Samstag, 31. März 2012

halt dich fern von mir.


Ich grinste und kam ihm mit meinen Lippen näher. Er kam mir entgegen und dann, - ein Hauch voller Sehnsucht auf meinen Lippen und in der Luft, seine Lippen mit ganz viel Liebe, die ich in dem Moment aufbringen konnte, berührte ich und er entzog sich. Unsere Hände entglitten und er war fort. Ich sah ihn auf der anderen Seite in den Zug einsteigen. Der letzte Moment. Der letzte Augenblick. Ich hatte etwas gefunden, ohne zu wissen, dass ich es suchte. Und ich schickte ihm mein Herz mit. 
Mein Herz sauste hinüber, bevor sich die Türen des Zuges schließen konnten und flog mit einem Flügelschlag hinein, direkt hinter ihm her und ließ mich herzlos zurück. Vielleicht bekomme ich es nach den zwei Wochen zurück, aber vielleicht bekomme ich es auch eine lange Zeit nicht zurück.

Freitag, 30. März 2012

in your arms i feel so fine.

Ja, ich lebe noch. Auch wenn das Bloggen nachlässt. Es ist nur so, ich kämpfe mit mir. Ich sag mir so, im nächsten Monat wird alles anders sein. Du wirst einen perfekten Körper haben, du wirst hübsch sein, du wirst dir Hilfe suchen, damit du auch von innen strahlst, du wirst okay sein. Aber es braucht nur einen Absturzmoment und ich liege wieder auf dem Boden, obwohl ich nicht mal cm davon entfernt war. Es ist schwer. Nachdem ich letztens vor meiner Mutter zusammengebrochen bin und sie mir wieder mit ihrer falschen Nähe die Luft abgedrückt hat, wirklich alles etwas kälter. Gut war, dass ich meine Klingen unter meinem Kissen hervorgekramt und woanders hingelegt habe, denn heute war sie an meinen Sachen. Schnüffelt herum, bewacht mich wie ein Hund, ahnt vielleicht etwas. Hätte sie die Klingen gefunden, wär es vorbei mit meiner Freiheit. Aber sie hat sie nicht gefunden. Wenigstens in sowas bin ich gut. Es ist vielleicht auch die Erkenntnis, dass mit mir nur gespielt wird. Und ich es endlich ein wenig geschafft habe, mich fernzuhalten von solchen Dingen, aber es braucht wieder nur einen Moment und ich muss von neu anfangen. Und ich bin so naiv, und lasse mich jedesmal aufs Neue darauf ein. Weil ich genauso bin. Weil ich manchmal auch Nähe brauche, von irgendeinem. Doch ich weiß, dass mich beides zerstört. Die Tatsache das kein Mann mehr ihn mir sieht als ein Abenteuer und die Tatsache das ich vielleicht auf ewig alleine bleibe. Beides zusammen zerstört mich.

Freitag, 23. März 2012

Komplimente über Komplimente.

"Lieber hab ich etwas mehr auf den Rippen, als so magersüchtig auszusehen.", 
sagte sie zu mir, als wir nebeneinander standen und ein Kerl sich entscheiden musste, wer von uns etwas dicker ist und er sich für sie entschieden hat.

Yeah. Danke.

Das ist schon das zweite Mal in dieser Woche, dass ich als mager abgestempelt worden bin.

Donnerstag, 22. März 2012

Ich würde am liebsten alles hinschmeißen.


In der Schule, auf der Bank. Ein Typ, der sich eigentlich nur für sich selbst interessiert, und immer nur mit mir spricht, wenn er ne' Zigarette will, setzt sich neben mich. Begrüßt mich. "Zieh mal den Ärmel so nach unten", sagt er aufeinmal zu mir. Ich blicke zu ihm und schau ihn fragend an. "Mach mal. So." und demonstriert mir, wie ich es machen soll. Ich ziehe den Ärmel meines engen Kapuzenpullovers nach unten. "Noch weiter" sagt er. Mir wird es zu blöd und ich frage ihn, was das denn bezwecken soll. Er hält mir seinen Arm hin und malt mit seiner Hand Striche über seinen Arm und fragt; "Hast du schonmal so gemacht?" Ich bin sprachlos. Warum will er das wissen und wie zum Teufel kommt er darauf? Ausgerechnet dieser Clown. Ich schüttel den Kopf und gebe ein "Neeee" von mir. "Achso, okay." sagt er, fragt mich noch nach einer Zigarette, verspricht mir, sie mir am nächsten Tag wiederzugeben, was er sowieso nicht tut und zischt ab nach draußen. 

