Sonntag, 27. Mai 2012

Ich dreh mich im Kreis.

Ich weiß nicht was ich will, was ich brauche und schon gar nicht wer ich überhaupt bin. Ob ich überhaupt existiere. Ich soll mir helfen lassen, doch den Mut dazu habe ich nicht. Ich lasse mich nur noch weiter vom schwarzen Abgrund verschlungen. Ich gehe nicht zurück, nicht vorwärts, sondern verweile auf einer Stelle. Starre Löcher in den Boden. Ich könnte auch nicht, wenn ich wöllte. Teufelskreis. Wie soll man da herauskommen? Alleine? Ich meine, um überhaupt einen ersten Schritt zu gehen. Da ist eine Wand zwischen mir und der Realität. Und um diese Wand zu durchbrechen, habe ich zuviel Angst, ich könnte mich verletzen, das ich einfach gegenlaufe und sich nichts regt und bewegt. Das ich gegen die Wand knall und zurückprall. Einerseits ist es vielleicht gut, dass diese Wand dort steht. Es ist eine Art Schutzmauer, vor Eindringlingen. Andrerseits schirmt sie mich ab. Vom vielleicht Guten? Dass das Böse dort ist, wo ich jetzt stehe? Aber woher weiß ich, dass auf der anderen Seite der Mauer nicht auch das Böse auf mich lauert?  Das ich in einen Nebel gezogen werde und den Sichtkontakt verliere. Mut, ja, den brauch man dazu. Einfach machen, ohne drüber nachzudenken. Aber da ist die Angst, wo ich nicht mal weiß, woher sie kommt... ewiger Teufelskreis...
Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder okay werde. Das ich wieder repariert werden kann. Dazu müsste ich vielleicht neu geboren werden. Und ist es nicht das Beste, kaputte Dinge kaputt sein zu lassen und etwas Neues aufzubauen? Vielleicht ist es auch so, dass mein Leben nun beendet ist. Das es kein Leben mehr gibt. Einfach Schluss. Das ich nur noch auf das Ende warte und es mich gar nicht mehr gibt. Es sozusagen eine "Übergangsphase" ist, bis sich der Tod dafür entscheidet, mich endlich zu holen. Wenn bei ihm vielleicht gerade viel los ist und ich nur noch auf der Warteschleife hänge. Das klingt zwar so verrückt, aber logisch und auszuhalten....

Donnerstag, 24. Mai 2012

Niemals werde ich für irgendjemanden gut genug sein.

 
Und diese Tatsache tut weh.
Mehr als alles.




You're lovely.

05:15, sein Wecker klingelt, schon das dritte Mal an diesem Morgen, er sollte eigentlich aufstehen, aber er bleibt liegen, bei mir. Er schlingt die Arme um mich und ich murmel mich in ihnen ein. Halte diesen Moment fest. Halte die Nacht fest. Er ist so geduldig mit mir. Nicht aufdringlich. So liebevoll. Und er liegt neben mir, ich liege neben ihm, kann es erneut nicht fassen. 05:30, der Wecker gibt nicht auf. Er klingelt wieder. Ich ziehe die Bettdecke über den Kopf. Neben mir bewegt sich etwas, er steht auf. Sucht seine Sachen zusammen. Macht sich fertig. Ich liege unter der Decke und beobachte ihn heimlich dabei. 05:34, er geht. Dreht sich in meine Richtung, sieht mich an, beugt sich zu mir runter und küsst mich auf die Wange, haucht ein "Tschüss". Ich sage nichts, greife nach seiner Hand und er entzieht sich langsam. Ich sehe wie er sich auf die Tür zubewegt, hinaus geht, die Tür langsam wieder zuzieht. Und ich lausche. Lausche wie er die Haustür aufschließt, lausche wie er die Treppen hinuntergeht, lausche wie er in den Keller geht, sein Bike holt, und den Kellerschlüssel in den Briefkasten wirft. Jedes einzelne Geräusch. Mittlerweile bin ich aufgestanden. Schnell barfuß zum Fenster getapst. Ein Blick hinaus und ich sehe ihn. Er muss arbeiten, sonst hätte ich ihn nicht losgelassen. Und mein Herz geht mit ihm. 06:55, ich sitze hier, der Gedanke an ihn hält mich wach, auch wenn mein Bett so verführerisch nach ihm duftet. Aber das Bett ist leer. Ohne ihn. Macht es da noch einen Sinn? Ich denke nach. Merke, das ich seine Nähe brauche. Mehr denn je. Der viele Freiraum schraubt meine Gefühle für ihn nur noch mehr in die Höhe. Mich hat es voll erwischt. Ob das nun richtig oder falsch ist, was es für Konsequenzen mit sich bringt oder was ich mir damit antue, ist im Moment völlig egal. <3

07:10, noch eine Zigarette und ich tapse ins Bett. Seine Anwesenheit vor ein paar Stunden ist noch deutlich zu spüren. Ich will seinen Duft in mir aufziehen. Einschließen. Zwar muss ich in einer Stunde wieder aufstehen, aber schlafen kann ich sowieso nicht. Ich träume. Träume den ganzen Tag durch. Von Ihm.



Sonntag, 20. Mai 2012

Versagt, versagt, versagt.

