Dienstag, 31. Juli 2012

Unser letztes Kapitel (Achtung, lang!)

Ich muss anfangen darüber zu schreiben. Hab ja sonst keinen zum reden. Als hätte ich nichts besseres zu tun. Aber warum beschäftigt mich das überhaupt? Ich muss über uns schreiben. Über ihn. Auch wenn es das alles gar nicht wert ist. Die Zeit hat sich weiter gedreht. Wir haben uns alle auseinander gelebt. Sind andere Menschen. Nicht mehr die, die wir mal waren. Und was meinen Ex betrifft, weiß ich nicht wohin mit den Gedanken. Er ist es nicht wert. Er ist meine Vergangenheit, das wars auch. Jedoch frage ich mich eins: Bin ich die Einzige von uns beiden die dauernd darüber nachdenkt, oder bin ich wieder nur auf einen ausgezeichneten Lügner reingefallen, was seine Worte betreffen? Mein Gott, ich darf gar nicht nachdenken über das alles. Gar nicht denken. Ich weiß nicht warum, aber ich bekomm es einfach nicht abgeschüttelt. Wenn nur irgendwer darüber Bescheid wüsste.. ich will es mir gar nicht ausmalen. Soviele Dinge sind damals geschehen. Sooft war ich naiv und bin aus denselben Typ reingefallen. Jeder hat es vorausgesehen. Jeder hat versucht mir einzureden. Aber ich folgte meinem Herz. Und sooft standen sie letztendlich doch hinter mir. Aber jetzt hat sich die Zeit weitergedreht. Zwei Jahre sind vergangen. Wir haben uns alle verändert. Auch sonst habe ich immer mit den Anderen mitgelästert wenn es um ihn ging, denn er ist wirklich ein Spast. Ein ekelhafter Spast. Aber das bringt mich nicht weiter. Ich habe keine Lust mehr mich drüber aufzuregen, drüber zu lästern, drüber zu lachen. Und das alles nur wegen diesem einen Abend. Wofür sich vermutlich jeder von mir abwenden würde, weil jede einzelne Person weiß, was damals geschehen ist. Wie alles abgelaufen ist. Wie sehr ich verletzt wurde und wieoft ich doch wieder drauf reingefallen bin. Ich habe über ein Jahr gebraucht um über diesen Menschen hinwegzukommen. Davor habe ich es auch schon viele Monate versucht. In den Zeiten wo wir getrennt waren. Dann jedoch kam er immer wieder an. Mit seiner Masche. Er habe sich geändert, könnte mich nicht vergessen, liebte mich noch und würde alles besser machen. Und wir versuchten die Scherben unserer Beziehung erneut zusammenzukleben. Es funktionierte nicht. Wie auch? Klar, wir hatten viele schöne gemeinsame Zeiten miteinander und ich habe ihn wirklich geliebt, so sehr. Aber die schrecklichen Zeiten überwiegten einfach. Nach der Trennung träumte ich noch viele Monate von ihm. Auch dann noch als alle dachten, ich sei drüber hinweg.
Ich schwieg. Das tue ich heute noch.

Und das ist unsere Geschichte.