Mir schwirren tausend Gedanken im Kopf herum. Wie kommt er auf diese Frage? Seh ich etwa so aus? Hat jemand gezwitschert, was ich mir nicht vorstellen kann, weil es niemand weiß, bis auf ihn. Oder was ist jetzt los? 
Scheiße, denk ich mir, was mach ich jetzt wenn es noch wärmer wird? 

 

Dienstag, 20. März 2012

i'll be fine. just not today.

Habe ein paar Fragen gefunden und musste direkt drüber nachdenken. Denn wenn ich ehrlich bin, weiß ich nie, was Wahrheit und was Lüge ist. Ob ich Dinge vielleicht sage, wie zb, das mich etwas nicht verletzt, aber es mich schon verletzt. Solche Sachen eben. Rede ich mir alles nur ein? Oder was für einen Unterschied gibt es? Gibt es überhaupt einen? Kann man unterscheiden, was wahr ist und was nicht, wenn man es selbst nicht mal weiß? Wenn die Grenzen verschwimmen & man auch noch nicht mal weiß, ob dies jetzt Realität oder doch eher Traum ist. 

Welche Entscheidung würdest du sofort rückgängig machen?
Wahrscheinlich den Zeitpunkt, als mir die Entscheidung abgenommen wurde und mir man das letzte bisschen Leben aus mir herrausnahm. 

Hast du schon mal deine eigenen Werte verraten?
Ja.

Was würdest du am meisten vermissen, wenn deine Erinnerungen morgen gelöscht werden würden? 
Das Einzige was ich noch habe: Die Erinnerung an meinen Opa.

An was denkst du bei dem Begriff "totale Freiheit"?
Müsste ich länger drüber nachdenken, denn eigentlich gibt es keine Definierung. Es gibt soviele Meinung darüber. Aber ist es nicht der Verlust von allem? Wenn man nur noch sich selbst hat?

Welcher Mensch hat dir die unangenehmste und wichtigste Wahrheit über dich selbst gesagt?
Exfreund & mein Vater.

Und welche Wahrheit war das?
Exfreund: 'Dein Inneres ist hässlich geworden. Dreckig & nichts wert.'
Vater: 'Sowas wie dich kann man nicht lieben'

Wenn du jemanden enttäuschen musst, belastet dich das?
Sehr sogar.

Muss man sich selbst mehr lieben als andere?
Eigentlich ja. Aber dann stellt sich die Frage, warum man auch noch andere lieben kann, wenn man sich selbst noch nicht einmal liebt. 

Lebst du in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder schon halb in der Zukunft?
Gute Frage. Lebe ich überhaupt? 
Mehr in der Vergangenheit, schätze ich. Vor der Gegenwart flüchte ich und vor der Zukunft habe ich Angst. 

Mit welcher Phase verbindest du die schönsten Gefühle: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?
Mit keiner.

Machen dir Veränderungen Angst?
Ja.

 
Wenn du dir von der Liebe etwas wünschen könntest, was wäre das?
Das sie sich bitte verpissen soll, und erst wiederkommen, wenn sie ihre Arbeit richtig macht.

Welchen Besitz würdest du nie mit jemanden teilen wollen?
Meinen Büchern. Wenn mal zuviele Gedanken im Kopf umherwuschen und es ein Buch gibt, dass ich wieder verschlingen kann, sind sie meine einzige Zuflucht für einige Stunden, um dem Gedankenchaos zu entkommen. 

Wieviel Nähe kannst du zulassen?
Wenig. Ich brauche sie, gleichzeitig macht sie mir Angst.

Und ab wann schränkt sie dich ein?
In zwischenmenschlichen Beziehungen. 

Verstehst du dich besser mit Frauen oder mit Männern?
Mit Männern.

Muss man seinen Lebenssinn gefunden haben?
Definiere Lebenssinn.

Was ist dein liebster Rückzugsort?
Ein Ort vollkommener Ruhe.

Triffst du Entscheidungen mehr mit dem Kopf oder mit dem Herzen?
Mal so, mal so. Mehr mit dem Herzen. Aber beide sind sich nie einig.

Wer hat dich in deinem schwächsten Moment erlebt?
Zuviele Menschen. Zurückspulen und auslöschen bitte.

Und ist dir das peinlich?
Ja. Ich hasse es, vor anderen Gefühle zu zeigen. Sei es auch nur Freude.
Ich bin doch stark, wie sie alle sagen. Da darf man nicht schwach sein.

Welche Narbe an deinem Körper ist dir peinlich oder unangenehm?
Sie gehören zu mir. Ich habe mich dran gewöhnt, aber:
Alle, wenn es Menschen sind, denen ich fremd bin.

