Mittwoch, 25. April 2012

Chaos, pur.

Ich finde kaum mehr Zeit. Irgendwas beschäftigt mich zurzeit immer. Morgen kommt meine Beste von früh morgens bis abends zu mir und wir verbringen den Tag zusammen. Nach Monaten sehen wir uns endlich mal wieder, haben beide endlich einen freien Tag. Wir werden wahrscheinlich ganz viel Mädelskram bequatschen, n' Sekt köpfen und ich kann mir vielleicht auch wieder ein paar Vorwürfe ihrerseits reinziehen. Am Wochenende bin ich alle Tage bei einer Freundin aus der Schule. Ich werde wahrscheinlich erst die Woche darauf Zeit finden. Fürs Lernen habe ich auch keinen Kopf. Ich bin viel zu viel mit mir beschäftigt. Denke über mich und mein Leben nach. Ich komm nicht voran. Raste auf einer Stelle und kann mich nicht bewegen. Die Sache mit Ihm gibt es natürlich noch immer. Hört auch nicht auf. Wundert einen nicht mehr. Mein Körper interessiert ihn, nicht mehr, nicht weniger. Ich verletze mich kaum noch selbst, es staut sich vorerst alles wieder an, bis es irgendwann platzt; falle ins alte Muster. Alkohol und Drogen bestimmen meinen Alltag. Nicht nur dieses "Ach, einmal alle paar Wochen", neee.... Ich verliere gänzlich die Kontrolle über mich. Ich brauche eine Pause, von allem... 

Samstag, 21. April 2012

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Ich fühl mich ja langsam... wie eine.. naja. Gestern lag ich noch in den Armen von ihm und seine Lippen berührten meine (ich weiß, wieder ein großer Fehler). Und heute war dieser eine andere da, lag auch in seinen Armen und küsste ihn. Gestern der, und heute der. Dabei will dieser eine Andere wahrscheinlich wirklich etwas von mir. Aber ich will mich nicht binden, ich hab Angst davor. Ich fühl mich so richtig scheiße. Obwohl mir gestern und heute so gut getan hat. Ich komm mir wie eine ****** vor, und das bin ich wohl auch.

Zerbrechliche Puppe.

 Was eine Wendung des Tages. Nach der Schule war ich noch bis vor ein paar Stunden unterwegs. Mit ihm, okay. Und seinen Freunden, die ich ja auch jeden Tag in der Schule seh. Wir gingen also irgendwann in den Mäcces. Sie bestellten sich etwas. Ich nicht. Denn ich mag es nicht, wenn man mich beim Essen beobachtet, obwohl ich noch nichts gegessen hatte. Ich würde Zuhause essen. Er fragte mich zwar, ob ich was haben wöllte, doch ich verneinte. Wir setzten uns nach oben und dort fragte er mich ein zweites Mal. Sein Kumpel fasselte etwas von, dass er nicht fragen, sondern einfach machen sollte. Er ging weg. 
Mich beschlich ein ungutes Gefühl. 

Nach einer halben Ewigkeit kam er mit einer kleinen Pommes & drei Burgern wieder, stellte es vor mich hin und meinte, ich solle essen. Witzig. Ich gab mich geschlagen, denn ich wusste, er würde keine Ruhe geben und zeigte auf die Pommes. "Nur die?", fragte er ungläubig. Natürlich, was denkst du denn! "Du kleines magersüchtiges Etwas" Wie bitte? Was? Glaubte er immernoch, ich sei magersüchtig? Ich dachte, dass hätten wir geklärt. Als wir alle fertig waren, hielt er mir seine Cola hin und ich schüttelte den Kopf. "Nenn mir einen Grund warum nicht" Ehm hallo, ich hab einfach keinen Durst? "Ne, du trinkst ja nur Wasser, neh?", fragte er und ich sagte ja. Bevor ich begriff, worauf er hinauswollte, war es natürlich schon zuspät. Ich rief hastig noch ein "Nein" hinterher. Ich glaubs nicht. Was war das denn jetzt? Das wird mich noch ewig verfolgen. Sagte nicht noch am Montag eine Freundin zu mir, ich hätte zugenommen? Was ja eigentlich recht gut wäre. Eigentlich. Ich find mich so wie ich bin richtig. Und trotzdem denken alle, ich sei magersüchtig. Hallo! Und als es ums Kiffen ging, sagte der andere da; "Sie raucht aber nicht mit. Ich hab Angst das sie noch umkippt oder so" Ich wollte sowieso nicht mitrauchen. Ich habs langsam gestrichen satt -.- Ich bin nicht magersüchtig, man! Ich esse zwar nichts, wenn ich gestresst bin wie in diesen Wochen, oder kaum etwas und bin vielleicht etwas untergewichtig für meine Größe, aber ich kann dafür doch nichts.... Mir glaubt natürlich niemand. Wer einmal magersüchtig war, wirds immer bleiben, so nach dem Motto. -.- 

