Samstag, 30. Juni 2012

Rosen sind rot. Mein Blut ist es auch. Meine Hände sind es auch.

Ich stehe an der Kasse. Die Schlange ist lang. Vor mir steht ein junger Mann, hinter mir ein Älterer. Ich muss einen Schritt nach vorne gehen, der Ältere macht auch einen Schritt vorwärts. Ich sehe die unsichtbaren Hände die nach mir greifen. Von vorne und von hinten. Ich will raus. Weg von dort. Sie sind mir zu nah. Brauche frische Luft. Will nachhause, muss mich duschen, fühl mich dreckig. Dreckig von dieser Nähe. 

So geht es seit Wochen. Ich muss alles waschen. Muss mich lange waschen. Brauche Abstand von männlicher Nähe. Wird mir alles zuviel. Manche checken es nicht. Ich brauche Zeit um mich zu regenerieren. Ob es eine Art Schutzschild ist, hab ich auch schon versucht rauszufinden. Habe einige Abende einfach gegen diese Angst angekämpft. Aber es geht nicht. Ich fühle mich so schrecklich dabei. Könnte mich jede Minute unter die Dusche stellen, aber das Gefühl geht trotzdem nicht weg. Ich habe Angst, soviel Angst davor. Manche denken, ach, das geht vorbei, ich versuchs' weiter. Aber so braucht es nur noch länger. Noch schwerer auszubrechen, wenn ich weiß, es ist etwas gedämpft, dass es gleich darauf wieder losgeht. Ich muss jetzt an mich denken, bevor ich ganz zusammensacke. Das ist mein Endpunkt.

Zweifel.


Ich glaub, ich schaff das alles nicht mehr.

"Selbst Schuld"
Tag für Tag bekomm ich es zu hören. 
Sei es auch nur just for fun. Sei es weil ich naiv bin. Sei es weil ich einen Fehler gemacht hab.
Es geht mir nah. Und niemand(!) hat das Recht das zu sagen! Nur ich selbst.

 

Dienstag, 19. Juni 2012

Eisklotz.

Oh mein Gott, was ist nur verkehrt mit mir? Mein Herz ist an andere vergeben und ich ziehe mich zu denjenigen, die mir das geben, zumindenst für den Anfang, was mir momentan fehlt. Einfach ein bisschen Halt, ein bisschen Liebe, ein bisschen Sicherheit. Und diese Personen machen sich soviele Hoffnungen, interpretieren soviel hinein, finden mich unglaublich toll, dabei bin ich die verlogenste Person die es überhaupt gibt. Ein paar Blicke dort, ein paar Sätze da, ein bisschen Geflirte hier und ich bin immernoch nicht irgendwo richtig angekommen. Ich befinde mich auf einer Reise, die nicht wirklich fair ist. Aber was ist schon fair? War irgendjemand fair zu mir? Nein. Bin ich dann wie alle anderen? Aber mal ehrlich.... irgendwann gefriert man einfach zu Eis. Dann taut man langsam wieder auf, wegen etwas, was das Herz erwärmen lässt und ruckzuck passiert ein Ereignis, dass einen tiefer gefrieren lässt als zuvor. Irgendwann macht man einfach dicht. Zu. Zugefroren. & sieht nur noch alles schwarz/weiß. Pessimistisch. Misstrauisch. Worte sind leere Worte. Die Augen sagen das, was wirklich zählt. Aber es gibt Menschen, die selbst ihre Augen schließen, und die Wahrheit niemals ans Licht kommt. Was für eine Chance hat man? Was für eine Chance haben wir?

Donnerstag, 14. Juni 2012

Erneutes Chaos.


Ich habe mich gerade umentschieden, dass ich doch nicht mehr an einen Kerl gebunden bin. Theoretisch kann ich dann wieder mit anderen meinen Spaß haben. Ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Aber ich fühl mich so allein gelassen. So verdammt allein gelassen! Am Dienstag noch n' schönen Kreislaufkollaps in der Schule gehabt, nice. Mir ist morgens und abends so derpst übel. Ich könnte all' das Essen hochreihern. So schlecht ist mir. Zweimal ins Bett hüpfen - und weg. Auch nice. Und ich werde mit meinen Wahnvorstellungen zurückgelassen. Paranoid wie ich bin hab ich seitdem Alpträume bis zum geht nicht mehr. Montag auf Dienstag Nacht war es besonders schlimm. In knapp eineinhalb Wochen habe ich ne' Woche sturmfrei. Dann hält mich nichts mehr auf. Gestern bin ich aufgewacht, mit Tränen in den Augen, und lag daraufhin den ganzen Tag nur im Bett, so kaputt. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Alles läuft mir aus den Rudern. Ich muss mir meinen letzten Anker zurückholen. Auch wenn es mich zerstört - scheißegal.

Montag, 11. Juni 2012

Am Ende ist alles gut.

