahaha!

Guten Tag, Welt. Heute hast du mir mal wieder sehr viel Freude bereitet, indem du mir einen wunderbaren Regenschauer geschenkt hast, der aber leider nur von kurzer Dauer war. Vielleicht war es eine Entschuldigung dafür, dass du mich heute mit einer Leere im Körper hast aufstehen lassen. Der Moment voller Fragen schwebend im Raum. Wozu aufstehen? Warum Essen? Wozu verändern? Warum Leben? Wozu lächeln? Warum Weinen? 
Wie betäubt an der Zigarette ziehen und den Buchstaben mit den Augen durch den Raum folgend. Ein Strudel voller Wörter um mich herum. Schnell den Qualm in diese Richtung pusten, & fort sind sie. Dann beschleicht sich wieder dieses ungute Gefühl in die Magengegend und lässt mich aufstöhnen. Soll man an einen Ort gehen, der von erniedrigenden Erinnerungen verzaubert ist? Soll man wirklich wieder an diesen Ort gehen, nur um wieder n' Box in den Bauch zu bekommen? Das Gefühl lässt nicht los. Nichts lässt mich los. Vertrocknetes Blut und verblassene Tränen haften an mir. Der salzige Geschmack auf meinen Lippen. Ich sehe mich. Und drehe das Gesicht schnell wieder weg, um mich nicht zu sehen. Zuviel Scham, zuviel...Schmerz, zuviel Gefahr. Gefahr. Ja, dass war schön. Ich suchte sie und fand sie. Berauschend, unglaublich, fantastisch. Eine Hülle die dort bei den Menschen steht. Unsichtbar. Ja, ich bin unsichtbar. Fühlt sich manchmal so an.
Danke Welt.