Dienstag, 17. April 2012

Total kaputt. Schatten um den Augen. Kaum Schlaf....

Mehr heute Abend.

Sonntag, 15. April 2012

Glück, wo bist du?


Einmal Glück. Nur ein bisschen Glück. Für mich. Ich habe jemanden kennengelernt und er ist wundervoll. So ganz anders. Nicht zuviel, nicht zuwenig. Nur einmal. Den Moment geniessen, die Nacht, 6 Uhr morgens, und ich hab die ganze Nacht mit ihm geschrieben. Den Augenblick in mich aufziehen. 
Einatmen, ausatmen. Herz erwärmen lassen. Nur ein Moment....

Manchmal weißt du nicht was du tust...

So ging es mir eben, als ich mit einem aus der Schule getextet habe. Wir kamen auf ein Thema. Wenn ein Mensch nur noch funktioniert. Darauf meinte er, es gibt es nicht. "Funktionieren", das gibt es nicht. Kein Mensch funktioniert nur. Ich widersprach: 

"stell dir vor, du seist in einer art trance, du wüsstest nicht mehr was du tust, überhaupt was richtig oder falsch, weil alles was du tust, von irgendwoher gelenkt wird. dein handeln obliegt nicht mehr in deiner kontrolle. die grenzen verschwimmen, zwischen lüge und wahrheit, zwischen raum und existenz, zwischen wirklichkeit und unwirklichkeit. du nimmst die stimmen von außen nur gedämpft vor, du hörst was sie sagen, worum sie bitten, was sie verlangen und du gibst den stimmen nach, du tust es, ohne zu wissen in welche richtung du dich begibst. du bist mal hier und mal da, kümmerst dich dort, hörst die stimmen und bist mechanisch. das ist funktionieren. und wenn du soweit bist, kommst du nicht mehr raus. es sei denn, jemand durchbricht die grenzen, die mauern, das glas um dich herum, oder du tust es selbst. aber wie willst du das bewerkstelligen, wenn alles was du tust, von irgendwoher gelenkt wird?"

er: vielleicht braucht man einfach einen Menschen, der einen da raus holt und einem wieder Kraft gibt. also funktionierst du nur?

"davon war nie die rede"

er: hm

"ich denke eben nur nach."

er: okay

Was zeigt uns das? Ich sollte nie mehr Antwort stehen.
Sonst verrate ich mich noch.

Samstag, 14. April 2012

Willen braucht man. Und Zigaretten. Und Hass.

Der Arzt hatte noch Osterurlaub. Was hab ich mich aufgeregt. Ich hab mir vorher alles aufgeschrieben, was ich sagen will, hab es geschafft die Nummer zu wählen und dann kommt der blöde Anrufbeantworter. -.- Unlustig. Ich hatte wirklich vor, das Thema anzusprechen und dann sowas. Mich hat natürlich der Mut sofort wieder verlassen. Zwar hab ich mir vorgenommen am Montag, wenn ich sowieso in der Schule fehle, zum Arzt zu gehen. Ich hab eigentlich die ganze Woche kein Nerv für die Schule. Soviele Gedanken im Kopf, Augenringe, durch jeden gequälten Schlaf... heute hatte ich sogar wieder einen meiner Lieblingsalbträume. Das macht mich irgendwie fertig. Es schien so real! Nach dem Aufwachen griff ich mir auch sofort an den Bauch, um gleich wieder in den Traum hineinzufallen. Wahrscheinlich kam es daher, da ich letzte Woche mit einer Freundin über mein Tabuthema gesprochen hab. Aber es niemand sowieso keiner ernst, was nützt es überhaupt.

