Ich zünde sie an. Die Zigarette. Atme tief ein. Lasse den Tag hinter mir.
Es hat sich doch alles anders entwickelt. Kein einziges Mal habe ich es geschafft, dass Leben für mindestens 1 Minute zu lieben. Jedes Mal haben sich starke Äste um meinen Körper gewickelt, sodass ich fiel und nur noch schwer atmen könnte. Ich fiel und versuchte verzweifelt, mich irgendwo festzuhalten. Vergeblich. Die Äste um meinen Körper wurden stärker. Sie zerfetzten alles lebhafte in mir, bis nur noch eine leere Hülle meines Ich's auf dem Boden lag. Nichts und niemand sah, dass ich nur noch funktionierte. Was anderes konnte ich nicht. Kein zierliches Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht auf. Kein Glücksgefühl. Jegliches Gefühl in mir war verschwunden - bis heute. Es ist ein wenig grausam, wenn man bedenkt, dass das alles Menschen verursachen können. Das viele es nicht bemerken und schlimmer machen als es ist. Dadurch verändert man sich, man merkt es vielleicht nicht immer, aber man verändert sich durch all das was passiert ist. Man ist ein anderer Mensch.
Deshalb findet man sich oft nicht mehr. Wie ausgelöscht. Einfach verloren. Pure Asche die zurückbleibt. Von sich selbst. Man versucht, versucht es andauernd sich wiederzufinden. Doch es klappt nicht und man weiß nicht mehr, wer man ist.
Ein starker Windstoß und ich bin weg. Vielleicht würde auch noch ein leichter genügen. Man weiß es nie. Doch eines weiß ich, dass ich, auch wenn ich falle, immer wieder aufstehen werde. Ich weiß nicht warum, aber es ist so. Bis ich vom Kämpfen müde bin. Und für ne' Weile auf dem Boden ruhe. Dann aber, werde ich wieder aufstehen, damit ich aus dem Tief herrauskomme. So geht das Spiel. Und das Spiel nennt sich Leben.

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