Bekomme zurzeit ein Gespür dafür, was es heißt, wirklich mal frei zu sein. Man ist frei, wenn einem nichts mehr übrig bleibt. Keine Liebe, keine Freunde, keine Familie. Ein einziger Einzelgänger durch die Welt. Nichts ist fürimmer da. Alles bewegt sich voran, selbst die Blume am Wegesrand, selbst die Eintagsfliege im Raum. Wenn du denkst, es kann nicht mehr schlimmer werden, wird es so sein. Wenn du denkst, es kann nur noch besser werden, wird es eine Achterbahnfahrt durchs Leben. Mal fliegst du tief, mal fliegst du wieder hoch. Hoch und runter. Und wenn du erschöpft durch das rasende Tempo bist, bleibst du stehen und blickst dich um. Was siehst du? Es liegt nicht in der Natur, einfach wieder aussteigen zu können. Du musst wieder einsteigen, früher oder später. Wenn du stehenbleibst, bist du Nichts. Der Wind rast dir durch dein Haar, schubst dich weiter voran, macht dir klar, du kannst hier nicht bleiben. Die Sonne zeigt dich dir nicht, sie ist am Ende des Berges, hinter dem Horizont, dort musst du hin. Steigst du wieder ein oder lässt du dich vom Eis, von der Kälte und des Windes auf die Knie zwingen?
Ich hab nur Scheiße gefressen. Dann kam die Umdrehung. Und jetzt steh ich da, allein.
Mit mir selbst, meiner Scheiße, meinen Gedanken, meiner Hoffnung.
Nein, ich bin nicht allein, ich hab immernoch mich und meine Scheiße.
Ich brauche keine Menschen um mich herum, die nur sich selbst wahrnehmen. Ich brauche keine Menschen um mich herum, die mich verachten wenn es mir schlecht geht. Ich brauche keine Menschen um mich herum, die mich nur zum dekorieren brauchen. Und was brauch ich?
Mittwoch, 31. August 2011
Sonntag, 28. August 2011
Erinnerungen, mittendrin im Rausch.
Einfach weg. Das war was ich wollte. Warum ich so plötzlich von heute auf morgen verschwand, kann ich mir nicht mehr erklären. Ich kann es nur noch erraten. War es, weil ich nicht mehr unsichtbar sein wollte, oder wollte ich mich Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzen? Was wollte ich und warum sollte es dieser Weg sein? Ich sehe den Tag noch genau vor mir, die letzte Nacht vor meinem Verschwinden. Die kühle Morgenluft die mich an diesem Tag traf, wie ich anstatt zur Schule zum Bahnhof ging und auf der kalten Bank am Gleiß saß, wartend auf meinen alles veränderten Zug. Nochmal überdenkte ich meinen Plan. War es die richtige Entscheidung? Jetzt könnte ich noch aussteigen und so weiterleben wie bisher. Aber wollte ich das? Irgendwas trieb mich an diesen Morgen dazu an, einfach in den Zug zu steigen und loszufahren. In meine alte Heimat, dort, wo alles begann. Konnte es ein Zusammenhang geben? Ab dort mein Leben schlagartig zu ändern wo alles aufgehört hat? Mein Entscheidung war gefallen. Nun saß ich in dem Zug, der mich immer weiter entfernen ließ, von allen anderen, von mir selbst. Vielleicht hatte ich auch diese Reise angetreten, um mich selbst irgendwo da draußen wiederzufinden. Wer bin ich und wo komm ich her? Was bin ich für ein Mensch? Langsam, während ich die Bäume und Wiesen an mir vorbeifliegen sah, erinnerte ich mich an das Chatgespräch von der letzten Nacht. Ob es klug war zu einem wildfremden Menschen aus dem Internet zu fahren, noch dazu in einer großen fremden Stadt, fragte ich mich nicht. Es kam mir einfach nicht in den Sinn. Ich dachte mir nur, dass ich dann wenigstens jemanden habe, der mir zeigt wie ich demnächst zurechtkomme. Das ich einfach erstmal weg bin. Nur das zählte. Ich, mit ein paar Sachen und Geld im Gepäck mitten in der Hauptstadt Deutschlands bei einem mir unbekannten Kerl.
Konnte das gut gehen?
Konnte das gut gehen?
Donnerstag, 25. August 2011
Hallo Welt. Du kannst mich mal.
Obwohl mir eigentlich gar nicht danach ist... muss ich einfach drüber schreiben. Ich muss diese Augenblicke festhalten. Diese winzigen, in denen ich es auch genieße. Ja, ein Mädchen hat mein Leben wiedermal auf den Kopf gestellt. Sie hat mich 'gefunden' und wohnt auch nur ne' Stunde entfernt. Wir schreiben jeden Abend seit einem Monat und flirten manchmal auch heftigst miteinander. Ich kann noch garnicht glauben, dass sich so ein wunderschönes Mädchen überhaupt für mich interessiert. Sonst war es doch immer so, dass mich alle verlassen haben, nachdem sie mich gesehen und erlebt haben. Wir haben soviel erschreckend gemeinsam; ich glaube an einigen Tagen daran, dass sie das fehlende Stück von mir ist. Getroffen haben wir uns nicht, dafür ist es zu früh, aber die Zeit rennt ja nicht weg, haben alle Zeit der Welt. Ein erschleichendes Gefühl erreicht mich... was ist, wenn sie meine Narben sieht? Was ist, wenn sie weiß wie es um mich steht? Was ist, wenn sie mich dann nicht mehr mag? Ich denke eigentlich noch nicht weit, daher genieße ich irgendwie nur die Abende in denen wir schreiben, nichts weiter. Wer weiß, wie schnell sie mir wieder entgleitet und ich niemanden mehr zum Schreiben habe. So bekomm ich wenigstens mal frische Luft von der ganzen Scheiße, die ich jeden Tag hintermirher zieh. Mit einer Eisenkette am Bein festgebunden. Und so vergeht der Abend... mit einem unsichtbaren Lächeln, mit den vielen Gedanken im fucking Hirn, mit den Schmerzen in der Brust und der einzigen Hoffnung, die mich weiterleben lässt.
