Montag, 18. März 2013

Wishes.

Ich will meine Welt verändern. Ich will neu anfangen. Ich muss neu anfangen, um meine Welt zu verändern. 
Ich will einen Anfang finden. Ich will einen faulen Schritt nach vorne wagen. 
Ich will so unendlich viel Schönes. 
Ich will glücklich und mit mir im Reinen werden. 
Ich will die Ängste beiseite schieben. 
Ich will dieses ungute Gefühl im Bauch wegschieben. 
Ich will ein ganz neues Leben.

Donnerstag, 14. März 2013

Rückfall.


Da halte ich solange durch und nur ein steigender Wutausbruch bringt das Gleichgewicht zum fallen. Zuerst wurde ich rückfällig, hab mich versagerisch geschnitten und dann weiß ich nicht mehr die Mauer zu halten. Alles kam raus. Ich war so richtig aggressiv und gleichzeitig hätten die Tränen laufen können. Ich nahm meine Umgebung nicht wahr, fühlte nur die Wut in mir. Im Laufe des Tages verschwand dieser Zustand und es normalisierte sich. Ich wurde wieder zu dem stillen Menschen und "Hey, mir gehts bestens!"

Um ehrlich zu sein, war das neu. Die Wut, normal. Für ein paar Minuten, auch. Aber nicht stundenlang. Allerdings habe ich jetzt ziemlich viele Dinge zu klären. Nur wegen diesem scheiß Rückfall! Ich kann nicht mal garantieren, dass es die nächsten Tage und insbesondere heute Nacht nicht mehr passiert...... Da hat vielleicht eine Person wirklich recht, auch wenn ich das nie zugeben würde. Unter Beobachtung stehen, das ist nichts für mich! 


"Das macht mich jetzt traurig"
Hm. -Stille-
"Am liebsten wäre mir, du seist heute Abend bei mir"
Hm. -Schweigen-
"Da habe ich dich unter Kontrolle, unter Aufsicht"
Antwort: Nä.
"Wer weiß ob es nicht wieder so ist. Heute Abend, morgen, und drüber hinaus"
 
..... 




Zuhause ist da, wo dein Herz ist.

Ich bin verdammt froh ein Dach über dem Kopf zu haben. Im Winter bei Minusgraden. In den Sommernächten, wenn es wirklich kühl wird. Als ich eben mit dem überdimensionalen großen Pulli meines Freundes und noch zwei weiteren darunter durch die Nacht nachhause gelaufen bin, ist die Erinnerung zurückgekehrt, wie verloren ich mich fühlte, als es nicht so war. Nicht nur die Erinnerung, sondern auch das Gefühl, verloren zu sein, kehrte wieder. Vorallem die Kälte ist schlimm. Immer zu frieren, zu wissen, nirgendwo hat man ein Zuhause, nirgendwo ein eigenes warmes Bett. Nein. Es bleiben die Treppenhäuser einzelner Häuser, dessen Quartier steinhart und nicht gerade wärmer als draußen ist. Es bleibt die Flucht und die Suche nach einem Zuhause. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, habe ich zwar ein Dach über dem Kopf, aber kein Zuhause. Das wichtigste jedoch zurzeit ist, dass ich nicht mehr frieren muss und jedesmal wenn ich im Doppellagenlook das Haus verlasse, kriecht mir die Eiseskälte den Rücken hinauf, weil ich genau weiß wie's war, nie mehr sein wird, die Erinnerung mich nicht loslässt.

Dienstag, 12. März 2013

Because maybe, you're gonna be the one that saves me.

