Samstag, 11. Februar 2012

Du fehlst mir so.

Ich werde heute wieder an dein Grab gehen. Nicht oft bin ich in der Gegend, aber wenn ich es bin, bin ich für eine Weile bei dir. Selbst nach zehn Jahren kann ich dich nicht loslassen. Du lebst in mir weiter. Denn du warst wie mein Vater, den ich nie hatte. Du warst und bist noch mein bester Freund, der jetzt in einer besseren Welt ist. Ich würde dir so gerne folgen, doch ich bin mir unsicher, ob du stolz oder enttäuscht von mir bist.  Ich werde wieder über dein Grab streichen, mich ins Gras setzen & still und leise weinen. Wie immer. Bei dir kann ich es. Weinen. Du fehlst mir so. Und wenn ich an dich denke, laufen selbst jetzt die Tränen. Du bist mir so verdammt wichtig, es zerreißt mich, dass du nicht mehr da bist. Eine tiefe Verbundheit, dessen Faden nie zerrissen ist, selbst durch den Tod nicht. Ich schmecke salzige Tränen auf meinen Lippen. Es kommt mir vor, als sei es erst gestern gewesen. Als wären zehn Jahre nicht eine halbe Ewigkeit. Und ich zittere wie damals, als man mir sagte, dass du gegangen bist. Bin ganz still, zittere nur. Starre irgendeinen Punkt an. Und dann breche ich weinend zusammen. Warum bist du nicht hier. Ich weiß, du würdest nicht wollen, dass ich traurig bin, aber es tut noch immer so weh. Wahrscheinlich bin ich die Einzige aus der Familie, die noch bis heute so darunter leidet. Nächtelang habe ich gebetet, habe zu dir gesprochen. Es hat mir geholfen. Heute bin ich alleine. 

1 Kommentar:

  1. :´(

    Es berührt einen. Man mekrt deinen Schmerz und deine Verbundenheit zu ihm. Es tut mir leid.

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