Denn die Träume kommen zurück. Ich frage mich, war es das wert? War es dieser Abend wert? Wir passen nicht mehr zusammen. Er ist grundverschieden. Zwar haben wir auch einiges gemeinsam. Vorallem aber hat er auch zuviele Eigenschaften, die dagegen sprechen. Ich denk mir aber in diesen Zeiten, vielleicht gehöre ich zu solch kaputten Menschen. Vielleicht kriege ich nichts anderes, weil ich einfach grundhässlich bin. So fühle ich mich auch. Aber irgendwas... irgendwas zieht mich wie ein Magnet zu ihm. Ich hasse mich dafür. Weil ich mich schäme wegen. Schon in den letzten Wochen unserer Beziehung damals habe ich mich geschämt, für ihn. Das klingt vermutlich hart und ich weiß nicht, ob es mir leid tuen soll, aber so ist es. Deswegen könnt ich mir jetzt einfach den Kopf irgendwo gegen schlagen. Weil ich darüber jetzt nachdenken muss. Warum jetzt? Warum aufeinmal? Das hätte niemals passieren sollen. Was an diesem Abend passiert ist, hätte gar nicht erst existieren sollen. Das tut es aber. Es steht nun im Raum. Vorallem zwischen uns. Man merkt es ihm vielleicht nicht an, aber ich sehe es. Oder täusche ich mich wiedermal nur? Er hat an diesem Abend angefangen. Er war nicht betrunken, nicht mal angetrunken. Ich war betrunken, aber ich hab auch nicht angefangen. Spielt das eine Rolle? Ich habe es zugelassen. Ich habe es zugelassen, dass er mich zu sich rangezogen hat. Ich habe es zugelassen, dass wir uns tief in die Augen geschaut haben. Ich habe es zugelassen, dass er mit seinen Lippen näher kam, mich plötzlich küsste und ich erwiderte. Ich habe es zugelassen, dass wir uns plötzlich auf den Boden befanden und uns wild küssten. Ich habe es zugelassen, dass er mich auf seinen Schoß zog und ich habe es zugelassen, dass wir an diesem Abend mehrmals über uns und das was passiert ist, redeten.
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Kann mir mal einer sagen was ich da bitte angerichtet habe? Ich erkenn das Ausmaß nämlich noch nicht ganz. Bzw ich erkenn es, aber kann es nicht begreifen, will es nicht begreifen. Bloß nicht. Ich will mich eigentlich gar nicht damit beschäftigen. Muss ich aber, wenn ich Antworten suche. Was habe ich dabei gefühlt? Vor der Frage habe ich Angst. Denn ich hab mich gut gefühlt. Als wär das, was ich jahrelang vermisst habe, einfach wieder da, als wäre es nie weg gewesen. Ich hasse mich dafür. Würde ich es wiederholen? Ja. Am liebsten würde ich nein schreiben, aber das wäre eine Lüge. Worüber ich mal in den letzten Tagen nachgedacht habe, ist, dass ich eigentlich gar nicht ihn vermisse, sondern die Zeiten. Die alten Zeiten mit ihm. Unsere Zeit, die längst abgelaufen ist. Das ich moment so allein bin, ich verzweifele, das ich nicht mehr klar denken kann. Das es das ist. Scheiße man! Das darf doch alles nicht wahr sein. Nach diesem Abend schrieb er mir eine Sms in der Nacht darauf. Fragte, was da passiert ist. Woher soll ich das wissen? Wir schrieben eine Weile. Genauer gesagt, drei Tage, bevor der Kontakt erneut abbrach. Obwohl es hieß, wenn ich wöllte, könnten wir "sehr gerne" Kontakt halten. Das ist jetzt zwei Wochen her. Noch in dieser Nacht und in den darauffolgenden Tagen kam einiges ans Licht. Er würde nun merken, wie sehr ich fehle. Er hätte damals so eine Scheiße gebaut. Ich sollte vergessen, was da passiert ist. Er wäre es nicht wert. Dafür wär ich ein viel zu tolles Mädel. Das egal wieviel Zeit vergangen ist, egal wer wir heute sind, er mich nicht vergessen kann. Das durch diesen Kuss soviele Gefühle hochgekommen sind. Und das hat es wirklich. Das ich es immer gewesen bin wenn er mich gesehen hat, nicht nur Spaß war, er sich immer gewünscht hat, mir wieder in die Augen schauen zu können und als er es konnte, es unbeschreiblich war. Das er mich vermisst und ich noch immer so süß sei. Das er auch oft an mich gedacht und von mir geträumt hat. Das was da passiert ist, irgendwas mit ihm gemacht hat. Das irgendwas ihn immer noch zu mir zieht und all das Zeug. Das ist soviel, was mich zum Nachdenken anregt. Und irgendwas hat das auch mit mir gemacht. Verdammt, ich krieg das einfach nicht aus meinen Kopf. Dann brach auch der Kontakt erneut ab. Gesehen habe ich ihn zwei Wochen später.