Ich liebe meinen Freund. Keine Frage. Abgöttisch und verlangend. Sehnsucht bekommt eine ganz andere Bedeutung. Wir sehen uns fünf Tage die Woche. Trotzdem vermisse ich ihn die restlichen zwei Tage so sehr. Er tut soviel für mich und ich sollte das mehr zu schätzen wissen. Aber es gibt gewisse Dinge, die einfach totgeschwiegen werden. Nicht das es in unserem Sinne wäre, sondern nur in meinem. Ich tröste ihn, wenn er sich mal wieder zuviele Gedanken über mich macht. Wenn ich seinen "Was los"-Fragen aus dem Weg gehe. Wenn ich ihn im Arm halte und er nicht sieht, dass ich den Tränen nahe bin. Wenn seine Mutter mit ihm über mich spricht, dass ich in familiären Dingen mehr klären soll, anstatt nur zu schweigen. Durch ihn bekomme ich immer mehr Zweifel. Und ich frage mich: War ich vorher einfach nur blind oder nur dran gewöhnt? Oder: Übertreibt er, sieht er das nur anders als ich? Es geht viel mehr um mich, als um uns. Nein, nicht das es schlimm sei, er will wohl einfach nur helfen. Aber warum helfen, wenn man selbst darin kein Problem sieht? Ein Problem gibt es jetzt, weil er meine Augen öffnet. Er öffnet meine Augen in gewissen familiären Dingen. Dafür schäme ich mich. Weil ich als Tochter nicht mehr erwarten kann. Hätte eigentlich alles was ich brauche. So war und ist es. Ich schäme mich, weil ich die Erwartungen, Gefühle, wie soll ich sagen, Wünsche, anderer so nicht mehr wertschätzen würde. Nein, nicht wertschätzen. Aber ich würde diese Dinge nach hinten schrauben und meine nach vorne. Ist das falsch? Oder darf mein Gewissen mir dabei im Weg stehen? 


Aber im Endeffekt bleibt es gleich: Schweigen und drüber hinwegsehen - irgendwann wird es vielleicht besser. Wie sagt man? Alleine tut sich nichts. Jedoch was ist, wenn man nicht mehr schweigt, es könnte sich alles ändern. Ob gut oder schlecht, wer weiß das schon. Die Frage stellt sich: Riskieren oder nicht? Die Tränen brennen in den Augen, ich weiß nicht wohin ich gehen soll, welche Richtung ich einschlagen soll. Und wen, wen habe ich, dem ich all dies sagen kann?

Montag, 4. März 2013

The saddest part is that everyone thinks I'm happy.

"Unverstanden", war das erste Wort, was mir heute wie ein Geistesblitz einfiel, als ich nachhause kam. So fühlte ich mich auch. Und kaputt, kraftverlassen und überhaupt verlassen! Wie ein Häufchen Elend saß ich gestern Nacht auf der Couch meines Freundes, während die Vorwürfe und Sprüche nur auf mich niederprasselten. Ich spürte die Wut auf mich seinerseits und ich konnte in diesem Moment nichts richtig machen. Langsam krümmelte ich mich zusammen, zog Beine & Kopf ein, und saugte seine ganzen wütenden Worte in mich auf, die sich wie Messerstiche anfühlten. Ich wusste mir nicht zu helfen. Wusste nicht, was ich falsch gemacht habe, ob bloß meine Anwesenheit falsch war. Ob es nicht besser wäre, einfach unsichtbar zu sein. Es nützte alles nichts. Sein Zorn wuchs. Und die Antworten auf seine Fragen waren auch falsch seiner Reaktion nach. 


Da saß ich nun. Wie ein kleines Kind das ungezogen war. Ich fiel in mich zusammen. Wippte hin und her. Brachte nur noch die leisen Worte "Ist okay. Ist alles okay" heraus, bevor ich laut aufschluchzte, wimmerte und weinte. Die Tränen waren unaufhaltsam. Am liebsten wäre ich aufgesprungen, davongerannt, als er sich mir näherte und "Nein, nein, nein" wisperte. Er zog mich in seine Arme und ich fiel hinein. Immernoch die Beine angezogen und den Kopf gesenkt wie ein Sack. "Das wollte ich nicht", flüsterte er. Die Zeit zog sich wie ein Kaugummi. Meine Tränen wollten einfach nicht trocknen. Genauso wie die für mich erschreckenden lauten Schluchzgeräusche. Mein Zusammenbruch hatte das perfekte Timing gefunden. Genau dann, wenn ich es am wenigstens gebrauchen konnte. Nach einer Weile fand ich endlich abgehackte Worte. Wir redeten über die gesamte Situation, - meistens unterbrochen von erneuten Tränenausbrüchen. Ich fühlte mich mies und schwach. Aber auch so müde und kaputt. Er entschuldigte sich bei mir, er hätte wirklich maßlos übertrieben. Aber dieser Moment brannte sich in mich hinein. Irgendwas musste auch an mir verkehrt sein, warum ich ihn immer wieder dazu bringe, dass er seine Launen nicht unter Kontrolle hat. "Du bist so eine starke Frau, aber jetzt habe ich dich soweit gebracht, dass du weich geworden bist", und ja, es ist wahr. Ich konnte einfach unter diesen ganzen Vorwürfen dem Ganzen nicht mehr standhalten. Es war soviel mehr, was aufeinmal zusammenkam. Was mich zum verlieren brachte.