Am Mittwoch war mein Ex bei mir. Eigentlich wollte er nur sein Shirt bei mir abholen, dass ich schon seit fast 2 Jahren habe. Im Endeffekt war er über 4 Stunden bei mir, saßen in der Küche und haben einfach nur geredet. "Vom Wesen her bist du immernoch die Gleiche", meinte er. Endlich mal jemand, der hinter das Aussehen schaut. Aber was soll ich sagen? Es kann auch falsch sein. Schließlich war er es, der mir sagte, wie hässlich ich im Inneren bin. Er meinte, dass er gerne eine Freundschaft aufbauen würde mit mir. Ob das klappt? Ich weiß ja nicht... ich würd zwar nie mehr was mit dem anfangen wollen, aber selbst Freundschaft klingt für mich mehr als nur verrückt! Drogen machen einen kaputt. Ja, darauf kamen wir auch. "Ziehst du?", fragte er. Und ganz ehrlich, egal worum es ging... ich kam aufs Abnehmen, das ich gegen meinen Willen abnehme. "Ich weiß auch woher das kommen kann" Grrr -.- "Hör auf mit dem Scheiß" Jaja, ist klar. Das willst du mir gerade sagen? "Das letzte Mal ist ja auch schon zwei Wochen her, total lang", meinte ich. Aber er schien sich nicht ablenken zu wollen. Komische Zeiten in denen wir leben, aufjedenfall! 

Und kann mal hier jeder in meinem Umkreis aufhören auf gute Laune zu machen, nur weil er in einer total glücklichen Beziehung ist? Mir es ständig um die Nase zu reiben, es für selbstverständlich halten wenn ich Verständnis zeige, wenns mal Stress gibt mit dem Partner; aber wenns mir mal scheiße geht und sie selbst wieder glücklich, - hach, Pustekuchen, interessiert nicht! Braucht sich keiner mehr wundern, wenn ich so kalt bin, wenn ihr wieder rumheult. Shit happens, Leute, Shit happens!!!!

 

Mittwoch, 11. April 2012

Verdrängung durch Verzweiflung.

Da gibt es eine Sache, über die ich noch nicht hinweg bin, oder sagen wir, ich möchte mich nicht damit beschäftigen. Wenn ich es durchlassen würde....wäre der Schmerz tief. Die Sache mit ihm. Letzte Woche noch habe ich mit ihm Sms geschrieben. Er wüsste ja nicht, wie mit mir umzugehen, da viel passiert sei und wegen seiner Freundin(???) hätte er ein schlechtes Gefühl. Achja, sind sie also wieder zusammen. Woraufhin ich meinte, dass er doch einfach vergessen soll, mich und die Zeit mit mir. Er wollte nicht. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Mein letztes Wort war allerdings, dass ich mich auch zurückziehen könnte, wenn er wöllte. Es kam nichts mehr. Seit heute. Und ich habe mich höchstwahrscheinlich auch zurückgezogen. Von ihm fort. Ich will nichts mehr mit dieser Sache zu tun haben. Ich verdränge die Liebe, den Schmerz und die Enttäuschung, verdränge die Erinnerung an ihn, obwohl ich es immernoch im Hinterkopf habe. Ich denke nicht an ihn, ich meide Erinnerungen und merke, es geht etwas bergauf, aber nur eben, weil ich verdränge. Ich spüre den Kloß hinter der Mauer. Es ist einfacher wenn ich nichts von ihm höre und ihn nicht sehe. Wenn mich keiner auf ihn anspricht. Leider lässt sich dies alles nicht ganz vermeiden. Ich sehe ihn nächste Woche wieder, dann sind die Ferien vorbei. Ich werde all das sehen, was mich an ihn erinnert. Und ich hab Angst davor. Werde versuchen eiskalt zu bleiben. Damit es ein wenig so bleibt, werde ich Montag fehlen. Ich werde zuhause bleiben. Vielleicht macht es sich bemerkbar, vielleicht wird er dran denken, aber ich kann einfach nicht. Ich brauch noch ein bisschen Zeit. Nur ein bisschen mehr Zeit... 