 

Montag, 19. März 2012

my heart can´t let go yet.

Okay, ich gebs zu. Das Wochenende war verrückt. Am Samstag bin ich zusammengebrochen, der Aschenbecher flog auf dem Boden, ich folgte darauf und mich schüttelte es nur so vor Weinkrämpfen. Meine Hand war wiedermal geschwollen, da ich sie gegen den Schrank gedonnert habe. Darauf wurde, trotz ohrenbetäubender Musik, meine Mom aufmerksam. Sie sah mich, zerrte mich hoch, nahm mich in den Arm (ich habs gehasst, zuviel falsche Nähe) und versuchte mich zu beruhigen. Das war schon das Schlimmste ever. Kurz danach war ich mit Freunden Billard spielen, allerdings war ich nicht bei der Sache, weil ich total in Gedanken war. 

Mich erreichte ein Anruf. Und okay, jaja, er kam tatsächlich noch. Meine Welt war wieder in Ordnung. Mit einer halben Stunde Verspätung meinerseits wegen des Billards trafen wir uns. Wir fielen uns in die Arme. Er lächelte. Wir sind zu mir, haben viel geredet & gelacht und er blieb auch über Nacht. Irgendwann gegen 3 Uhr nachts sind wir dann eingeschlafen und ich bin mit ihm, an meiner Seite, aufgewacht. Aber das er dauernd Sms am schreiben war, störte mich.Ich fragte ihn danach, so halb. Rausgefunden habe ich dies: Er wohnt wegen seiner Arbeit die meiste Zeit, eigentlich nur noch, bei seiner Ex. Sie würde meinen, sie hätte eh einen Neuen. Er wäre jetzt nicht verliebt oder so, aber er hätte Verlustängste. Manchmal verstehen sie sich, manchmal nicht. Und wenn sie sich nicht verstehen, droht sie ihm, ihn rauszuwerfen. Er will jetzt auf Wohnungssuche gehen. Außerdem würden ihn die Depressionen fertig machen. Das sein Leben so abgefuckt ist. Ich war ein bisschen beruhigt, dass es kein anderes Mädchen war mit dem er dauernd am Sms schreiben war. Seine Ex eben. Ja klar, auch nicht besser, aber eben mit ihr über Sms am zoffen. Also da ist es ein guter Grund, dass wir nicht zusammen sind. Denn wenn wir zusammen wären, dann würde mich das mit seiner Ex echt auf Explosionsgefahr bringen. So jetzt zwar auch ein bisschen. Ja, ein bisschen bin ich eifersüchtig. Und hab auch Angst ihn zu verlieren. Jetzt schon! Aber sie sind ja nicht mehr zusammen. Haben sich fast nur noch in den Haaren. 


Wir haben auch noch ein bisschen sehr oft gekifft. Er ist echt süchtig. Mich stört es jetzt nicht so, ich kanns ein wenig verstehen. Er braucht seine Drogen und ich brauche meine Klinge zur Selbstzerstörung. Übrigens hat er die Narben auch entdeckt, allerdings erst sehr spät, aber gesehen. "Was ist das?" fragte er aufeinmal überrascht. Ich vergrub den Kopf ins Kissen und nuschelte ein "Nix.", "Hmhm. Aber nach nix sieht es nicht aus." Weiter hat er nichts drüber gesagt. Bin ich froh drum. Ja, wir haben draußen bei unserem kleinen Spaziergang auch ein wenig über uns gerätselt. "Was ist das eigentlich zwischen uns?, frag ich mich", meinte er zu mir aufeinmal. "Das hast du mich schonmal gefragt und wir wussten keine Antwort. Du hast wohl jetzt auch keine, und ich hab auch keine.", sagte ich darauf. "Für mich ist das Neuland. So auf Dauer.", weil er mich fragte, was da heute Nacht passiert ist, und nein, wir hatten keinen Sex. Es war komisch. Ich war total verkrampft, hab ihn abgewehrt. Er fragte mich in der Nacht was mit mir los sei. Aber er könnte es sich denken. "Ja, meinste?", fragte ich. Er schaute mir lange in die Augen und sagte, ja. "Du brauchst dir keinesfalls schmutzig vorzukommen. Das bist du nicht. Du hast eine wunderschöne dünne Figur. Einfach Wow.", sagte er leise und strich mir über den Bauch. Bedeckte ihn mit Küssen. Ich weiß nicht, was da passiert. Zurück in der Gegenwart. Wir standen auf einem Parkdeck, am rauchen, und ich umarmte ihn. Vergrub meinen Kopf an seiner Halsbeuge. "Ich mag dich echt voll, und genau das ist es. Ich will dich nicht verletzen.", "Und wie verhinderst du das?", "Dich nicht zu verletzen? Naja, indem ich keine Beziehung anfange. Ich weiß nicht, ob ich dafür bereit bin. Diese ganzen Enttäuschungen...." Ich verstand es. Aber ich fragte mich auch, wie es weitergehen söllte. Mit uns. Ich küsste ihn als Antwort meinerseits. Und dauernd diese "Alles okay? Gehts dir gut? Alles in Ordnung?" Fragen von ihm...Der fragt das an einem Tag bestimmt 20 Mal. Ich habe ihn mal darauf angesprochen, warum er das immer sooft sagt. "Weil ich mich sorge. Ich möchte, dass bei dir alles okay ist.", meinte er darauf. Ich wüsste ja auch nicht, seiner Meinung nach, wieviele Typen auf mich stehen würden in der Schule. Wers glaubt. Weil ich eben meinte, dass ich neben ihm so scheiße aussehen würde, als sowieso schon. Ich bin sooo klein mit Hut, und er... steht voll weit über mir. Erst wollte er keine Namen nennen, hat er dann doch, und ich glaubs immernoch nicht. Das geht halt einfach nicht. 

