Anfänge zu finden ist niemals leicht. Ich habe meinen Anfang gesucht.
Einen Schritt nach vorn gewagt, aber es doch lieber sein lassen.
Ich habe lange nichts mehr auf meinem Blog geschrieben, hab irgendwie versucht, loszulassen. Ich habe versucht den ganzen Scheiß zurückzulassen. Hat es funktioniert? Ich glaube nicht. Irgendwas bleibt immer in einem drin. Egal wie viel Zeit vergeht. Auch die momentan Situation hat sich nicht verändert. Nichts. Es wird alles nur beschissener. Ich habe keinen, um zu reden. Mein Freund steckt in seiner eigenen trostlosen Lage, die ihn mehr beschäftigt, als alles andere. Meiner besten Freundin(?) geht es abgrundtief schlecht. So sehr, dass sie sich angefangen hat zu schneiden. Ich weiß nicht, wie damit umzugehen. Denn bei ihr merkt man deutlich, es ist ein Hilfeschrei. Sie versteckt ihre Schnitte nicht. Sie läuft nachts auch nur in einem 3/4 Shirt rum. Der Kontakt zu ihr wird brüchiger. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann, ohne selber rückfällig zu werden. Sie sucht sich andere Menschen, die für sie da sind. Es verletzt mich, weil ich nur sie noch als Freundin habe, aber ich kann es auch nachvollziehen. Ich bin allein.
Außerdem bin ich mittlerweile Tante von einem kleinen Jungen geworden. Aber dort kriselt es auch nur noch. In meiner Familie kriselt es an allen Ecken und Kanten. Für mich ist da kaum Platz.
Ich hätte gerne einen Ort für mich. Einen Platz für mich in dieser Welt, an dem ich mich fallen lassen kann. An dem ich Halt finde. An dem ich sein kann, wie ich gerade sein möchte. Mich irgendwie entfalten kann. Die Last abfällt und ich mir keine Gedanken um irgendwas machen muss. Das wär schön.
Donnerstag, 19. Juni 2014
Dienstag, 29. Oktober 2013
News.
Ha! Hahaha! Ich dreh durch.
Da wollte mich tatsächlich doch schon wieder mein Freund in eine Klinik bringen, weil ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Nur weil ich ihm keine genauen Angaben darüber machen konnte, warum ich heul. Das kann man in diesem Moment einfach nicht! Da plätschert alles auf einen hinab! Ich saß im Bad auf dem Boden, war am heulen. Ich saß vor ihm, schrie ihn an, war am heulen. Jut.
Der Herr hatte dann nichts besseres zu tun, als vor mir zu stehen und permanent zu sagen, ich solle in die Realität zurückkommen und ihm dann sagen wie es mir geht. Sobald ich "gut" gesagt habe, plapperte er von einer Scheinwelt und ich sei nicht zurück. Griff nach meiner Hand und sagte "wir gehen spazieren". Meine Traurigkeit verwandelte sich urplötzlich in eine so große Wut. Das der mich einfach abschieben will! Ich bin nicht verrückt! Ich kam mir veralbert vor. Ich solle doch wieder das Mädchen sein, in das er sich verliebt habe. Stark, lebensfroh, witzig, stolz. Hahahahaha. War ich das tatsächlich vor mehr als einem Jahr? Oder bin ich nur eine gute Künstlerin? Er kam mir so fremd vor. Wie er sich benahm. Wie er.... wie er da vor mir stand und blöden Schwachsinn von sich abgab! Jut. Nachdem ich mich beruhigt hatte.. beschloss ich... nur noch in diese Situation zu kommen, wenn ich allein war. Wie sonst auch. Aber gerade das macht einen irgendwie noch mehr trauriger. Das es nur alleine geht, das man nicht einfach sein inneres nach außen stülpen kann. Tja. Hoch geflogen, tief gefallen. Ich bin leer jetzt und weiß nicht weiter.