Warum gerate ich eigentlich immer an die Arschloch-Männer? Er hat seine Freundin mit mir betrogen, hat mit mir geflirtet, sich mir genähert, als sie noch zusammen waren. Dann kam die Trennung und das mit uns lief weiter. Einfach nur ein bisschen Spaß, ein bisschen Ablenkung, mehr nicht, für ihn! Und ich kam trotzdem nicht von ihm los...


Heute ist ein spontaner "Änder-Tag". Hoffentlich. Ich muss zum Arzt, sowieso, und wenn ich schon einmal dort bin, kann ich ja nach einer Überweisung fragen, mit meiner verpeilten Pieps Stimme. Frage ist eben nur, ob das auch stattfindet, denn vorher muss ich anrufen und mit meiner Telefon-Phobie nicht ganz einfach. Vielleicht schaffe ich es ja. Vielleicht schaffe ich es sogar, in 5 Stunden aufzustehen, nachdem in den vergangenen 11 Tagen jede Nacht schlecht geschlafen habe. Albträume, wie man sie so schön nennt. Mich frisst es auf. Bin dezent angefressen. Ich bin immernoch allein. Desöfteren frage ich mich wieder; wie schön es wäre jetzt einen Schlussstrich zu machen. Aufhören zu leben. Es ist doch sowieso sinnlos. Tag ein, Tag aus, der ständige Kampf ums Überleben. Es geht nicht vorran. Ich isolier mich. Wetter ist eigentlich prima. Graue Regenwolken, Wind, Nässe, keine Sonne. Perfektes, schönes Wetter für mich. Sonne macht mich nur noch mehr depressiv. Ich hoffe, heute wird ein guter Tag...es wäre besser...

 

Montag, 9. April 2012

Mir zieht es den Boden unter den Füßen weg...scheinbar bin ich doch niemandem wichtig genug. Scheinbar war die ganze Mühe umsonst. Scheinbar bestimmen die Depressionen über mich und mein Handeln. Scheinbar und schleichend langsam kommen die Suizidgedanken wieder an die Oberfläche. Ich will nur noch weg...

Soll ich es wagen, oder lieber doch nicht? Ja, nein?


Nach Ostern werde ich mich mehr meinem Blog widmen. Ich brauche Veränderung. Vorallem muss ich einsehen, dass ich auch nichts, rein gar nichts machen kann, um mich besser zu fühlen. Zu vertuschen. Neue Klamotten, mehr Pflege, mehr am Körper arbeiten; man fühlt sich vielleicht im ersten Moment gut, aber auf Dauer bringt es nichts. Eigentlich arbeite ich so nur an meiner Maske. An meiner Mauer. Ich verschönere sie. Aber es ändert sich dadurch nichts. Dahinter werde ich immernoch im Dreck wühlen. Ich weiß nicht ob ich es wagen soll: Wenn meine Mutter die Tage wieder aus dem Haus geht, ob ich mich nicht dann einfach erkundige wo es gescheite Therapeuten gibt. Ich weiß nicht ob ich es einfach wagen soll, zu dieser einen Beratungsstelle zu gehen. Mein Gott eh, wenn ich schon daran denke läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Soll ich es wagen, oder lieber doch nicht? Ich weiß jetzt schon, egal was ich mache, ich werd mich sowas von schlecht fühlen... sowas von... man braucht mich nur anzugucken und man würde sehen, was für ein schreckliches, hässliches Biest ich bin. Selbstmitleid bringts auch nicht, nur Tatsachen und dies sind Tatsachen. Ich habs eingesehen.
Zu verlieren hab ich ja eh nichts, ich hab schon alles verloren.

Sonntag, 8. April 2012

Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.

