Montag, 31. Oktober 2011

Make it STOP!


Unglaublich das mir so etwas mal passiert. Ich habe mir geschworen, dass es mir niemals passieren wird. Das ich so über die Grenzen gehe. Ich war in dem Moment so in Panik und so schockiert, dass ich mir einfach nur gedacht hab; Scheiße, Scheiße, Scheiße! Ich bin zuweit gegangen. Ich habe mich geschnitten. Mit mir ist es einfach durchgegangen. Aber wäre das nicht genug... ist es zu tief. Tiefer als überhaupt jemals. Die Wunde hat richtig geklafft, das Blut ist nur so hinaus gesickert... in meiner Panik hab ich die Klinge an die Wand geworfen und hab mir schnell ein Pflaster & en Verband um den Arm gewickelt. Ich hatte aufeinmal so Angst, dass das genäht werden muss und die Angst sitzt mir immernoch in den Knochen. Es ist einfach passiert. Ich hab mich heulend auf den Boden geworfen und den Kopf gegen den Schrank gehaun, weil ich so schockiert war & vorallem so dumm! Wie konnte das passieren! Ich glaube, dass hat mir so ein wenig die Augen geöffnet, aber aufhören kann ich vermutlich trotzdem nicht. Sowas wird mir nicht wieder passieren! Ich brauche nur Kontrolle.... Ich hab mir doch geschworen, dass so etwas niemals passiert, nicht so tief.... und doch ist es passiert. Ich würde gerne versprechen, dass so etwas niemals wieder passiert, ein Ausrutscher, so tief... aber irgendwie hab ich Angst das es wieder passiert, ein Ausrutscher, so tief.... scheiße!!! Was ist nur los mit mir? Und was jetzt? 

Scham & Angst.
Wut & Hass. 
Schmerz. 

 

Sonntag, 30. Oktober 2011

I hate myself.

Das kennt vermutlich jeder...man hört einen Song und plötzlich stürzen ungewollte Erinnerungen ins Gedächtnis, die eigentlich unangenehm sind. Oder die man nicht zugeben möchte. Überhaupt nie ausspricht. Trotz dessen, erstelle ich gerade eine Art Liste mit diesen Songs. Schon beim Aufschreiben ohne Klang erinnere ich mich. Ich will diese Erinnerungen eigentlich vergessen, verdrängen. Aber auf der anderen Seite muss ich mich erinnern. Sie sind vielleicht auch son Art Anker. Zum Beispiel sind es Personen, die mir einst sehr wichtig waren und an die ich noch heute denke, aber nicht zugeben kann, aufgrunddessen, was sie mir angetan und jeder andere sie in meinem Umkreis verachtet.


Oder aber es sind Ereignisse aus der Vergangenheit die mich einfach nicht loslassen. Und die ich mit anderen verbinde. Ich muss immer wieder feststellen, leider, dass sie zu mir gehören, die Erinnerungen. Diese unangenehmen, schmerzenden. Menschen, selbst aus der eigenen Familie, die mich zu Taten zwangen, die ich nicht wollte und mich heute noch für bestrafe, missachte und mir alles Schlimme der Welt wünsche, weil ich zu schwach war um mich dagegen zu wehren. Und selbst mit dieser Tat habe ich nicht nur mir das Herz rausgerissen. Ich hab andere mitreingezogen. Alle dachten sie, dass geht vorbei, ich krieg mich ein, ich erhole mich. Aber niemand weiß, dass ich mir noch heute den Tod für wünsche. Dafür. Sowas wie mir darf nicht ungeschont davon kommen und ich zahle immernoch den Preis dafür. Die immer wieder aufsteigenden Selbstmordgedanken wenn ich daran denke, die Bestrafungen die ich mir deswegen antun muss. Ich kann mir selbst nicht verzeihen und werde es wohl nie können. Selbst nach zweieinhalb Jahren nach dem Geschehen. Und sie dachten, ich bin wieder okay. Selbst nach zweieinhalb Jahren spüre ich diese Reue, das Geschehene ungeschehen zu machen, aber es geht nicht und ich hasse mich. Ich war zu schwach, niemand half mir, jeder zwang mich zu einem Ausgang, sie beleidigten mich, schlugen mich mit ihren Worten, bis ich zusammenbrach und nicht mehr konnte. Ich war allein, sie wollten mir alles wegnehmen. Sie haben mir damals das Leben genommen und es ist ihnen nicht klar. Ich hasse sie, ich hasse sie dafür das mir jetzt deswegen schon wieder die Tränen kommen, nach Monaten in denen ich lange nicht mehr nasse Augen hatte. Ich hasse sie dafür. Ich hasse sie, was sie mir damit angetan haben. Ich hasse sie, dass sie keine Ahnung haben, wie sehr ich mich jetzt dafür hasse und mich aufschlitzen will, die Organe zerschneiden, meine Seele aus mir rauskratzen. Es tut so weh......

