Selbst ich habe noch Träume. Sie erhalten mich noch am Leben. Träumer haben vielleicht keinen Plan, aber Realisten haben keine Visionen. Ich würde gerne einfach mal irgendwohin lostrampen. Durch die Welt fahren, vielleicht auch sogar mit dem eigenen Auto. Irgendwohin. Nur mit dem Nötigsten unterwegs. Kein langweiliges Richtlinien Leben. Kapsel mich von meinem alten Leben ab. Vielleicht geht das alles auch nach hinten los, aber dann habe ich es wenigstens gewagt. Ein Mädchen mit sovielen Träumen, aber dennoch zu schwach und dazu verdammt, dass sie niemals wahr werden könnten. Vielleicht könnte das Ende des Buches meines Lebens auch so aussehen, dass ich durch die Welt fahre und einfach nur lebe, dass was die Menschen von heute vergessen. Einfach nur existieren und nichts aus dem einen einzigen Leben machen. So denke ich, wenn ich mal für ein paar Minuten nicht von den Depressionen und der Trauer überwältigt werde. Aber dann kommt wieder der Gedanke, ja was, du machst es ja auch nicht, du trauerst vor dir her und sagst es einfach nur so. Du bist wie alle Anderen. Das denke ich dann. Das würden vermutliche alle denken.
Es geht immer weiter und weiter. Die Welt und die Zeit dreht sich immer weiter und weiter. Und ich geh mit; mit unverwirklichen Träumen und der Trauer. Alles geht mit. Aber was wenn ich mal aussteige, einer anderen Zeit folge und dort einsteige? Vermutliche würde mich bei diesen Gedanken jeder Mensch stutzig anschauen. Weil es anscheinend nicht dem vorgegebenen Leben entspricht. Aber nein, selbst bei diesen Gedanken bin ich mir sicher. Ich bin zwar etwas ängstlich, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man hat wirklich nur ein einziges Leben. Und warum nicht ausnutzen? Alles ausprobieren? Vielleicht landet man am Ende sogar mit nichts und wieder nichts am Anfang, aber dann hat man wenigstens etwas gemacht. Dann kann es immernoch weitergehen. Ich denke mir manchmal selbst, wie kann ich über sowas nachdenken, wenn ich denn sowieso manchmal denke, dass ich aus dem Leben raus will? Irgendwie kommt halt selten eine andere Seite von mir zum Vorschein. Sie ist da, zum Überleben, selten, aber sie ist da. Mal so, mal so, aber nie kann ich mich für eine Ebene entscheiden, kann einer Zeit folgen.
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