Sonntag, 25. November 2012

Einmal egoistisch sein, nur an mich denken. Einmal selbstbewusst auftreten und sich dabei sicher fühlen. Einmal den ganzen bekloppten Menschen da draußen den Mittelfinger zeigen. Einmal selber Entscheidungen treffen, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber anderen zu haben. Einmal riskieren zu leben. Mich durch die Nacht tanzen, mich zu drehen, mich zu bewegen, die Flut der Lichter auf mich wirken lassen, den Rausch fühlen, jede Nacht. Frei durch die Lungen atmen zu können, den Zigarettenqualm vergessen. Die Welt herum ausschalten. Licht aus. Vorhang auf. Musik an. Mein Auftritt ist da.  
Scheiß auf den Rest der Welt!

Freitag, 23. November 2012

Liebeskäfig.

Das mit der Selbstbeherrschung hat sich somit wohl erledigt. Die Kontrolle über mich selbst auch. Ich verliere mich völlig. Ich lasse mich völlig schleifen. Es ist verdammt anstrengend mit mir selbst zu kämpfen. In diesen Tagen könnte ich mich aufgeben. Wiedermal taucht das Vergangenheits-Mädchen in mir auf und redet mir ein, davonzulaufen. Vor all den Verpflichtungen, vor der Zukunft, vor den kleinen Problemchen, vor allem. Ich muss sagen, sie hat es fast geschafft die Kontrolle wieder zu übernehmen. Fast. Weil ich immernoch gegen sie ankämpfe. Seit Mittwoch ist sowieso alles im Eimer. 

An diesem Tag, um kurz vor 6 Uhr abends, weinte ich. Ununterbrochen. Kurz hatte ich mich beruhigt, liefen die Tränen erneut. Meinem Freund vertraute ich mich an, seitdem hängt der Segen sowieso schief. In dieser Nacht schlief ich sehr schlecht. War am nächsten Tag schon um 8 Uhr auf den Beinen. Nichtsdestotrotz schleppte ich mich mittags zum Zug, nur um dann später doch zu schwänzen. Der Tag war völlig für die Katz', als mir mein Freund abends eine Eifersuchtsszene aufs Parkett legte und versucht war, alles hinzuschmeißen. Sehr schön. Ich verlangte mitten im Streit meine Klingen zurück, - war sowieso alles verloren. Er schmiss sie mir vor die Nase, nur um sie später an die Wand zu klatschen. Machte mir deutlich klar, dass wenn sowas nochmal passiert, er keinen Sinn in dieser Beziehung sieht. Oder er zu allen, darunter meiner Mutter, rennt, nur um wissen zu wollen, warum es für mich keinen Therapieplatz gibt. (Ohja, das Thema gibt es mittlerweile auch und ich bin nicht begeistert). Später haben wir uns doch wieder versöhnt, weil ich über meinen Schatten gesprungen bin. Ich habe mich dann entschuldigt, dass ich hätte nicht so übertreiben sollen. Und das es für mich einfach schwer ist, dass er drüber Bescheid weiß, ich mit ihm darüber rede, und ich echt zu kämpfen habe. Einerseits wollte ich die Klingen wiederhaben, andrerseits wollte ich, dass er sie einfach nur wegwirft. Weg von mir. Das Ding.... er wollte, dass ich sie selbst wegwerfe auf dem Heimweg. In einem unbeobachteten Moment (den es ziemlich selten gibt) griff ich nach einer Klinge, zog sie raus und steckte sie schnell in meine Tasche. Warf die restlichen unter seinen Adleraugen in den Mülleimer. Er wollte wirklich, dass ich das von mir aus tue und nicht er. Klar, fühle ich mich schlecht deswegen, aber..... ein klein wenig Sicherheit brauch auch ich. Die ganze letzte Woche hatte ich Panikgefühle, weil ich einfach keine hatte. Aber widerrum dachte, eyy, du schaffst das davon loszukommen. So schwer kann das nicht sein. Täuschung ist so leicht. 


Auch wenn es nicht immer leicht zwischen uns ist. Auch wenn es ziemlich viele Differenzen gibt. Auch wenn ich ein wenig eingeschränkt lebe. Auch wenn ich manchmal unter Druck gesetzt werde. Ich bin ihm schon dankbar, dass er wirklich für mich da sein will. Er war letztens ganz in Sorge. "Soll ich kommen?? Ich steige jetzt sofort ins Auto, hole dich ab, und fahren einfach durch die Nacht. Oder machen irgendwas anderes." Und das um 2 Uhr nachts. Er würde wirklich alles stehen und liegen lassen. Aber das ist es nicht. Es ist irgendwas anderes. Vielleicht muss er auch etwas ändern, genau wie ich. Ich frage mich, wielange halte ich das aus? Wielange will er mich bevormunden? Jedesmal wenn ich "rumzicke", sagt er, er möchte doch nur das Beste für mich. Am Wochenende bin ich bei ihm. Eigentlich wollte ich am Sonntag einen Freund besuchen, der in der Nähe von ihm wohnt, aber das lass ich wohl lieber. Denn er will nicht, dass ich ihn treffe, denn genau wegen diesem Freund, kam diese Eifersuchtsszene.