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Letztes Wochenende und es war einfach schrecklich. Es ist ja so, dass er ein Mädchen an sich kleben hat, die 10 Jahre jünger als er ist, also 13. Und ich habe einen Typen an mir kleben, der 10 Jahre älter als ich ist, also 29. Verzwickte Sache. Ich habe ihn gar nicht kommen sehen, er war plötzlich da. Setzte sich auch nicht zu den Anderen, sondern zu uns. Direkt mir gegenüber! Ich hielt es nicht aus. Vorallem weil dieses Mädchen wieder da war. Ich kann es mir so voll nicht erklären, aber ich bin dermaßen eifersüchtig... ich halt das nicht aus. Dabei darf ich das nicht mal. Ich darf nicht eifersüchtig sein. Das soll weggehen. Boah. Daher war ich sehr froh, als der Typ, der an mir klebte, sich mit mir 20 Meter woanders hinsetzen wollte. Mein Ex hatte sich inzwischen auch mit den Rücken zu mir gewandt. Jedoch als ich aufstand, um mich fort zu bewegen, fiel ihm das sofort auf. Er drehte sich in unsere Richtung und fragte, wohin wir gehen. Leider blieben wir trotzdem noch im Blickfeld meines Ex. Daher konnte ich mich auch kaum auf das Gespräch des Typens konzentrieren, der anscheinend sehr an mir interessiert ist. Ich erwischte mich selbst jedesmal dabei, wie ich heimlich zu meinem Ex schaute. Und was geschah? Er sah auch desöfteren hinüber. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Einfach das jeder von uns noch weiß, was da vor zwei Wochen passiert ist. Das man förmlich diese Spannung fühlen kann. Ich weiß nicht was ich machen soll. Es macht mich verrückt. Und dann diese eine Situation.... ich beobachtete einen Typen, der uns beiden bekannt ist, wie er nach meinem Ex rief und dieser sich zu ihm hockte. Der Typ laberte irgendwas, sah zu uns hinüber und mein Ex schaute auch direkt zu mir, irgendwas redeten sie kurz, bevor sich mein Ex wieder entfernte. Da hätte ich gerne Mäuschen gespielt, aber ich kann mir schon denken, worum es sich handelte. Ich wollte nur noch nachhause. Wollte ihn nicht mehr sehen. So nah und doch so fern. Ich ertrug es nicht mehr. Schließlich stand ich auf, verabschiedete mich und ging. Weg von meinem Ex. Vergessen, vergessen, vergessen. Zuhause legte ich mich sofort ins Bett und schlief erstmal 19 Stunden am Stück. Ich wollte mich nicht mit den Gedanken beschäftigten, wenn ich aufwachte. Zwang mich zum Schlaf