Freitag, 28. Oktober 2011

Es ist nicht das Leben, was du verstehst. Es ist aus deiner Lage das Beste zu machen.


Alle sagen; hör damit auf! Sie hören nicht wie ich sage; warum hört niemand meine Worte, die sagen: Hat mich mal jemand gefragt ob ich aufhören kann, ob ich aufhören will? Nein. Alle sagen; das interessiert nicht, du machst das jetzt. Dies zeigt nur wiedermal das meine Gefühle nicht ernst genommen werden, das es nur um das Gesamtbild geht, das ich um jeden Preis gesund werden soll, auch wenn das bedeutet, mich noch tiefer in die Enge zu treiben, sodass ich nur noch funktioniere, nur noch lüge, nur noch schauspielere und im Inneren keine Chance habe auf ein wahres, wenigstens ansatzweise schönes Leben. Ich passe nicht in eure wahnsinnig perfekte Welt, vom Schein getrübt. Ich bin zu krank. Aber wenn der Vorhang fällt, dann ist es keine perfekte Welt, sondern nur noch eine kranke. Und wieso pass ich dann nicht genau darein? 

Ich bin genauso krank wie eure kranke Welt.


Jeder verarscht hier jeden. Es wird verraten und betrogen. Es wird gelogen und verleugnet, um Macht gekämpft. Die Verlierer ziehen die Arschkarte, werden niedergemacht. Der Rang ist hier ziemlich wichtig. Bist du unten, wird auf dich eingetreten, schön mit dem Stiefel ins Gesicht. Ist sowas überhaupt richtig? Von Psychologen wird dir eingetrichtert, dass du so, wie du bisher gelebt hast, nicht weitermachen kannst. Sollst es anders machen. Schreiben dir vor, was perfekt ist. Wie ein Mensch zu funktionieren hat. Damit du wieder reinpasst, ins Gesamtbild. Fällst du aber wieder, wird wieder schön auf dich eingetreten, bis du nur noch einen einzigen Wunsch hast; zu sterben.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Trigger*

Es muss auf Papier, oder in diesem Fall auf eine leere Seite. In nächster Zeit darf ich mir nicht mehr roten Lack auf die Nägel pinseln. Es triggert mich viel zu sehr. Und dann noch an den Händen, der Tatwaffe. Zuviel. Wo doch soviel angestauter Druck auf und in mir lastet. Egal was es ist: Lack, Wand, Handtuch, Zigarettenschachteln, Kerzen... wenns rot ist, seh ich rot. Blut. Gehts nur mir so? Das macht mich wahnsinnig und gleichzeitig ernüchtert es mich. Es ist komisch. Von anderen das Blut kann ich nicht sehen und nach meinem durste ich. Klingt ja fast so wie ein Fantasy Vampir auf Drogen. Und man kann es ja fast so nennen... wenn ich mich schneide, bin ich wie auf Drogen. Mit Drogen (in meinem Fall Alkohol) ist der Kick natürlich höher, aber der Störfaktor ist, dass ich gar nichts spüre. Ich sehe nur. fuckyou. Dabei... nein.. ich sollt lieber aufhören... ich stachel mich ja nur selbst dazu an. Es ist ja nur nicht das Rote, es ist auch... wenn ich mich irgendwie ausversehen anstoße oder auf die Fresse flieg (wortwörtlich) oder was auch immer... ist der Schmerz gut. Wenigstens spüre ich diesen Schmerz. Und das ich ihn verdient habe, weiß ich auch. Wielange Bestrafung anhält, weiß nur die Hölle.

