Montag, 31. Dezember 2012

Goodbye 2012!

Dieses Jahr einfach nur hinter mir lassen, das will ich. Rückblickend gesehen gab es mehr hässliche als schöne Momente. Vom glücklich-sein ganz zu schweigen. Das Einzige wirklich schöne war und ist mein Liebster. Kaum zu glauben, dass ich nach so langer Zeit wieder einen Menschen so sehr lieben kann. Aber es zerreisst mich auch. Die Angst zu verlieren ist da und bleibt. Wenn man keinen hat, hat man auch nichts zu verlieren. Dunkle Wolken schieben sich in mein Blickfeld, wenn ich dran denken möchte, wie schön das neue Jahr sein könnte. Ein weiteres Jahr kämpfen. Letztes Jahr, genau um diese Zeit, setzte ich mir das Ziel, eine Therapie in Angriff zu nehmen. Wo steh ich jetzt? Genau dort, wo ich letztes Jahr stand. Grandioser und hoffnungsloser kann es nicht sein. Ich verabscheue Silvester. Ich verabscheue Alkohol und die ganze Feierei. Meiner Meinung reicht auch ein gemütlicher Abend mit einer heißen Schokolade und der pinken Kuscheldecke. Ach wär das schön. Aber die Realität schaut anders aus. Stattdessen steht an Silvester mein Liebster, meine beste Freundin mit ihrem Freund und ner' Menge Alkohol auf meiner Matte. Ich weiß jetzt schon, dass ich nicht viel trinken, zum Abend hin nachdenklich und deprimiert sein werde & es genau so endet wie jedes Silvester: Ein bisschen Drama hier und da, die Kopfschmerzen, die neuerdings jeden Abend auftauchen und ein wenig Desaster dort. Vorallem komme ich mir jetzt schon so unendlich allein vor. Klar, ich hätte da die Menschen, die ich gerade aufgezählt habe. Aber selbst umringt von Milliarden Menschen fühle ich mich so allein. Die Tränen brennen in meinen Augen, jedoch weine ich nicht. Ein alter Kampf endet, ein neuer Kampf beginnt. Ein Kampf gegen das Todesmonster in mir. 




Freitag, 28. Dezember 2012

Weil Worte nicht mehr ausreichen.


Meine Existenz verlor ihren Halt.

Jetzt wusste ich wieder, wie sich der Schmerz der bitteren Enttäuschung anfühlt und der Geschmack von einem Hauch Verzweiflung auf der Zunge liegt. 
Nicht der seelische Schmerz, sondern der körperliche Schmerz, 
das Ziehen & Drücken in der Brust, schmerzt am meisten.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, und euch keine Albträume begleiten?
Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, und euer Kopf ist gedankenlos?
Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, und eure Stimmung kippt nicht gleich?
Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, und diese Stille genießt?
Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, und die Stille nicht zu lauten Schreien wird?
Kennt ihr das, wenn ihr im Bett liegt, ihr einfach nur einschläft und keinen Todeswunsch verspürt?


Nein? Ich auch nicht.



Donnerstag, 13. Dezember 2012

Warten auf Besserung.

"Eigentlich müsste ich noch mit dir schimpfen. Sonst denkst du, ach war gar nicht so schlimm, und du kannst es wieder machen. Aber ich tue es nicht. Sei dir sicher, das nächste Mal raste ich aus. Würde sagen, ich mach Schluß, aber das kann ich nicht, so sehr liebe ich dich. Sonst würde ich das Ganze gar nicht mitmachen"


Ich kann ihm einfach nichts verheimlichen. Selbst daran, dass ich ihn angelogen habe, als er mich gefragt hat, ob ich was gemacht habe, hat er sich dran erinnert und war traurig darüber. Er findet es auch traurig, dass seine Unterstützung wohl nicht soviel bringt, das ich wirklich andere Hilfe benötige. Ich wollte ihm vorschlagen, zu versprechen, mir ein anderes Ventil zu suchen. "Verspreche nichts, was du nicht halten kannst", war seine Antwort und ich wusste, er hat Recht. Bricht etwas weiteres in mir, verliere ich die Kontrolle. Fühle mich wie in einer Glaskugel, alles andere um mich herum verblasst. Ich nehme es wahr, aber ich bin abgegrenzt von der Welt da draußen. Nur ich und die Kugel. Mehr nicht.
Ich will es besser machen. Ich will versuchen mich zusammenzureißen. Will ihn nicht enttäuschen. Und am meisten, mich selbst nicht. Auch wenn ich denke: Ich will nicht damit aufhören. Ist das krank? Ja das ist krank. Einerseits will ich ohne Schneiden, andrerseits auch nicht. Weil es mir ist. Mein bester Freund, der aus der Vergangenheit geblieben ist. Ich bin so widersprüchlich. Das ist nicht mehr normal & ich verstehe mich selbst nicht.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Vorbei, vorbei, vorbei!!!


Mir ist kalt und ich fröstel. Die Luft um mich herum ist eingefroren, es gibt keine Wärme mehr und kein Platz für mich. Ich bin ein spitzer Gegenstand, der sich selbst sticht. Mein einziger Gedanke "Ich muss mir neue Mullbinden zulegen". Gefühle und sich zu öffnen, kann ein scharfkantiger Stein sein, der die grade aufgeatmete Seele nochmal neu zersplittern lässt. Es gibt Luftmangel, dunkle Kälte und kein Grund mehr, um sich selbst zu kämpfen. Wenn das Einzige was man von überall zurückbekommt, Vorwürfe sind. Vorwürfe und Kritik. Ich kann mich ändern. Kann die Kritik zunutzen nehmen. Aber ist es nicht der Sinn, sich selbst wiederzufinden und nicht zu einem Roboter umfunktioniert zu werden, der jedem gerecht wird? Und was ist mit mir, wenn er mich auch noch gehen lassen will? In diese Dunkelheit hinunterlässt, mich nicht mehr hält? "....das zerstört meine Gefühle zu dir", der Satz hallt in meinen Ohren, und verletzt mich nicht nur innerlich, sondern auch körperlich. Spätestens nachdem ich mir die Seele geraubt habe, meinem Körper erneut Narben zugesetzt habe, mich bluten lassen hab, für meine Minderwertigkeit und das Talent, keine menschenlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten, - ist es sowieso zu spät. Ich bekomme es nicht hin, gut genug zu sein. Ich werde keinem gerecht. Ich bin ein unnütziges kleines dummes Ding, dass sich nun in Selbstmitleid versinkt, es aber nur als Feststellungen anersieht. Eine Stelle meines Körpers fühlt sich taub an, vielleicht habe ich einen Nerv verletzt, aber was tut das jetzt noch zur Sache. Das neue Jahr naht. Vielleicht wird sich dieses Mal etwas ändern, - vielleicht, und ich glaube auch, vielleicht auch nicht.

Sonntag, 25. November 2012

Einmal egoistisch sein, nur an mich denken. Einmal selbstbewusst auftreten und sich dabei sicher fühlen. Einmal den ganzen bekloppten Menschen da draußen den Mittelfinger zeigen. Einmal selber Entscheidungen treffen, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber anderen zu haben. Einmal riskieren zu leben. Mich durch die Nacht tanzen, mich zu drehen, mich zu bewegen, die Flut der Lichter auf mich wirken lassen, den Rausch fühlen, jede Nacht. Frei durch die Lungen atmen zu können, den Zigarettenqualm vergessen. Die Welt herum ausschalten. Licht aus. Vorhang auf. Musik an. Mein Auftritt ist da.  
Scheiß auf den Rest der Welt!