 Und heute frage ich mich, wie ich diese Last loswerde. Was das alles mit mir gemacht hat, denn es darf nicht so sein. Womöglich werde ich meinen Ex demnächst nicht mehr einfach so über den Weg laufen, ich werde ihn nicht sehen. Selbst wenn wir uns sehen würden, wöllte ich mich nicht einmischen. Denn das Mädchen an ihm, ist verliebt in ihn und weiß wer ich bin. Sie hat uns auch an diesem Abend erwischt und ist danach urplötzlich verschwunden. Seitdem beobachtet sie mich. Halte deine Freunde bei dir, aber deine Feinde noch näher, nach diesem Motto. Ich mag sie nicht. Sie tut auf überfreundlich in meiner Nähe, grinst mich schräg an, aber wir beide wissen ganz genau, was in der Luft liegt. Wenn Blicke töten könnten. Als wäre ich eine Bedrohung. Sie unternimmt doch jedes Wochenende etwas mit ihm, ist ständig bei ihm, in seiner Nähe, nicht ich. Ich halte mich fern. Ich halte mich raus. Ich mach mich unsichtbar. Ich hatte schon überlegt, mich bei ihm zu melden, aber bitte, wie arm wäre das denn? Vorallem was sollte ich schreiben? "Hey..." Ne scheiße. "Hey, wir müssen reden" Ne, klingt wie bei einem Beziehungsdrama. Vorallem weiß ich ja auch gar nicht, ob ihm das recht ist. Ob ich dem schreibe. Ob es passt. "Hey, kennst du mich noch?" Wasn das fürn Scheiß. Klingt ja noch blöder. "Scheiße, was hast du verdammt nochmal gemacht?" Würd ich natürlich nie abschicken. Aber es passt. Eigentlich ist es ja auch nicht seine Last. Nur meine. Was kann er schon daran ändern? Kann man ja nichts gegen machen. "Es ist wohl besser so" Dann fragt er warum und darauf weiß ich selbst nicht mal ne Antwort. "Hey, wollte mal nachhören wie es dir geht" Haha. Noch blöder gehts nicht. Bestimmt geht es ihm total gut, hat ja da sein Ablenkungsmädchen. Mein Gott, fang ich schon wieder so an?! Ich vergess mich. Hat jemand ne Idee was man schreiben könnte? Sollte ich mich überhaupt melden? Ist es nicht besser, es einfach dabei zu belassen? Ach verdammt, ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Aber ich will das irgendwo geklärt haben. Was geklärt? Für mich fühlt es sich so an, als wär da etwas, was noch keinen Deckel hat. Dabei weiß ich ganz genau, es ist nichts mehr so wie es einmal war. Und das wird es auch nie sein, egal wie sehr wir uns etwas wünschen. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Mit diesen Gedanken gehe ich in die Heia, und auch jeden weiteren Abend; wenn ich überhaupt schlafen kann und mich nicht wieder vor den Träumen fürchte.

The End.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Irgendwann gibst du einfach auf.


Worte können verletzen. Manchmal sieht man gar nicht wie sehr. Als ich an diesem Tag erkennen musste, dass einige Menschen mich nicht respektieren als Mensch, sondern nur als Sexspielzeug, weiß nicht, hat es irgendwas mit mir gemacht. Vorallem die Worte; "Hast du eigentlich schon einen Neuen zum schlafen? Ich hätte gerne noch eine oder mehrere Nächte mit dir" waren härter als gedacht. Man kann sich leicht in Menschen täuschen. Als würden sich alle nur dafür bei mir interessieren... Was ist es? Ich bin nicht schön. Nicht schön genug. Vielleicht war dies der Grund. An diesem Abend fühlte ich mich überall unwohl, doch ich hatte jemanden, der nicht nur darauf aus war mit mir zu schlafen, sondern mich an der Hand zu halten. Dennoch stürzte alles auf mich ein. Die Nacht getränkt im Alkoholrausch. Schnell noch zwei Lines gezogen, gar nicht meine Art. In den Armen eines Mannes, den ich kaum kenne, es aber nichts läuft. Darauf war ich bedacht. Die ganze Nacht durchgefeiert, einzelne Bilderstücke fehlen. Den Morgen nachhause gegangen. Und ich fühlte mich wie betäubt. Fragen tauchten auf. Eine wacklige Linie zwischen du-musst-dich-ändern und gib-dich-und-dein-leben-auf. Ein guter Freund sagte, er sieht das ich mich geändert habe, ich würde nix vorspielen. Dabei ist es das, was ich die ganze Zeit tue. Ich bin unendlich traurig und verstecke mich. Was bin ich? Ein Objekt? Mein Ich liegt mir zu Füßen, zerbrochen und innerlich verwirrt.

Ja, ich zerstöre mich. Klingt es egoistisch, wenn ich sage, ich kann nicht anders?

Montag, 23. Juli 2012

Wendepunkt.

Ich glaub, ich hab den größten Scheiß überhaupt an mir kleben. 
Hätte niemals sein dürfen. Aber jetzt muss sich was ändern.
Ich hoffe nur, ich halte durch.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Countdown. Zählt schonmal ab.

Sterben ist einfach.
Leben ist härter.
Warum das Einfache nehmen, wenn es auch härter geht?
Mehr Zerrissenheit, mehr Schmerz, mehr Qual.