Wisst ihr was?
Ich bin gefangen.


Freitag, 16. November 2012

Ich hab den Blog in letzter Zeit vernachlässigt. Aber ich fand einfach keine Zeit, weil mich soviele andere Dinge beschäftigt haben. Es ist nicht gerade einfach. Vorallem die Beziehung mit meinem Freund ist eine Achterbahn. Meine beste Freundin hat vermutlich vor ein paar Tagen diese gerettet. Sie konnte es nicht akzeptieren, dass er mich dort alleine lässt, mir nicht hinterherläuft, einfach gehen will und sie ist ihm dann, wie eine Rakete, hinterhergelaufen. Hat meine Depressionen erwähnt und als wär das nicht schlimm genug, da er sich sowieso immer wegen der kleinsten Sache Sorgen um mich macht, kommt er seit ein paar Wochen damit an, mit mir nächstes Jahr zusammenziehen zu wollen. Dafür bin ich einfach noch nicht bereit. Er war dann sehr wütend, als ich gesagt habe, dass ich nicht zu ihm ziehen werde. Nur weil er mit seinen Ex-Freundinnen zusammengewohnt hat, muss das mit mir auch nicht sofort passieren. Vorallem hab ich das Gefühl, er kann mich dann besser kontrollieren.

Ach, das ist einfach alles etwas kompliziert. Dadurch das er sieben Jahre älter ist, möchte er auch, dass ich auf ihn höre. Als würde das Alter eine Rolle spielen. Manchmal fühle ich mich ziemlich unterworfen. Das gefällt mir gar nicht. Über das jetzige Wochenende ist er wieder die ganze Zeit bei mir. Wir sehen uns wirklich fast 24/7 die Woche und er bekommt nicht genug davon, währendessen ich mich langsam eingeengt fühle. Ich hab kaum mehr Zeit für mich, so hatte ich auch keine Zeit zum bloggen. Ich hoffe, dass es in nächster Zeit etwas besser wird, was ich momentan noch bezweifle. Vielleicht versuche ich mich ab morgen etwas ranzutasten, dass ich mehr Zeit für mich brauche. Mehr Freiraum. Sonst dreh ich durch....

Sonntag, 4. November 2012

Es gibt keinen einzigen Weg, um einer Enttäuschung zu umgehen. Es gibt keinen Beweis dafür, ob der Mensch vor dir gerade die Wahrheit sagt, oder doch lügt. Du hast keinen handfesten Beweis dafür. Du musst den Worten aus dem Mund des Anderen glauben. Aber ist Glauben gleichberechtigt mit einem Beweis? Du brauchst Vertrauen. Menschen sind gute Schauspieler. Selbst wenn sie meinen, die Wahrheit zu sagen, kann es eine Lüge sein. Aber ohne Glauben und Vertrauen bist du kalt. Kannst dich nicht fallen lassen. Kannst keine Liebe empfangen und gut weitergeben. Auf jedem Wege lauert eine Enttäuschung. Ob du nun vertraust, oder zugefroren bist. Es gibt keine Möglichkeit zu entkommen. Und das ist mein Problem. 


Ich muss mir nicht nur von meinem Freund anhören, dass ich zugefroren bin, nein, ich hör nun auch von anderen, das ich kalt und herzlos wirke. Bin ich das wirklich? Bin ich im Inneren schon so tot? Mein Freund wünscht sich mehr Zuneigung von mir. Ich gebe mir Mühe, doch jedesmal wenn ich wieder höre, dass ich einfach nur aus Eis bin, trifft es mich vollkommen unerwartet hart. Wann bin ich zugefroren und nicht mehr aufgetaut? Wann war der entscheidene Moment? Ich kann nicht mal mehr richtig weinen, habe eine Leichenblässe, dunkle Haare, der Körper kalt wie Schnee und wirke so gut wie tot. 
Willkommen in meinem Leben.

Freitag, 2. November 2012

Eisklotz.

Furchtbares Ende des Tages. Wir hatten uns circa vier Stunden in den Haaren. Ich bin ein Eisklotz, sagt er und das sage ich auch. Ich verletze ihn, sagt er. Er wollte mich rausschmeißen, ich war drauf und dran zu gehen. Er hielt mich fest. Versuchte mit mir zu reden. Ich bin das Problem. Du machst dich zum Problem, sagt er. Ich bin ein Produktionsfehler. Bitte um Reklame. Er verlangte meine Klingen. Sofort. Nach langem Zögern gab ich sie ihm. Warum, fragte ich. Das bedarf keine Antwort, antwortete er. Und als er mir unterstellte, welche noch hinausgenommen zu haben aus der Packung, oder Zuhause noch welche sind, ich dies verneinte, jedoch sagte, man könne einfach in den Laden gehen, sagte er, dass mir wohl klar wäre, dass er mir diese dann erneut wegnehmen würde. Oder vor ihm verstecken müsste. Ich muss doch auf dich aufpassen, meinte er. Ist es das wert, frage ich mich.