Und am Ende bleibt die Frage. Das Rätsel wessen Geschichte ist das? Wer hebt den Vorhang? Wer bestimmt unsere Schritte wenn wir tanzen? Wer treibt uns in den Wahnsinn? Straft uns mit peitschen und krönt uns mit dem Sieg wenn wir das unmögliche überleben? Wer ist es der all das tut? Wer ehrt die die wir lieben durch das leben das wir führen? Wer schickt Monster um uns zu töten und besingt gleichzeitig unsere Unsterblichkeit? Wer lehrt uns was real ist und wie man über lügen lacht? Wer entscheidet warum wir leben und wofür wir sterben? Wer legt uns in Ketten und wer besitzt den Schlüssel der uns befreien kann? Du allein! Du hast alle Waffen die du brauchst! Jetzt kämpfe...


Manchmal laufen wir davon, nur um zu sehen, ob wir jemanden soviel wert sind, dass er uns folgt.

Wie armselig ich doch bin... 
Aber ich bin ja eine Kämpferin, ich gebe nicht auf.
Jedoch glaube ich, dass ich dies nur immer von mir gebe und ich es in Wirklichkeit nicht bin.
Eher eine feige, naive, eklige Kämpferin.
Ohne Schein. Das Licht erloschen.





Samstag, 7. April 2012

Aus den Trümmern der Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.

Ich stürze immer wieder ab, stelle ich fest. Und immer wieder lande ich auf dem harten Asphalt. Ich stürze, krache nieder und muss selbstständig erneut aufstehen. Langsam frage ich mich: Wielange habe ich noch die Kraft selbstständig aufzustehen? Wieviele Stürze müssen es noch sein, bis ich nicht mehr von alleine hochkomme? Irgendwann, sehr bald, wird die Zeit kommen. Ich bin immer alleine und unsichtbar zu fallen macht es nicht einfacher. Ich falle unsichtbar hinab, unbemerkt, abgeschottet von allen anderen. Und warum schenken sie allen meinen Lügen Glauben?? Wirklich, wenn ich wieder und wieder abstürze, dazu verdammt im Dreck zu wühlen, bin ich es nicht dann auch? Abgemagert bis in den Tod, verstümmelt bis in die Verdammnis. Verlassen bis in die Ewigkeit. Gibt es keinen, der mich sieht, der mich auffängt? 
Weder noch, es ist schon alles versiegelt. 

Dienstag, 3. April 2012

Mir gehts gut.

Wahrscheinlich fühle ich mich nicht nur einsam, ich bin auch einsam. Ein einsames Ding, was sich an jeden verzweifelten Ast klammert und die Wahrnehmung sich verzerrt. Ich hab langsam wirklich Angst, dass ich nicht mehr weiß, was jetzt nur eine Verzerrung der Wahrnehmung ist oder doch die Realität. Alles verschwimmt miteinander. Ich will mir ins Fleisch schneiden, bis zum untersten Grad des Schmerzens. Ich möchte aufhören zu existieren und aufhören, jedem vorzuspielen, als würde es mir immer besser gehen. Aber das tut es nicht. Auf der Suche nach mir selbst, verliere ich mich immer mehr. Meine Schwester war vorgestern kurz zu Besuch. Wir haben uns alte Bilder angeschaut von mir. Da war ein Bild von vor einem Jahr dabei. "Du hast abgenommen", meinte sie zu mir und schaute mich an. "Auf diesem Bild sind deine Beine kräftiger", und auf dem Bild sehen meine Beine schon aus wie Streichhölzchen, wie soll es denn jetzt aussehen?! "Das kann nicht sein, die sind schon immer so", erwiderte ich, aber sie war anderer Meinung. Sie ist doch auch so dünn. Was soll das denn bitteschön heißen? Die letzten Wochen wurde ich nur noch darauf angesprochen und angedeutet. Langsam finde ich mich ekelhaft. "Red nicht son' Quatsch", wird mir dann geantwortet. Aber ist doch so. Ich bin ein ekelhaftes Monster. Was kann ich schon besseres sein? Und warum erzählen die Leute soviel Quatsch? Ich bin nicht die, die Quatsch erzählt, sondern die Anderen. Haben se' nicht mehr alle. Bei mir ist alles in Ordnung. Mir gehts gut.