Einsturzgefahr. Das Netz. Zum Teil. Der große Teil. Als hätte ich nicht schon genug anderes zu ertragen. Aber es macht mich fertig. Wenn du wirklich nur noch einen richtigen festen Halt hättest, und dieser dich plötzlich verlässt, was bist du dann? An meiner Stelle würde ich sagen, selbst Schuld. Warum bin ich auch so? Ich habe Angst. Kann ich es noch gerade biegen, oder nicht? Oder liegt es daran, dass sie es einfach nicht als normal sehen will? Als selbstverständlich. Heute Morgen erreichte mich eine Sms. Von meiner besten Freundin. Seit Anfang dieser Woche will ich nicht aufstehen. Ich bin zu müde um aufzustehen, obwohl ich sowieso soviel zu tun hätte. Gegen 12-13 Uhr zwinge ich mich dann aufzustehen. Doch heute wollte ich für den Rest des Tages einfach nicht mehr aufstehen."Oh Gott..ich glaubs nicht...weißt..lass dich von E. um den Finger wickeln, aber sei dir eins bewusst, dann ohne mich! Wie in alten Zeiten, was?"
Wenn sie sowas schon schreibt, ist es ernst. Und wenn ich zurückschreibe und sie nie zurückantwortet, dann ist es ernst hoch 3. Das passiert wenn es drei Frauen gibt, eine du, eine deine beste Freundin und eine, deine damalige beste Freundin, die nur an sich denkt.  Mir will sowieso keiner richtig zuhören. Ich brauche mich eigentlich nur vor mir selbst zu rechtfertigen. Ich habe jahrelang um die Freundschaft gekämpft, sonst wäre meine beste Freundin schon längst weg. Bringt es jetzt nochwas? Jeder Kampf den ich in die Hand nehme, hängt am seidenen Faden. Und am Ende verlier ich ihn. Ich bin schwach und habe niemanden. Niemanden, der kommt, wenn es mir schlecht geht. Niemanden, der merkt, das ich nicht böse gucke, sondern nur unendlich traurig. Niemanden, der einfach ernsthaft fragt wie ich mich fühle. Und niemanden, der andere Worte wählt als nur "wird schon, alles wird gut, lass den kopf nicht hängen, sei stark, du schaffst alles". Denn dann denke ich mir manchmal, okay, was sagt ihr, wenn ihr seht, ich bin nicht mehr da? War ich dann stark?`Habe ich es dann geschafft? 

Die Trauer frisst mich auf und die Depression fress' als Frühstück.


Dienstag, 17. Juli 2012

Fade away.

Gott verdammt, wie sehr man einen Menschen so viel vermissen kann,
obwohl dieser Mensch unmittelbar in der Nähe sein könnte.

emotional aufgewühlt

Ich kann alleine entscheiden, was ich will, wo ich auch will... aber will ich es dann tatsächlich? Oder ist es besser wenn es mir abgenommen wird? Wissen andere, in welche Gefahr ich mich begebe? Können sie es einschätzen? Was ich fühle, was ich will, wonach ich mich verzerre? Können sie es wissen, wenn ich selbst auf der Suche nach Antworten bin? Können Gefühle wieder auftauchen, auch wenn sie nur manipuliert sind? Können sie wieder abtauchen, wenn man sich nicht mit ihnen befasst? Ich habe mir die Pfoten verbrannt, als ich den Schritt gegangen bin. An was halte ich fest und warum kann ich nie richtig loslassen? Ist es okay, wenn ich nur als Puppe gelte, die man beim Spielen beiseite legt, wenn man keine Lust mehr hat und dann wiederkommt, wenn die Lust erneut zum Spielen da ist? Und weil die Puppe so einsam ist, kann sie sich auch nicht wehren. Sie ist um jedes kleine Stück Zuwendung dankbar. Aber auch nicht. Weil es nicht echt ist. Sie kann sich nicht losreißen, nicht die Wahrheit herausschreien, aus Angst, ganz alleine dazustehen. Ein Netz gesponnen aus Lügen & Sehnsucht, die sich langsam um die Brust legen. Zuschnüren, was noch vorhanden ist. Doch löst sich der Knoten, platzt und kracht das Netz in sich zusammen und nichts ist so wie es war.
Und mir wird langsam klar, wieviel Wahrheit in dem Satz "Erst wenn du alles verloren hast, bist du frei" steckt. Aber noch bin ich gefangen, in diesem Netz, aus dem es keinen guten Ausweg gibt. Ich weiß jetzt schon wie das Ende ausgeht. Eine Geschichte, ein Kapitel, das schon geschrieben ist. 