Wenn am Ende alles gut sein muss, könnte, sollte... muss es doch aber auch einen Anfang geben. Und was ist, wenn man immer drumrum rennnt? Um diesen einen Anfang? Man scheut sich vor, weil die Angst einfach größer ist. Und ja, womöglich auch vor allem Neuen. Man klammert sich an Altes, weil es einfach schon zu gewohnt ist. Man fühlt sich auch irgendwie sehr wohl, auch wenn es die Hölle ist. Ist man deswegen gleich ein schlechter Mensch? Wenn man es gewohnt ist, nur davonzulaufen, wie so häufig, einfach ein unglaublicher Feigling ist, weil die Ohnmacht nach der Angst lähmt? Braucht man vielleicht irgendwas, um den Mut auf Vordermann zu bringen? Wie ein Auto das nicht anspringen will? Das einfach abwürgt. Ich weiß nicht was ich will und was ich brauche. Was mich glücklich macht und mir Freude bereitet, abgesehen von einem Schoko-Cupcake am Morgen. Einfach auf Dauer, oder zumindenst für eine Weile. Wer kämpft, kann gewinnen, aber auch verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wenn man schon verloren hat, bringt es noch etwas, zu kämpfen?

Montag, 4. Juni 2012

Ich schaff es.... irgendwie...

Heute war wirklich kein guter Tag. "Du bist so aggressiv heute Abend", "Tja, aber anscheinend musst du es schaffen", ja klar. Das sagte mir vorhin meine Mutter. Nachdem ich ihr erzählt habe, wieviel Druck von wegen Zukunft auf mir lastet. Ich muss immer alles schaffen. Und immer musste ich alles alleine schaffen. Wenn ich das nicht anders gelernt habe, wundert es mich nicht, dass ich in anderen Sachen keine Hilfe annehmen kann und will. Klar, schaff ich alles irgendwie. Klar, ich habs ja auch geschafft Tag für Tag zu überleben, nach der ganzen Scheiße die abgelaufen ist. Am Anfang verspricht sie immer soviel. Sie würde mir in sovielen alltäglichen Dingen helfen. Aber was ist ihr dann wichtiger? Ihr Laptop, die tausend Tassen an Wein, und ihre Filme, die sie anschaut. Aber am Ende steh ich da, allein. So wird es immer sein. Und ich muss alles schaffen. Aber das ich mich manchmal auf den Boden schmeißen könnte, vor soviel Druck & Last, das ich manchmal Stunden durchweinen könnte, aber es nicht tue, ist scheiß egal. Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Und jetzt sitze ich hier vor meinem Laptop, schreibe diesen Text und kämpfe mit den Tränen.

Das ich mir bei einmal Sex den ich hatte, mir wieder vorkomm wie vor 3 Jahren, ist auch egal. Ich werd das einfach nicht los. Am besten, ich mach alles nur noch mit mir alleine aus, ich erzähle rein gar nichts mehr, wem auch immer, erzähle auch nicht von meinen Tagen, Wochen, Monaten. Saug alles in mir auf. Schließe die Tür zu. Es ist ja egal! Wichtig ist nur, dass ich alles schaffe. Egal wie, egal in welcher Verfassung, egal, egal, egal, egal. 
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Und Mister Arschloch & Herzensbrecher versucht es noch weiter.
Heute klebte der förmlich an meinem Arsch. Ständig. Versuchte mit mir zu flirten, berührte mich "ausversehen", jaja. Ich zeigte mich natürlich von meiner frechen Seite. Wo Männer meistens ziemlich empfindlich sind. Jedenfalls fragte mich Mister Herzensbrecher, ob wir denn nicht mal wieder zusammen chillen könnten. Nur versteht er unter Chillen etwas ganz anderes. Piefen & sniefen. Da kann sich jetzt jeder selbst was bei denken. Er weiß, wie unfähig ich dann sein kann. Und er wird das Arschloch sein. Er weiß, was ich brauche und sieht das als seine Chance, egal ob ich einen Freund hab oder nicht (wobei das auch wieder ein andres' Thema ist) Und das ist meine Schwäche. Nun denn... er bohrte weiter. Ich sagte, wenn er abgenommen habe, können wir "chillen". Autsch! Das hat gesessen :D Ich bekam sanft eine rübergehauen dafür. Das lässt dem nämlich keine Ruhe. Und das ist meine Waffe. Ich meine, er ist nicht wirklich nicht dick. Eben normal wie ein Mann. Jedoch hat er so seine Komplexe und das kann ich ausnutzen, hihi. Ein wenig später kam er wieder auf mich zugelaufen und fragte nocheinmal, ob wir das jetzt irgendwann machen könnten. "Du kannst dich ja bei mir melden", rief ich ihm zu. "Machst du nämlich sowieso nicht" Was er darauf gesagt hat, hab ich nicht mehr verstanden. Ich mein, jaaaa... ich hätte demnächst in zwei Wochen fürn' paar Tage sturmfrei... und sniefen könnt ich gebrauchen. Aber das wär ein sehr großer Fehler. Nicht, das was passieren könnte. Das aufkeinenfall. Eher .... ach ich weiß auch nicht.
Bei ihm kann ich mich eben ausheulen, mit ihm reden, er sagt zwar nicht viel, aber er hält mich. Teilweise. Ob er mich dann als blöde Depritante sieht, sich innerlich lustig drüber macht, oder was weiß ich.... weiß ich nicht.  Aber er denkt anscheinend, er kann mit mir machen was er will. Er kann mich erniedrigen, er kann mich demütigen, er kann mich verletzen, er kann so richtig arschig sein, wie es die Arschlöcher heutzutage sind, er kann mit mir spielen, er kann machen, das ich mich dreckig und benutzt fühle... er hat dazu all die Macht.
Das beschäftigt mich.

