Anfänge zu finden ist niemals leicht. Ich habe meinen Anfang gesucht.
Einen Schritt nach vorn gewagt, aber es doch lieber sein lassen.
Ich habe lange nichts mehr auf meinem Blog geschrieben, hab irgendwie versucht, loszulassen. Ich habe versucht den ganzen Scheiß zurückzulassen. Hat es funktioniert? Ich glaube nicht. Irgendwas bleibt immer in einem drin. Egal wie viel Zeit vergeht. Auch die momentan Situation hat sich nicht verändert. Nichts. Es wird alles nur beschissener. Ich habe keinen, um zu reden. Mein Freund steckt in seiner eigenen trostlosen Lage, die ihn mehr beschäftigt, als alles andere. Meiner besten Freundin(?) geht es abgrundtief schlecht. So sehr, dass sie sich angefangen hat zu schneiden. Ich weiß nicht, wie damit umzugehen. Denn bei ihr merkt man deutlich, es ist ein Hilfeschrei. Sie versteckt ihre Schnitte nicht. Sie läuft nachts auch nur in einem 3/4 Shirt rum. Der Kontakt zu ihr wird brüchiger. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann, ohne selber rückfällig zu werden. Sie sucht sich andere Menschen, die für sie da sind. Es verletzt mich, weil ich nur sie noch als Freundin habe, aber ich kann es auch nachvollziehen. Ich bin allein.
Außerdem bin ich mittlerweile Tante von einem kleinen Jungen geworden. Aber dort kriselt es auch nur noch. In meiner Familie kriselt es an allen Ecken und Kanten. Für mich ist da kaum Platz.
Ich hätte gerne einen Ort für mich. Einen Platz für mich in dieser Welt, an dem ich mich fallen lassen kann. An dem ich Halt finde. An dem ich sein kann, wie ich gerade sein möchte. Mich irgendwie entfalten kann. Die Last abfällt und ich mir keine Gedanken um irgendwas machen muss. Das wär schön.