"Das ist so schön, das Bild. Da war ich noch schön"
"Das bist du immer noch"
"Aber es ist nichts mehr so wie es einmal war"
"Ich vermisse dich"


Sonntag, 15. Juli 2012

Shit.!

Ich hab Scheiße gebaut. Und das liegt nicht am Alkohol. Es hat eher etwas mit alten zerbrochenen Gefühlen zu tun. Auch wenn das Aussehen ein krasser Unterschied ist. Ich hab einfach Scheiße gebaut. Und an einen geklebt, der 10 Jahre älter als ich ist und der mich wiedersehen will. Was mach ich eigentlich? Der Samstagabend ist wirklich übel geworden. Ich weiß nicht wohin mit meinen Gedanken. Einfach mal meinen Ex geknutscht, okay. Und jetzt die ganze Nacht mit ihm am Sms schreiben. Passt. Da ist nichts. Aber irgendwas muss sein, weshalb ich mich gehen lassen hab. Und das liegt nicht am Vodka. Ich bin angetrunken und hab keine Ahnung was ich hier eigentlich treib....

Samstag, 14. Juli 2012

Zugriff verwehrt.


Träume sind etwas faszinierendes. Ich habe heute von meinem Suizidversuch geträumt und ich sah Menschen vor meinen Augen sterben. Sie haben irgendwas geschluckt und daraufhin spuckten sie Blut, bis das Leben schließlich aus ihren Körpern floss. Und ich tat dasselbe. Endlich ergab sich eine Chance. Doch nach einiger Zeit brach ich auf den Knien zusammen und spuckte auch Blut. Es hörte gar nicht mehr auf und ich dachte schon, ich kotz das ganze Blut aus meinem Körper herraus. Eine Lache bildete sich und ich hatte Angst. Würde ich mich die ganze Zeit nur mit den Schmerzen quälen oder wann kommt endlich das Ende? Mein Herz raste. Ich starb nicht. Auf irgendeine Weise war es bei mir nicht so einfach, als bei den anderen. Und das quälte mich auch. Es fühlte sich so real an! Bis irgendwo jemand rief, mit Alkohol sei es schneller. Ich schaute mich kurz darauf rasch um. Fand was ich suchte. Alkohol. Mir wurde auch in diesem Teil klar, dass man Tabletten schluckte. Ich schreckte meine Hand aus, fand Halt am Griff und wurde aufeinmal blockiert. Man ließ mich nicht. Man ließ mich nicht! Ich war so wütend. Schrie und schlug um mich. Dann wachte ich auf. Und denke noch jetzt drüber nach. Mir machts keine Angst. Ich suche nur nach einer Bedeutung und frag mich, wenn ich schon hier leben muss, warum kann ich nicht mal im Traum sterben?

Freitag, 13. Juli 2012

Angst bedrückt das Herz.