Samstag, 20. August 2011
Auf die Schnauze fallen Numero, 20384730288302.....
Ich habe eine Weile nicht mehr geschrieben. Hatte einfach viel zu viel zu tun und den Kopf wiedermal total voller unnötigem Zeug. Jetzt bin ich wieder da. Die Seifenblase ist geplatzt. Oder gibt es noch Chance auf Rettung?
Egal ob man einen Traum hat, den man verwirklichen möchte, oder etwas für sich selber erreichen will, über seinen Schatten springen oder sei es, um irgendwie voran zu kommen... irgendwas geht immer schief! Erst kommt einem alles easy, leicht und möglich vor und aufeinmal sind da Steine in deinem Weg die vorher noch nicht sichtbar waren. Ich frage mich wirklich, ist es Schicksal oder sind die Steine dazu da, um sie aus dem Weg zu räumen und sich weiter voran zu kämpfen? Oder ist es wirklich Schicksal und es wird einem sozusagen verboten, diese Richtung einzuschlagen?! Das verunsichert mich so sehr, dass ich wirklich erstmal ein paar Tage "Luft" schnappen muss. Es ist aber irgendwie leichter einen Traum zu haben den man verfolgen kann und es eigentlich auch machbar wäre (Dummheit und eh Versagen mal an die Seite gestellt) und man wirklich nur noch daran denkt, auch unbewusst... es ist leichter, weil man sich dann eigentlich so krank nicht mehr vorkommt. Als sei man wirklich gesund. Aber dann wenn die Steine da sind, prallt alles wieder zurück. Dann kommen die Zweifel, Ängste, Depressionen (Hallo, hier bin ich!) und was sonst nicht alles.
Langsam fühle ich mich vom Leben komplett verarscht.
Langsam kann ich einen Club gründen für.
Die Gruppe, die vom Leben verarscht wird.
Wer will beitreten?
Montag, 15. August 2011
KOMM, KOMM, KOMM
Ich habe eine Liste gemacht, allerdings etwas verwirrend. Es ist eher so eine Liste in meinem Kopf. Für Dinge, die ich machen sollte und nicht machen sollte. Jedoch habe ich irgendwas verwechselt. Es gibt Dinge die ich tue, aber eigentlich nicht machen sollt. Und dann gibt es Dinge die ich nicht mache, die ich aber eigentlich machen sollt. Vorallem ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, dass ich zu mir selber spreche. Ja, ich rede mit mir selbst, aber auch nur, weil ich sonst niemanden habe. Nein, falsch, nur weil ich mir klarmachen möchte, dass ich es bin, und keine Andere die diese Scheiße lebt.
Irgendwie armselig, wenn ich so drüber nachdenke. Den Vorsatz den ich mir vorgenommen habe, etwas an meiner Situation zu ändern a la jemanden anvertrauen, ist wieder futsch. Stattdessen isolier ich mich nur noch mehr und jammer vor mir her das ich doch niemanden habe. Dumm. Und irgendwie tu ich es doch, jemanden zu vertrauen, auch wenns nur anonym ist. Dann schwör ich mir, von dem Schneiden wegzukommen und was mach ich? Ich breche den Schwur. Narben, die nie mehr weggehen. Selbst die älteste Narbe ist immernoch stark sichtbar. Und das nach vier verdammten Jahren! Eine Sache jedoch kann ich noch gut. Liebe. Und ich glaubs gar nicht, dass ich an sowas noch denken kann. Keine Beziehung. Ich kann es sowieso nicht. Ich bin sowieso nicht dazu fähig. Nach jedem Hoch kommt ein Tief. Wer braucht das schon? Wozu brauche ich das schon, wenn ich mich an meine Träume krall?! Nur wenn ich mit mir selber klarkomme, kann ich es wagen. Kann wagen und gewinnen. Ich gewinne nicht, ich verliere nur. Nichts ist besser geworden. Gar nichts. Die Zeit heilt keine Wunden. Alles eine grausame Lüge! Und sie schaut auf, nimmt meinen Arm und sagt: "Sie verblassen, die Narben." Nein, sie verblassen nicht. Sie sind da. Mal mehr sichtbar, mal weniger. Die Narben der vergangenen 3 Wochen leuchten rosa schimmernd auf. Es war zuviel. Ich bin zuviel. Schneidet ein Stück von mir ab. Es tut nicht weh. Ich bin fremd.
Freitag, 12. August 2011
Ohne Worte.
Es liegt etwas in der Luft...
Ich weiß nur noch nicht was...
Aber das Gefühl ist da...
Wie immer aber habe ich Angst mir falsche Hoffnungen zu machen,
und das ich doch sowieso nichts annährendes in diese Richtung führen kann.
Aber, aber, aber... wie kann man so einem Mädchen widerstehen?
Ganz doofe Sache. Ganz doof. Grad nicht passend. Warum jetzt?
Seufz.
Abonnieren
Posts (Atom)