Da wollte mich tatsächlich doch schon wieder mein Freund in eine Klinik bringen, weil ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Nur weil ich ihm keine genauen Angaben darüber machen konnte, warum ich heul. Das kann man in diesem Moment einfach nicht! Da plätschert alles auf einen hinab! Ich saß im Bad auf dem Boden, war am heulen. Ich saß vor ihm, schrie ihn an, war am heulen. Jut.
Der Herr hatte dann nichts besseres zu tun, als vor mir zu stehen und permanent zu sagen, ich solle in die Realität zurückkommen und ihm dann sagen wie es mir geht. Sobald ich "gut" gesagt habe, plapperte er von einer Scheinwelt und ich sei nicht zurück. Griff nach meiner Hand und sagte "wir gehen spazieren". Meine Traurigkeit verwandelte sich urplötzlich in eine so große Wut. Das der mich einfach abschieben will! Ich bin nicht verrückt! Ich kam mir veralbert vor. Ich solle doch wieder das Mädchen sein, in das er sich verliebt habe. Stark, lebensfroh, witzig, stolz. Hahahahaha. War ich das tatsächlich vor mehr als einem Jahr? Oder bin ich nur eine gute Künstlerin? Er kam mir so fremd vor. Wie er sich benahm. Wie er.... wie er da vor mir stand und blöden Schwachsinn von sich abgab! Jut. Nachdem ich mich beruhigt hatte.. beschloss ich... nur noch in diese Situation zu kommen, wenn ich allein war. Wie sonst auch. Aber gerade das macht einen irgendwie noch mehr trauriger. Das es nur alleine geht, das man nicht einfach sein inneres nach außen stülpen kann. Tja. Hoch geflogen, tief gefallen. Ich bin leer jetzt und weiß nicht weiter.
Donnerstag, 29. August 2013
unaufhaltsame tränen
Ich muss mich dafür entschuldigen das es mir heute Nacht sehr schlecht gegangen ist und ich einen Gefühlsausbruch hatte. Ich muss mich dafür entschuldigen das ich meinem Freund damit auf den Leim gegangen bin und geweint habe wie ein Schloßhund. Ich muss mich dafür entschuldigen, dass es mir auch mal schlecht gehen kann. Aber das ist alles ein Fehler. Anscheinend muss ich das tun, was man mir sagt. Die Tränen unterdrücken. Meine Gefühle unterdrücken, und so tun, als sei alles gut. Ich habe keinen mit dem ich reden kann. Ich habe keinen, der mir nur mal zuhört. Der mich tröstet.
Selbst wenn es nur Worte sind.
Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich mir in den Bauch geschnitten habe.
Es ist das Einzige, was für mich da ist..
Selbst wenn es nur Worte sind.
Ursprünglich wollten wir uns morgens treffen. Ursprünglich wollte ich vor drei Stunden schlafen gegangen sein. Aber immer wenn er nachts mit seinen falschen Freunden unterwegs ist, kann ich einfach nicht schlafen. Ich kann nicht schlafen wenn wir uns streiten und er nicht auf meine Bitte eingeht, doch nachhaus' zu gehen. Er wollte mir nicht sagen, was er macht und warum. Wenn er mich im Telefonat abwimmeln will. Wenn im Hintergrund geredet wird, er daraufhin lacht und sagt, er macht sich hier gerade zum Depp. Ich habe einfach Angst um ihn. Ist das so schwer zu verstehen? Jetzt warte ich. Ich warte auf ne' Nachricht das er Zuhaus' ist. Ich warte auf einen Anruf. Ich warte darauf das er sich meldet. Ich befürchte, dass es bis drei Uhr nachts andauern kann. Ich befürchte, wir werden uns heute früh nicht sehen, weil ich einfach verschlafe. Ich befürchte, er ist daraufhin wieder sauer. Auch wenn er eben sagte, ihm sei's egal.Ich habe einfach Angst das er sich von anderen erneut zu Drogen hinreißen lässt. Es war ein langer Kampf bis es soweit war, dass er monatelang nichts mehr angerührt hat. Bis zu einem letzten Rückfall vor einer Woche.