Es hat sich schon länger angebahnt. Der letzte Blick in den Spiegel bevor ich das Haus verlasse. Haare ok, Gesicht ok, Klamotten ok. Besser krieg ich es nicht hin. Ich drehe mich zur Seite, schaue nochmal in den Spiegel. Mein Blick ruht auf meinen Beinen. Sie sind breiter geworden, irgendwie. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, drehe mich zur Tür und verlasse das Haus. Doch die weiteren Male ist es genauso. Beim Umziehen, nach dem Duschen, beim Fertig machen, bei jedem Blick in den Spiegel bleibe ich mit den Augen an meinen Beinen hängen. Sie sind wirklich breiter geworden, denk ich mir. Bekomme leicht Panik. Was ist jetzt wahr und was nicht? Der Blick in den Spiegel zeigt mir eindeutiges was anderes, als mich auf Bildern. Und dann der Tag, als ich einkaufen war. Eigentlich wollte ich mir nur Kaffee kaufen. Dann fiel mein Blick auf die Muffins, auf die Chips, auf die Süßigkeiten. Alles mitgenommen. Doch moment... ich bleibe stehen. Schaue auf die Rückseite der Verpackungen. Lese mir alles durch und mir graut es. Die Vergangenheit lastet auf mir. Die Gedanken von damals kommen hoch. Eigentlich sollte ich jetzt alles wieder zurücklegen und stattdessen nur den Kaffee, etwas Gemüse und Obst kaufen. "Deine Beine sind sowieso schon fett geworden, was tun da schon ein, zwei Kilo mehr. Hässlich bleibste" Jo. Auf dem Rückweg denke ich angestrengt nach. Sage mir innerlich, dass die nächste Woche besser wird, besser werden soll und die Angst kriecht mir den Rücken hoch. So hat es auch damals angefangen.

Lass es krachen.



Was Liebeskummer alles anrichten kann. Nicht das es auf mich bezogen ist. Meine minderwertigen Herzenssorgen mal außen vor. Eine "Freundin" sehe ich zurzeit jeden Samstag durch die Arbeit und meistens laufen wir danach noch etwas durch die Straßen, bis sie nachhause fährt. Diese hat sich in einen vergebenen Mann verliebt und hat, oh wunder, einen Korb gekriegt. Dabei ist mir der Typ nicht mal ansatzweise sympathisch. Jetzt hat sie Liebeskummer und will sich besaufen. "Wollen wir uns am Samstag betrinken?", textete sie mich an. Ich bin kein Fan mehr von übermäßigen Mengen an Alkohol bis über die Grenze. Der Kater danach ist die Hölle. Normalerweise halten wir uns von Hochprozentigem fern. Zumindenst was mich betrifft. Diesmal aber will sie sich mit Vodka & Eistee besaufen. Das ist sonst nie der Fall. Und es beunruhigt mich. Für sie und für mich. Vodka vertrag ich nicht. Sie vielleicht schon, ich weiß es nicht. Aber ich trinke mit. Ich kann sie ja nicht alleine umkippen lassen. Wie gutherzig ich ja bin. Obwohl ich lieber etwas anderes haben wöllte... was mehr zerstört. Kann man nicht ändern, man kann ja nicht alles im Leben haben, was?

Donnerstag, 12. Juli 2012

Das Leben ist Aus.

"Jetzt tu doch endlich mal was!"

Ich hab mich die letzten Monate ziemlich schleifen lassen, das soll jetzt ein Ende haben. Ich hab Angst vor der Zukunft, nichts zu schaffen, wie Sie mir es immer alle früher vorhergesagt haben und vor der Zukunfts Konsequenzen. Jeden Tag, sei es Nachts, morgens um 6, wann auch immer, ich lerne mindestens 5 Stunden am Tag. 
Am liebsten mehr, aber es gibt ja noch viel mehr zu machen. Und das ist meine Entscheidung. Niemand verlangt es von mir. Wahrscheinlich mach ich mir selber soviel Druck. Oder ich renne einfach nur vor der Angst weg. 
Ich will mich auch nicht mit quälenden Gedanken abfinden, ich muss mich ablenken. 