What's wrong?
It's not you. It's me.
 
Zuhause angekommen fühlte ich mich nicht besser. Der Gedanke festigt sich, dass ich nur ausgenutzt werde. Das die Situation hier nicht ganz in Ordnung ist. Am liebsten würde ich ausziehen, aber die finanziellen Mittel dazu fehlen mir. Geld steht hier an erster Stelle. Ich habe alles was ich brauche, auch wenn ich laut meinem Freund nur den "Schrott" habe, während meine Mutter den neuesten und besten Scheiß besitzt. Damit sich meine Mutter nicht alleine fühlt, und da ich die Einzige bin, die sie hier hat, bin ich da. Das zieht mich auf irgendeine Weise runter. Weil ich so nicht an mich denken kann. Weil ich so nicht einmal egoistisch sein kann. Psychisch gesehen fühle ich mich Zuhause einfach nur scheiße. Eigentlich will ich hier keine Zeit mehr verbringen, nur wenn ich alleine bin. Daher versuche ich die meiste Zeit, während meine Mutter Zuhause ist, nicht hier zu sein. Schon traurig so ein Familienleben. Die Familie zerstreut in ganz Deutschland, kaum Kontakt, auch wenn ich es mir wünschen würde. Aber was ich will, interessiert ja kein Schwein!
Ich will hier weg. Ich will hier raus. Das ist das Einzige was ich weiß.

Montag, 25. Februar 2013

Lebenszeichen.

Ernsthaft? Die ganze Winter-Schnee-Regen-Kälte stachelt die Depression nur mehr an. Kein Wunder warum ich jeden Tag versuche meine Motivation wiederzuerlangen. Sie geht nämlich mit jedem neuen Morgen, der heranbricht. Und über den Tag verteilt liegt der Schleier vor meinen Füßen. An freien Tagen wünsche ich mir mehr Zeit. Ich wünsche mir, mich einfach auf die Fensterbank zu setzen, die Musik anzuschmeißen, und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Einen Plan schmieden, wie ich Ziele verwirkliche. 

Aber mir fehlt die Zeit. An freien Tagen bin ich kraftlos und erschöpft. Zu nichts fähig. Einfach nur im Bett liegen und schlafen. Die Musik habe ich aus meinem Leben verbannt, zu meinem eigenen Besten. Es gibt Wochen, in denen ich einfach keine Musik hören kann. Nicht mal stimmungsabhängig. Ja es gibt sie, für die passenden Situationen die richtige Musik. Aber was ist, wenn die Musik einfach nur quälend ist? Sie reißt meine Gedanken auseinander. Als würde sie mich spalten und ich mich danach nicht mehr zusammenflicken könnte. Dieses Gefühl, diese Phase zu beschreiben, ist eigentlich schier unmöglich. Es gibt sovieles was mir auf der Seele brennt. Aber was einfach ungesagt bleibt und immer ungehört bleiben wird.


Sonntag, 3. Februar 2013

I want to tell you everything, but I'm afraid you wont understand.

In einer Beziehung ist Vertrauen ganz wichtig. Aber was verstehen einige unter "bitte erzähl's keinem" nicht? Ich meine, ist das so schwer zu meistern, etwas für sich zu behalten, was jemand einem im Vertrauen erzählt hat? Ich muss sagen, mir fiel es sowieso schon schwer, aber umso schwerer fiels mir, auf der Couch nicht in Tränen auszubrechen. Armseliges Stück. Aufeinmal kommt seine Mom überraschend zu Besuch und ins Zimmer, gibt ihren Senf dazu, was ich meinem Freund anvertraut habe und sagt das so locker, als sei es ganz normal. "Der kann man nichts erzählen", raunt mir mein Freund zu. "Dir auch nicht", erwidere ich und verharre in meiner Position. Ich weiß nicht was verletzender war: Der Satz von seiner Mom oder das enttäuschte Gefühl über meinem Vertrauen zu ihm. Ihr habt doch alle keine Ahnung wie es mir ergangen ist!, dachte ich mir. Weder seine Mom, noch meine, aber er weiß es. Das Schneideverlangen wuchs, es wuchs jedoch nicht nur, es war schlagartig da. Ich habe nachgegeben. Wie sonst auch. Dem Druck einfach nachgegeben. Den Schlägen nachgegeben. Versagerin, hallt es in mir. Blödes naives Ding. Ab jetzt halte ich die Klappe. Lasst die Show beginnen.