Aber was sag ich schon da? Ich war ja genauso mit meiner Scheiße.
Ja, war. Ich habe mich lange nicht mehr geschnitten. Ich kann gar nicht sagen wielange. Mir gehts aber trotzdem scheiße. Ich kann nicht sagen, dass es ohne besser ist. Fast vermisse ich es. Es war für mich einfach leben...
Montag, 26. August 2013
Ganz schön still hier.
Ich nehm mir andauernd vor mehr zu schreiben. Einfach für mich. Um Gefühlen Ausdruck zu verleihen, um mich etwas freier von der Last zu fühlen. Das ist der Sinn der Sache. Aber ich trau mich nicht. Nicht weil es evtl. einige Menschen auch lesen werden, sondern weil die Vorwürfe der letzten Zeit mich eingeschüchtert haben. Darf ich noch an mich denken? In den vergangenen Jahren hörte ich desöfteren den Rat, dass ich doch mal an mich denken solle, nicht nur an andere. Mir eine Auszeit nehmen. Aber wie man's macht, es ist immer verkehrt. Ich habe eine Weile an mich gedacht, wenn man das so nennen kann. Ich hab auf meine Stimmung geachtet. Ich habe mich extra von wichtigen Menschen abgeschottet, weil ich eben dennoch weiß, diese Menschen verstehen mich nicht. Selbst wenn's meine beste Freundin war. Und dann, ist der Schlag in die Fresse da. Meinem Freund schenke ich all' meine Aufmerksamkeit. Mein "arrogantes egoistisches Verhalten", wovon ich nichts wusste. Das bekomme ich gesagt. Bin ich egoistisch? In Wahrheit nein. Ich bemühe mich um mich, kriege es aber trotzdem nicht auf die Reihe. Wenn ich mal auf den Punkt bringe wie es mir geht, kommt entweder nur "Hmmm" oder ich will wieder Mitleid.
Ich habe keine Eltern, die hinter mir stehen. Was kann man schon von einer Mutter erwarten, die nur an sich selbst denkt, ihr Glück und Reichtum dir vor die Nase hält und nicht im Traum daran denkt, wie weh etwas tun könnte. Was kann man schon von einem Vater erwarten, der nie einer war und nie da war, als man einen Vater brauchte. Vor dem man eher Angst hatte und kaum zu Liebe fähig war. Was kann man schon von Eltern erwarten, die etwas versprechen, sich aber nie daran halten und wie kann man da noch jemals an Rückhalt denken? Was kann man schon von Geschwistern erwarten, die sich nie melden und wo man denkt, man sei vergessen worden? Und was kann man schon von einer Familie erwarten, wenn diese längst sich anfühlt, als sei sie zerbrochen, als existiere überhaupt keine Familie mehr, kein Zusammenhalt, keine Liebe. Dennoch halte ich mich daran fest. Kann und will nicht auf andere hören, die sagen, ich muss alleine da durch, ich muss an mich glauben, ich hätte in ihnen eine Familie gefunden. Aber die, die das sagen, kennen es nicht anders, sie haben eine Familie, die immer für einen da ist, selbst wenn es mal kriselt. Sie können nicht nachvollziehen, wie schwer loslassen ist...Ich will eigene Wurzeln, die so sind, wie es eigentlich selbstverständlich ist. Mich lässt es nicht los. Ich weine, aber hören tut einen eh niemand.