Denn die Suizidgedanken sind zurückgekommen. Und nicht nur das. Alles kracht momentan auf mein leicht einstürzbares Kartenhaus. Ich mache nur Scheiße. Ich belüge meine Mitmenschen, belüge meine beste Freundin und riskiere so sie zu verlieren. Nach jeder Berührung, sei es eine öffentliche Tür, eine Ampel, Entsorgung einer abgelaufenen Tomate, oder selbst wenn mich jemand berührt, wenn ich es gerade nicht abhanden kann, ich muss mich waschen. Meinen Körper, meine Hände. Eiskaltes Wasser, das die Haut gefrieren lässt. 5 Minuten, 10 Minuten... bis es nicht mehr aufhört wehzutun. Ich bin krank im Kopf. Auch wenn ich jetzt versuche mich von Männern fernzuhalten, bin ich irgendwie merkwürdig. Ein Freund, mit dem ich nie etwas anfangen würde, und wo nur Freundschaft zählt, begegne ich eifersüchtig. Er fragt natürlich was plötzlich mit mir los ist. Vielleicht liegt es daran das er glücklich verliebt ist und ich unglücklich. Bin ich das überhaupt? Nichtmal das weiß ich. Ich suche gezielt nach einer Art Nähe. Aber eigentlich will ich mich doch jetzt von ihr fernhalten? Vielleicht will ich einfach nur für jemanden wichtig sein, egal wieviel Scheiße ich baue. Einfach macht es auch nicht gerade, dass mir der Kerl wieder hinterherrennt, von dem ich dachte, der verletzt mich. Und der mich leider weich werden lässt. Aber diesmal nicht, diesmal nicht! Ich bin kein Spielzeug oder keine lebende Puppe. Ich lebe, ich bin auch ein Mensch mit schwindenen Gefühlen! Aber vielleicht, vielleicht gefriere ich langsam. Lasse mich von unbekannten Seiten steuern und vegetiere vor mir her. Ich versuche alles zu tun, damit ichs schaffe, aber widerrum versuche ich alles zu zerstören. Mich zu zerstören. 
Und verdammt! Ich frage mich, was davon bin ich?

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Außerdem fühle ich mich nicht mehr sicher hier zu schreiben. Es könnte ja jemand draufstoßen, durch meine eigene Dummheit. 
Ich muss mir diesbezüglich etwas überlegen.

Sonntag, 8. Juli 2012

Kopfschmerzen. Sie tauchen wieder auf. Als würde mein Schädel vor lauter Druck zusammenschmettern, als würde er mit all den Gedanken explodieren. Die Tabletten wirken nicht, egal wieviele ich nehme. Kann sein das ich weiß woran das liegt. Aber whatever. Ich bin emotionaler geworden. Bei jedem Film im Fernsehen, sei es Drama, Thriller, Komödie, alle Genren, wenn irgendwas passiert, sei es traurig oder sehr schön, könnte ich sofort auf der Stelle weinen. Das passiert sonst nie und ich hab keinen blassen Schimmer, woher das so plötzlich kommen soll.

Eins weiß ich genau:
Ich bin leer, weiß nix mit mir anzufangen und 
würde am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen. 
Niemanden an mich ranlassen und mal wieder einfach nur abkratzen.

Et voila.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Stille.


Ich bin gelähmt vor Angst & Panik. Dennoch bleiben die Träume. Die Gedanken, die Erinnerung. Die Wut. Der Hass. Ich gehöre mir selbst nicht. Nicht mal meine Gedanken gehören mir. Was ist an mir noch ich und nicht ferngesteuert? Was kann noch mir gehören, wenn alles an mir anderen gehört? Meine Entscheidungen? Belanglos. Die einzige Macht die mir noch bleibt ist Leben oder Sterben. Aber das ist es nicht, was mich reizt. Macht, nein. Die hatte ich noch nie. Ich kann mich selbst bestrafen, ich kann Schmerzen auf irgendeine Art und Weise lieben, wenn die Wut und der Hass mich treiben. Hass und Liebe, eine so schmale Linie. Nichts gehört mir. Was sie mir lassen, ist der Schmerz. Man fängt irgendwann an, das zu lieben, was einem noch von einem selbst übrig bleibt. Jeder Tag fühlt sich so an, als müsste ich meine Hand in ein Wespennest halten, als würde ich jeden Tag Millionen von schmerzhaften Stichen abbekommen. Kein Tag vergeht, ohne das mir die Trauer die Lunge verklebt. Ist nicht die ganze Welt einsturzgefährdet? Alles, von dem was man heute noch denkt, es würde für immer dauern, kann morgen zusammenkrachen....