Darf ich von mir sagen, dass ich wieder einmal versagt habe? Ich habe gekämpft, gekämpft bis zum Schluß, und doch war alles umsonst. Heute Nacht war es soweit. Ich habe mich seit Jahren erneut an beiden Beinen geschnitten. Jeder Schritt tut höllisch weh, aber es stellt mich auch irgendwie zufrieden. Zufrieden mit mir selbst. Wer sieht schon meine Beine? Ich bin hässlich und mein Körper auch. Ein bis zwei Schnitte sind da doch egal. An den Armen ist kein Platz mehr. An manchen warmen Frühlingstagen schäme ich mich und trau mich kaum selbst mit einem 3/4 Jäckchen auf die Straße. An manchen Tagen aber ist es mir piepegal, denn das bin ich und das ist das Leben. Dennoch könnte ich heulen. Ich könnte heulen, mir ist so sehr danach. Aber es kommt nichts. Meine Seele blutet, mein Herz weint und mein Mund lächelt. Wer könnte sowas schlimmes schon erahnen? Man würde mich hassen. Dafür hassen, das ich noch immer krank bin. Und mit dieser Tatsache falle ich erschöpft ins Bett. Auf das der neue Tag vielleicht okay wird. 

 

Freitag, 18. Mai 2012

Hallo Welt! Du kannst mich mal!


Ich kann gar nicht mehr richtig sehen. Anscheinend doch zuviel getrunken. Aber das macht nichts. Ich wurde heute von einem Hund im Gesicht gebissen, habe gemerkt, wie unwichtig ich manchen mir wichtigen Menschen bin und bin völlig allein. Da war ich heute in einer Tiefgarage auf einem "Puffklo" und plötzlich steht ein Freund vor meiner Toilettentüre. Kam mir schon komisch vor, dass er direkt "Ja" sagte, als ich ihn fragte, ob er mit mir aufs Klo geht, weil keiner der Mädels mit mir gehen wollte. Kommt mir nahe. Ist mir unheimlich. Fängt einen Satz an... "Immer wenn ich dich sehe....." und kommt näher. Will mich küssen. Ich dreh mich um, geh an ihm vorbei und sag ihm, dass er gruselig sei. Spricht mit einer Freundin. Das er Angst hat, mich zu küssen. Sagt mir, es kommt nicht mehr vor. Aha. Jetzt denk ich immer daran, wenn ich ihn sehe. Dabei hat er eine Freundin! Wir kennen uns solange, haben soviele Augenblicke miteinander, doch niemals kam einen von uns in den Sinn, den anderen zu küssen und dann sowas! Omg. 

Habe heute Abend noch mit meiner Besten telefoniert und mir Mut machen lassen. Das ich diesem einen, der mich 7 Monate nur benutzt hat, ich am Montag eine geben werde und ihm die Meinung sage, nicht nur am Handy. Und es mir scheißegal sein wird, was die anderen von mir dann halten. Ich habe diesem einen am Handy gesagt, wie glücklich ich ohne ihn bin und ihn deutlich spüren lassen, dass er unter meinem Niveau ist. Einfach nur erbärmlich. Aber mir zu verstehen geben, ich solle nicht soviel nehmen und mich als kleines armseliges Kind darstellen. Das lass ich nicht mit mir machen! Der kann was am Montag erleben! Ich besitzte noch Stolz und vorallem Ehre. Bin nicht auf so Vollidioten angewiesen, die genau wissen, wie groß mein Herz ist und dies ausnutzen. Ich hebe meinen Kopf, lächele und schaue von oben auf ihn herab. Total eingebildet. Nur einmal. Ich schaff' das. Morgen treff ich meine Beste und wir gehen Cocktails & Sekt trinken <3  Ich zeige den Menschen, die sich ein Scheiß für mich interessieren, wie gut ich ohne ihnen klarkomme.! Ich liebe diese Menschen, aber ich werde nur mit Füßen getreten. Es tut verdammt weh und ich könnte weinen, aber das ist das Leben, muss ich immer wieder feststellen. Ich sag euch nur eins: Verreckt an euren Drogen, denkt nicht andere und wie sehr sie euch lieben, macht was ihr wollt, es interessiert euch ja eh nicht, verreckt und ich werde an eurem Grab mit ausgestreckter Zunge lachen!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Enthalte mich der Realität.

Rocken wir uns durch die Straßen.
Feiern wir bis in die Nacht.
Der Kater am Morgen.
Es wird ein perfekter Tag zum Ablenken.
Mich hält nichts auf. Nichts!
Scheiß auf die Menschen, die mich nicht ab können.
Hier bin ich!

Mittwoch, 16. Mai 2012

schwarzweißtage.

Solche Tage in denen ich mich einfach nur schlapp und unendlich faul fühle, sind die Schlimmsten. Es müsste schon ein Wunder geschehen, damit ich mich besser fühle. Es sind diese Tage, durch das meine Augen alles nur noch schwarz&weiß sehen. Kein Satz, keine Umarmung, keine Aufmunterung kann Farben bringen. Zum Abend hin ist es ganz schlimm. Weiß nichts mit mir anzufangen, quälende Gedanken lassen mein Hirn zusammenschmelzen. Kopfschmerzen, Pillen, Selbstverletzung, Pläne. Wessen Idee war es dies zu erschaffen? Die Depressionen fressen mich auf. Schwappen über die Oberfläche. Lassen sich nicht mehr untertauchen. Sie halten an, bis es mir erneut gelingt, zu verdrängen, verbannen.  
Gib mir 2-3 Tage. Dann bin ich wieder okay.