So kams, das die Zeit viel zu schnell vorbeiging. Schließlich musste er fahren. Zu der Ex -.- Ich hätte kotzen können. Aber er war bei mir. Ich hatte ihn über 24 Stunden bei mir. Über 24 Stunden hatte ich das Gefühl, dass er meins ist. Mein ganzes Bett duftet nach ihm. Und er duftet göttlich. Morgen sehe ich ihn schon wieder. Und ich werde ihm wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen gegenübertreten. Ich bin ein wenig zufrieden, ein wenig distanziert, ein wenig Leere.
Ich lag in den Armen des süßesten Mannes der Welt <3
Das war es mir wert.

Freitag, 16. März 2012

Kopfmatsch.

Yeah. Ich habs geschafft. Nach wochenlangem clean sein. Aus einem Schnitt wurden mehrere und mehrere. Ich konnt's wieder nicht lassen, ich konnt wieder nicht aufhören. Aber das kommt nicht mal ansatzweise an den Schmerz ran, der gerade in einem Wirbelsturm um mich wirbelt. Ich musste mich schon zwingen, aufzuhören, um nicht noch mehr Spuren zu hinterlassen. Da trifft es sich vielleicht, dass er nicht zu mir kommen will, aus sovielen Gründen auch immer. "Ich will dich nicht verletzen, ich weiß nicht, ob ich dir das geben kann, was du erwartest, ich weiß nicht, was passieren könnte, ich bin mir unsicher...blablahbla." Es wäre ja auch über Nacht (ja ich weiß, dümmste Idee ever, wenn man bedenkt, wie es momentan ist). Denn er fragte mich, ob ich das damals ernst gemeint habe, ob ich nicht an die Liebe glaube. Ich sagte ja. Theoretisch ist es ja die Wahrheit. Ich bin zwar verliebt (allerdümmster Einfall), aber ich hoffe schon längst nicht mehr. Aber ich suche die Nähe... und man glaubt es kaum, diese gibt mir manchmal soviel Kraft zurück. Wir haben "uns" ja geeinigt, keine Beziehung zu wollen... nur.... Spaß. Leider ist dabei etwas ganz und gar schiefgegangen. Das weiß er nur nicht. Ich weiß es. Alle wissen es mittlerweile, weil man wirklich blind sein müsste. Aber naja.


Ich will doch nur ein klein wenig Liebe. Ein klein wenig Sicherheit. Ein klein wenig Geborgenheit. Ein klein wenig Wärme. Auch wenn ich's nicht gern zugebe. Einfach fallen lassen. Und das kann ich bei ihm. Wenn er mich fragt, ob er mich umarmen darf und es dann tut. Wenn seine Lippen meine berühren. Wenn er sagt, dass er sich in meiner Nähe minderwertig vorkommt (obwohl ich mich eher minderwertig vorkomm, man muss nur meinen Körper ansehen, Narben über Narben). Daher... weil wenn er kommen würde, würde er diese frischen sehen. Und das will ich nicht. Ich wäre in seiner Gegenwart noch ein wenig geschrumpft, als eh schon und wäre nur noch das selbstbemitleidenste, unselbstbewussteste, dumme Mädchen. Nice.

Warum ziehe ich eigentlich immer Arschlöcher an?
Warum ziehen mich immer Arschlöcher an?
So kann das ja gar nichts werden.