Freitag, 21. Oktober 2011

Leere. Leere. Leere und nochmal Leere.

Ich habe etwas holpernd in letzter Zeit gepostet. Das lag daran, dass ich mich mit fürchterlichen Zahnschmerzen und noch einigen anderen Einschränkungen rumgeplagt hab. Momentan geht es etwas besser. Ich hoff aber, dass ich bald wieder, zumindenst körperlich, fit bin. Zurzeit herrscht in mir sowieso das totale Durcheinander und ich muss meine Gedanken etwas ordnen. Das ist alles so Wirr und eigentlich mag ich Veränderungen nicht, weil ich Angst vor ihnen hab. Aber irgendwas muss sich ja ändern. In den nächsten Wochen will ich auch wieder etwas mehr bloggen, soweit mein inneres Chaos das zulässt. Niederzuschreiben was ich fühle hilft mir auch weiter. 
Irgendwo mal Dampf abzulassen.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Zersplitterte Seele.

Ich habe das Bild im Kopf, aber malen könnte ich es nicht. Eine Seele die nicht leuchtet weil das Licht sie schwächt, weil das Licht sie schon verlassen hat. Eine Seele die dunkel und schwarz ist, weil die Dunkelheit sie umschlingt. Weil die scharfen Klauen sie mit ihren eigenen Splittern des Schmerzens zerreißen. Der Enttäuschungen und der Worte, die sich tief hineingeritzt haben. Mit jedem Schnitt den ich selbst tat, hat sich ein Splitter noch tiefer hineingesägt, Salz in den vorhandenen Wunden gestreut. Bestätigung. Menschen haben einst mit ihren Worten und Taten die Seele noch kleiner schrumpfen lassen. Haben Spuren hinterlassen. Narben. Und je mehr die Worte sich in die Seele einbrennen, desto mehr hasst sich die Seele. Je mehr hat sie den Wunsch, sich noch mehr zu hassen. Sie nimmt mehrere Splitter in die Hände und sticht sie auf sich selbst ein. Blut strömt in Massen herraus. Es tut noch mehr weh. Noch mehr Narben und noch mehr frische Wunden. Noch mehr Bestätigung.

Es kann sein, dass das alles ziemlich wirr klingt, ich versteh es selbst meist nicht, aber mein Kopf zeigt mir diese Sätze vor und fühlt sie. Ich kann nur das wiedergeben, was ich in mir wiedergebe. Manchmal glaub ich, ich habse nicht mehr alle. Am nächsten Tag lese ich dann meine eigenen Worte und kann nicht fassen, wie ich sowas aufs Blatt bekommen habe. Wie sowas aus mir kommt. Meine eigenen Worte, meine Sprache, mein Fühlen. Ich fass mir an den Kopf und sehe mich wie in Trance. Im nächsten Moment bin ich wieder aus der Trance hinaus, aber lösche die Wörter nicht, denn ich weiß, sie sind wahr, auch wenn sie so verwirrend sind. Für mich selber. Ja, manchmal befinde ich mich im Krieg mit mir selbst. 
Schüsse, Blut, Schreie, Heulen. Grauer Himmel. Verflüchtender Nebel. 

Sonntag, 16. Oktober 2011

Bruchstücke.


Besteht nicht eigentlich das ganze Leben daraus? Aus Bruchstücken, Fetzen, Augenblicken? Bin ich weniger wert, weil mir soviel fehlt, oder ist das Wenige, das ich habe, mehr wert? Bin ich genauso vollständig wie alle anderen? Genüge ich? Bruchstücke.
Seit langem habe ich mich nicht mehr so verloren gefühlt. Bin ich echt oder unecht? Ich will mich einfach nur mal fallen lassen, auf den Asphalt krachen, liegen bleiben, die Seele aus dem Leib kreischen und den Regen auf mich niederprasseln lassen. Für einen Moment aufgeben. Gar nicht sein. Überhaupt nur zu existieren kann so anstrengend sein. Bin ich einfach nur nicht stark genug? Ich bin unsichtbar. Für alle. Für mich. Game over.



Samstag, 15. Oktober 2011

Scheibchenweise.

Ein Scheibchen für den einen, ein Scheibchen für den anderen. Und irgendwann lassen sich die Scheiben nicht mehr zu einem Ganzen zusammensetzen. Aber du tanzt und tanzt, lachst. Erfüllst die Erwartungen. Du merkst es gar nicht vor lauter Betriebsamkeit. Oder willst es nicht merken. Aber eines Tages musst du hinsehen. Und es stimmt. Deine Einzelteile füllen die Leerstellen der anderen. Deine eigenen bleiben offen.