Samstag, 2. Juni 2012

Gedankenkotze.


Mir ist schlecht. Habe ich zuviel gegessen? Dabei habe ich heute kaum etwas zu mir genommen, im Gegensatz zu anderen Tagen. Schon heute Morgen war mir schlecht. Ich könnte wortwörtlich kotzen, so schlecht ist mir. Ich bin müde, aber ich will nicht schlafen, vermutlich kann ich auch gar nicht schlafen. Da sind wieder diese Träume. Diese Ängste, etwas könne' sich wiederholen. Und ich fühl mich einsam. Wer denkt schon an mich, flüstern meine Gedanken. Seit langem habe ich einen so heftigen Schneidedruck. Mir tief ins Fleisch zu schneiden, mich irgendwo wieder zufrieden fühlen. Was ist schon dabei, nur ein wenig zu bluten. Ich muss betäubt sein. Durch irgendwas, ist egal. Ich brauche zuckerähnliche Watte um meine Gedanken zu stoppen. Nur man selbst kann etwas an seinen Zustand ändern. Ich befinde mich in einem Teufelskreis. 

Versuche die Trümmerteile des eingestürzten Hauses wieder zusammenzukleben, anstatt mit einem Neuem anzufangen. Es ist viel einfacher sich an Altes zu klammern, viel einfacher nicht loszulassen. Viel schwerer den gewohnten Gang loszulassen. Zu ändern. Irgendetwas entscheidenes muss passieren, aber selbst dann... würd ich wahrscheinlich genau da stehen, wo ich jetzt stehe. Es bringt nichts. Es bringt nichts darüber zu schreiben oder zu sprechen. Die Trauer verblasst nicht, auch nicht mit der Zeit. Wer sagt, Zeit heilt alle Wunden, der lügt. Man überlebt nur. Lebt mit den Wunden, fängt an, eine Strategie zu entwickeln, um die Schmerzen zu umgehen. Ich bin seit ewig auf der Suche nach einer Lösung, doch bin ich selbst das Problem, stecke zu tief darin. In meinem eigenen selbst erbauten Teufelskreis. Zurecht, frage ich mich?

Freitag, 1. Juni 2012

Ich bin krank, weil ich leben will.

Pure Verzweiflung. Ich verliebe mich mehr und mehr in diesen Einen. Und ich kann es nicht aufhalten. Irgendwie macht es mich jetzt schon fertig. An einigen Tagen kommt fast nichts von ihm, aber vielleicht ist das einfach normal, bei allen was er zu tun hat. Aber ich bin ja manchmal so eine anhängliche Seele. Ich brauche das. Manchmal aber wird es mir auch zuviel. Da brauch ich Abstand. Es ist zum verzweifeln. Ich meine, wenn er bei mir ist, ist alles supertoll und ich vergesse all' meine Sorgen. Aber wenn er dann geht, vermiss' ich ihn. Und dadurch das wir jetzt auch schon etwas weiter gegangen sind... bin ich misstrauischer denn je. Ach, an manchen Tagen bin ich so glücklich, aber dann stürze ich wieder ab. Wie gut, dass es noch Arschloch von vor paar Monaten gibt, der nicht aufgibt, versucht zu flirten und mich rumzukriegen, ich mich aber außer Blicken & Sprüchen nicht weichkochen lasse. Ich weiß nicht, es klingt sowas von fies, aber ich brauche das Gefühl...

Am Dienstag habe ich durch eine Zufallssendung ne' Stunde durchgeheult und konnt nicht mehr aufhören. Es kam alles hoch, von damals. Aber darüber reden hilft nicht, es ändert sich nämlich nichts. Selbst wenn ich eine Therapie deswegen mach, müsste ich darüber reden und mir selbst verzeihen, aber das kann ich nicht. Niemals. Ich nehme diesen Schmerz und diese Schuld mit ins Grab. Ich hab Einbildungen. Ich fühle mich verloren & schwach. Und ich bin krank. Es macht mich krank, dass dieses Arschloch über alles Bescheid weiß und in den, bei dem ich das Gefühl habe mit rosaroten Flügeln zu fliegen, weiß gar nichts darüber. Vielleicht ist das auch ein Problem. Vielleicht bin ich auch das Problem. Das ich einfach keine vernünftigen zwischenmenschliche Beziehungen führen kann, aber mich dennoch nach ein bisschen Halt sehne. Und das weiß Arschloch und nutzt das aus. Ich befinde mich in einer Zwickmühle, fühle mich so grausam. Bin ich nicht ein schlechter Mensch? Auf der Suche nach einem Menschen der mich mal auffängt, weil mich die Kraft Stück für Stück verlässt?


Das nennt man emotinale Manipulation.