Dienstag, 31. Januar 2012

Aktueller Stand.

yeah, ich bin fast am Tiefspunkt angelangt. Tagelang balanciere ich auf einem seidenen Faden. Und es wird nicht besser. Gedanken, die man besser nicht kennt, so stark wie nie. Schmerzen, die sich aufs körperliche übertragen, zerfressen sich von innen nach außen. Ich krieg wortwörtlich kaum Luft. Ich will nicht, dass mein Körper nun auch schlapp macht, was wäre ich dann für eine Versagerin? Was mich darauf bringt, dass die Verantwortung die ich für mich selber trage, fertig macht. Ich bin für diese Verantwortung nicht gewachsen. Aber ich will nicht in eine Klinik! Nein, nein, nein. Das können sie gleich vergessen. Ist es schon wieder soweit, dass man denkt, eine einzelne Therapie würde für mich nicht ausreichen, ich müsse schon wieder stationär? Ich glaub, es hackt im Kopf. Mich kriegen keine 1000 Pferde in eine Klinik. Ich habe so Panik davor. Schlechte Erfahrungen prägen. Man kann es ja schon fast Phobie nennen.  

Genau wie vor Ärzten. Was mich nicht drumrum bringt, zum Hausarzt zu gehen. Schlaftabletten verschreiben lassen oder so. Egal wie früh ich an einem Tag aufstehe, ich kann in der Nacht nicht einschlafen. Es dauert Stunden, egal wie müde ich bin. Heute Nacht bin ich fast ausgerastet. 3 Stunden lag ich wach, bin wieder aufstanden, eine Zigarette geraucht, wieder ins Bett, um wieder aufzustehen, den Fernseh anzumachen, wieder ins Bett und diese Gedanken im Kopf... sie hielten mich wach. Glaubt ihr, wenn ich das erzähl, verschreiben sie mir Schlaftabletten? Ich komm nicht mehr klar. Man sagt mir, die Schule und die Familie sei nicht wichtig. Ich sei wichtig und das es mir jetzt besser geht. Aber was wäre ich dann wieder für eine Versagerin? Ich kann einfach nicht an mich denken, ohne mich schlecht zu fühlen, ohne mich zu hassen. 


Sonntag, 29. Januar 2012

Wenn ich sterbe stirbt nur ein Teil von mir. 
Der Andere ist schon längst tot. 
 
 

Die Nacht wird zur Qual.

Ich neige zu Fressattacken dieses Wochenende. Ich hasse Wochenende. Alles in mich reinschaufeln, querbeet, nur rein... so ekelhaft. Und wie meine Mutter immer isst.. alles zusammengeschmissen auf einen Teller, zermatscht, den Salat darunter, wie Babybrei, ich könnt jedes Mal würgen. Ja mich ekelt es. Wie sie alle ihr Essen hineinzwängen. Dann fühle ich mich unwohl, irgendwie fett, obwohl ich es nicht bin und das weiß ich auch. Aber ich fühle mich dann so dreckig, so eklig.. gott, ich werd das Gefühl nicht los. Heute Nacht habe ich die Kloschüssel wieder begrüßt. Das ganze eklige Zeug was ich in mir hineingeschaufelt habe, wieder auf Wiedersehen gesagt. Fühle mich besser, viel besser, aber irgendwie quält mich ein schlechtes Gewissen. Egal, das kommt selbst dann wieder.. wenn ich irgendwas blödes mach. Und ja, ich hab mich schonwieder geschnitten, habs nicht mehr ausgehalten. Das Essen, der Stress Zuhause, das Einengen, die Einsamkeit, die Kotzerei, meine Fehlerhaftigkeit weil ich noch am Leben bin, das mir alle abkaufen, dass ich okay bin, aber selbst andere merken... das ich nicht ich selbst bin. Es hat sich etwas verändert. Vielleicht liegt es daran, dass ich nunmehr wirklich gecheckt habe, dass ich ein schlechter Mensch geworden bin? Und wirklich, es ist so. Es hat sich in mir hineingebrannt & selbst wenn man mir sagt, es sei nicht so, kann ich es einfach nicht mehr glauben. Vielleicht habe ich schon mit allem abgeschlossen und warte nur noch auf diesen einen Moment?! Ganz ehrlich... ich will nicht mehr. & ich drücke fester zu. 
Schnitte so tief und wahr.. was auch immer Leben war.




Samstag, 28. Januar 2012

Hilflos; die Hölle beginnt.


Einsamkeit umschlingt mich wieder mit ihren Krallen, die sich tief in meine Haut hinein brennen. 
Es ist nichts mehr so, wie es einmal war. Mein Blick verschleiert durch einen dichten Nebel. 
Mich vermisst keiner. Dreck, Abschaum, Ich. Lasst mich liegen. Hier gehör' ich her. Boden. 
Der Alkohol rinnt meinen Hals hinab. Welches Gefühl trage ich in mir, frage ich mich. 
Der Schmerz wird körperlich. Als würde ich langsam ersticken. Kreislauf macht schlapp. Sterne tanzen. 
Doch ich habe noch Zeit. Ich setze die Klinge an und schneide. Tief. Es ist alles egal. 
Es ist vorbei.


Donnerstag, 26. Januar 2012

Broken.


Irgendwas bricht Stunde für Stunde in mir zusammen.
Die Stille dehnt sich aus.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Die, Bitch. Die.


Mir ist speiübel. Das ganze fettartige Essen will nicht in mir bleiben. Bei dem Gedanken daran, würde ich auch nicht in mir bleiben wollen. Ich renne ins Bad, schließe die Tür ab und begrüße die Kloschüssel. Es ist dunkel, das Licht habe ich nicht angemacht. So muss ich mich selbst weniger ertragen. Und ich kotze. Kotze Gedanken und Erinnerungen. Blut. Ich stecke mir den Finger in den Hals, will jedes winzige Fünkchen Leben aus mir rausbrechen. Ich hasse mich, dass ich noch hier bin. Das ich noch atme. Habe den unerträglichen Wunsch, jetzt und hier alles zu beenden. Ich bin falsch. Gehöre nicht her. Mit jedem Schritt den ich gehe, bin ich unerwünscht. Luft & unsichtbar. Jeden Tag die gleichen Lügen. Ich belüge mich selbst. Versuche alles. Bin überfreundlich, süß schüchtern, reizbar, verletzend, drohend.... und das alles nur, um die Einsamkeit zu ertragen. Um vielleicht irgendwie anerkannt zu werden. Aber das ist falsch, wie ich es auch bin. Mir geht es gut, ja. Ich schlucke Tabletten, um der Leere zu entgehen. Das erinnert mich daran, dass ich wieder Nachschub brauch. Um das alles hier zu ertragen, mich zu ertragen. Ich kann mich nicht leiden. Das Einzige was mir bleibt, sind meine Vorstellungen vom Ende der Existenz, ist die scharfe Klinge, die bitteren Tabletten, und das Netz aus Lügen. Ich habe Angst vor mir selbst, ich kann mir alles zutrauen. Habe Angst um mich. Und vielleicht ist das wieder eine Lüge, vielleicht aber auch die nackte Wahrheit. Ich weiß es nicht. 
Muss hier weg.