Es ist stockdunkel. Ich habe keine Augen, keinen Mund. Keine Wörter. Ich kann nicht schreien weil ich nicht atme. Die Stille lastet so schwer auf mir. Das Gebrüll ist weiter entfernt, irgendwo. Ich möchte am liebsten tot sein, doch ich bin da. Diese Umgebung war meine Hölle. Der schwarze Abgrund, den ich nicht begriff. Die uferlose Leere, in der ich erstickte, schrie, weinte und mir niemand zu Hilfe kam. Mein eigener Vater hat mich dorthin verbannt. 

Und ich frage mich: Was ist passiert?


Freitag, 14. Oktober 2011

Vor langer, langer Zeit.

Ich fühle nichts. Jedenfalls nichts, das ich benennen könnte. Es ist wie Atmen - etwas, das ich nicht beeinflussen kann. Minuten verstrichen indem ich nur mit einem Handtuch bekleidet am Spiegel stand, mich betrachtete und jede Stelle behutsam abtastete. Ich war nicht schön. Je länger ich in das Spiegelbild blickte, desto mehr kam es mir so vor, als stünde tatsächlich ein anderes Mädchen vor mir. Fremder denn je kam ich mir vor und schluckte dieses bittere Gefühl hinunter. Dunkelheit und Stille dehnen sich ins Unendlich aus. Das ist kein Traum. Ich träume nicht. Wieviele Stunden kann man zitternd auf dem Boden nahe der Dusche hocken? Und an sich selber festhalten? Und nachdenken.Ich bin vor langer Zeit gestorben. Was jetzt steht, geht, existiert ist bloß die Hülle. Ein Hauch von Nichts. Leere.




Donnerstag, 13. Oktober 2011

Entscheidungsfreiheit.


Ich brauchte sie wie die Luft zum Atmen. Aber niemand konnte mich hören. Niemand konnte mir zuhören. Keine Wörter. Kein Laut. Keine Stimme. Ich konnte mich nicht einmal wegträumen. Entscheidungen wurden getroffen. Alle über meinen Kopf hinweg. Es sei doch das Beste für mich. Erst dachte ich: Ist das die Hölle? 
Dann wusste ich die Antwort: Ja. 

Erinnerungen die an der Oberfläche kratzen.
Weitermachen.
Darum gehts jetzt.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Träume gehen in Erfüllung?! Wohl wahr, was?

Der Tag fing heute sehr gut an; zum kotzen! Nicht nur das ich nicht mehr schlafen konnte und schon seit 8 Uhr deswegen auf den Beinen bin, neeeeeeeeein, ich hatte auch richtig miese Träume, die mich jetzt immer noch aufwühlen. Ich hab von der ganzen Mannschaft geträumt. Von mir, meiner Familie, meiner ach wie ich sie hasse Stiefmutter, die wir angezeigt haben, und von ein paar Freunden. Ich, - wie immer, total feddisch mit den Nerven, habe versucht allen zu erklären wie es mir geht und wieviel Angst in mir steckt und was machen die? Ja, sie lachen mich aus, sagen: "Geh doch zum Arzt", hören mir nicht richtig zu und schauen mich an, als sei ich nicht von der Welt. Ich bin schluchzend und aufgewühlt aufgewacht, aber bin dauernd wieder in den Traum hineingerutscht. Als würde er mich mit seinen Klauen holen. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll, als ich im Traum noch 6 Treppen in die Tiefe gefallen bin und meine Stiefmutter mich ausgelacht hat, - da hab ich dem Traum den Mittelfinger gezeigt und mich gezwungen die Augen offen zu halten und nicht mal mehr noch liegenzubleiben. Ich hasse es!  

Ichhassealle!




Und dann... ja dann musste ich noch n' Seelsorger für ne' "Freundin" spielen, die herzzerreißend geschluchzt hat, weil sie unglücklich verliebt ist und nicht weiß welche Schritte sie als nächstes einleiten soll um ihren Traummann doch noch zu erobern. Als sie sich endlich mal nach meinen liebevollen Worten beruhigt hatte und mich dann gefragt hat wie es mir geht und den Eindruck erweckt hatte, als würde sie das nicht interessieren, hat sie aufgelegt. Super, oder? Jetzt sitz ich hier mit nem Handtuch aufm Kopp, verqualm eine Zigarette nach der anderen und weiß nichts mit mir anzufangen. Ich weiß nur, dass die Erkenntnis des Tages lautet: 
Niemals mehr sagen als: "Es geht mir gut, danke!" 
Dieser Tag wird vermutlich nicht in die Top-Reihe meiner außerordentlichen angenehmen Tagen kommen.