Samstag, 2. Juni 2012
Gedankenkotze.
Mir ist schlecht. Habe ich zuviel gegessen? Dabei habe ich heute kaum etwas zu mir genommen, im Gegensatz zu anderen Tagen. Schon heute Morgen war mir schlecht. Ich könnte wortwörtlich kotzen, so schlecht ist mir. Ich bin müde, aber ich will nicht schlafen, vermutlich kann ich auch gar nicht schlafen. Da sind wieder diese Träume. Diese Ängste, etwas könne' sich wiederholen. Und ich fühl mich einsam. Wer denkt schon an mich, flüstern meine Gedanken. Seit langem habe ich einen so heftigen Schneidedruck. Mir tief ins Fleisch zu schneiden, mich irgendwo wieder zufrieden fühlen. Was ist schon dabei, nur ein wenig zu bluten. Ich muss betäubt sein. Durch irgendwas, ist egal. Ich brauche zuckerähnliche Watte um meine Gedanken zu stoppen. Nur man selbst kann etwas an seinen Zustand ändern. Ich befinde mich in einem Teufelskreis.
Versuche die Trümmerteile des eingestürzten Hauses wieder zusammenzukleben, anstatt mit einem Neuem anzufangen. Es ist viel einfacher sich an Altes zu klammern, viel einfacher nicht loszulassen. Viel schwerer den gewohnten Gang loszulassen. Zu ändern. Irgendetwas entscheidenes muss passieren, aber selbst dann... würd ich wahrscheinlich genau da stehen, wo ich jetzt stehe. Es bringt nichts. Es bringt nichts darüber zu schreiben oder zu sprechen. Die Trauer verblasst nicht, auch nicht mit der Zeit. Wer sagt, Zeit heilt alle Wunden, der lügt. Man überlebt nur. Lebt mit den Wunden, fängt an, eine Strategie zu entwickeln, um die Schmerzen zu umgehen. Ich bin seit ewig auf der Suche nach einer Lösung, doch bin ich selbst das Problem, stecke zu tief darin. In meinem eigenen selbst erbauten Teufelskreis. Zurecht, frage ich mich?
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