Ich habe keine Eltern, die hinter mir stehen. Was kann man schon von einer Mutter erwarten, die nur an sich selbst denkt, ihr Glück und Reichtum dir vor die Nase hält und nicht im Traum daran denkt, wie weh etwas tun könnte. Was kann man schon von einem Vater erwarten, der nie einer war und nie da war, als man einen Vater brauchte. Vor dem man eher Angst hatte und kaum zu Liebe fähig war. Was kann man schon von Eltern erwarten, die etwas versprechen, sich aber nie daran halten und wie kann man da noch jemals an Rückhalt denken? Was kann man schon von Geschwistern erwarten, die sich nie melden und wo man denkt, man sei vergessen worden? Und was kann man schon von einer Familie erwarten, wenn diese längst sich anfühlt, als sei sie zerbrochen, als existiere überhaupt keine Familie mehr, kein Zusammenhalt, keine Liebe. Dennoch halte ich mich daran fest. Kann und will nicht auf andere hören, die sagen, ich muss alleine da durch, ich muss an mich glauben, ich hätte in ihnen eine Familie gefunden. Aber die, die das sagen, kennen es nicht anders, sie haben eine Familie, die immer für einen da ist, selbst wenn es mal kriselt. Sie können nicht nachvollziehen, wie schwer loslassen ist...Ich will eigene Wurzeln, die so sind, wie es eigentlich selbstverständlich ist. Mich lässt es nicht los. Ich weine, aber hören tut einen eh niemand.
Mittwoch, 31. Juli 2013
Nerven liegen blank...
Ich wünschte gerade, mich würde jemand einweisen lassen und ich könnte die Verantwortung an jemanden abgeben. Die Angst vor Kliniken und der Ekel vor Ärzten links liegen lassen...
Donnerstag, 4. Juli 2013
Sehr mutig. Und ich sprachlos.
Ein Mitschüler stellte sich vor die Klasse und wollte etwas wichtiges loswerden. Meine Neugier war geweckt.
Was könnte das sein? Doch was dann kam, damit hätte ich nicht gerechnet.
Er fing vom Vortag an, als er merkwürdigerweise kurz vor die Tür musste, weil es ihm nicht gut ging. Der Grund: Er ist psychisch krank. Er erzählte, dass er Borderline hat, diese Krankheit nicht heilbar ist und er nicht kontrollieren kann ob er sich jetzt selber verletzt oder nicht. Vom Vortag, das war so ein Moment. Das sei, wenn er "Ritzdruck" habe. (Ich hasse ja diese Form von Ausdruck). Er bräuchte dann jemanden zum Reden, oder einfach nur ein Moment für sich oder ein Kühlpack, um sich wieder zu spüren. Er habe dies jetzt nur mitgeteilt, damit wir Bescheid wissen und evtl. helfen. Ich weiß nicht was mich mehr geschockt hat: Die Tatsache das er sich damit auch auskennt (schrecklicher Satz), also was Ausbrüche und das Schneiden betrifft, oder das er dies vor der ganzen Klasse gesagt hat. Von der Krankheit an sich weiß ich nicht viel. Er muss echt keine Scheu davor haben. Mut haben und vorallem Vertrauen in die Menschheit. Just in dem Moment fragte ich mich automatisch, ob er vielleicht meine Narben bemerkt haben könnte. Ob er ahnt, was mein Körper verrät. Daher auch seine Narben am Arm, über die ich vorher schon gerätselt habe. Die Puzzleteile fügten sich zusammen. Ich folge jeden seiner Blicke in meine Richtung. Ob er vielleicht auf meine Arme schaut. Oh man, ich bin echt nicht mehr ganz dicht. Aber es ist komisch. Jemanden in der Klasse zu haben, der dich evtl. verstehen kann. Ich spürte zu der Zeit der Bekanntgabe die brennenden Blicke meines Freundes auf mir, der in dem Moment neben mir saß. Mir war unwohl.
Und irgendwie ist das jetzt noch komischer.....
keiner verlor danach ein Wort darüber, keine Blicke wurden geworfen, es war, als hätte es dieses Gespräch nie gegeben.
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