Manchmal, okay öfters, liebe ich es. Wenns aus der mir nicht schmerzenden Wunde quielt. Es beruhigt mich irgendwie. Wirklich. Und irgendwie hasse ich mich auch noch mehr wenn ich so darüber fühle. 

 
Kann nicht irgendwas nicht kaputt sein? In mir?


Dienstag, 25. Oktober 2011

Roter Nagellack an meinen Fingern.


Roter Nagellack an meinen Fingern. Welch' eine Ironie*. Getrocknetes Blut an meinen Händen. Laufe hinaus an die Luft. Kaputte Luft. Menschen an jeder Ecke, drängen sich an mir vorbei, durchschauen mich mit ihren arroganten Blicken. Sehen mich an. Das reicht schon. Sie sind da. Nehmen mich kurz wahr. Erstickungsgefahr. Menschen um mich herum lassen mich schrumpfen. Nehmen mir die Luft, hinterlassen noch mehr Angst und noch mehr Scham. Verfolgungswahn. Verfolgt mit Blicken. Wer ist da? Grenzen mich aus. Grenzgänger. Du bist schuldig, sagen sie. Du gehörst weggesperrt. Dich brauchen wir nicht. Welche Rolle spiele ich? Ich bin Nichts, gehöre nicht her. Jemand reißt mich aus meinen Gedanken. "Ausweis bitte" ... Für den Tabak. Die letzte Dose war leer. Bezahle. Ich nehme & stopfe den Tabak in die Tasche, verlasse den Laden. Bleibe stehen. Überlege. Soll ich, soll ich nicht. Entscheide mich anders, verschiebe den Wodka auf irgendwann. Den Schmerz runterspülen, kann warten. Ich gehe heim und lasse mich seufzend auf den Stuhl fallen. Es wird das letzte Mal in dieser Woche gewesen sein, an der Luft. Bleibe in der Wohnung. Im Zimmer. Isolier mich, lange. Ein Nichts hat Niemanden, der einen nach draußen zerren könnte. Warum auch? Nichts. Roter Nagellack an meinen Fingern. 
Alles was bleibt.

Freitag, 21. Oktober 2011

Leere. Leere. Leere und nochmal Leere.

Ich habe etwas holpernd in letzter Zeit gepostet. Das lag daran, dass ich mich mit fürchterlichen Zahnschmerzen und noch einigen anderen Einschränkungen rumgeplagt hab. Momentan geht es etwas besser. Ich hoff aber, dass ich bald wieder, zumindenst körperlich, fit bin. Zurzeit herrscht in mir sowieso das totale Durcheinander und ich muss meine Gedanken etwas ordnen. Das ist alles so Wirr und eigentlich mag ich Veränderungen nicht, weil ich Angst vor ihnen hab. Aber irgendwas muss sich ja ändern. In den nächsten Wochen will ich auch wieder etwas mehr bloggen, soweit mein inneres Chaos das zulässt. Niederzuschreiben was ich fühle hilft mir auch weiter. 
Irgendwo mal Dampf abzulassen.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Zersplitterte Seele.

Ich habe das Bild im Kopf, aber malen könnte ich es nicht. Eine Seele die nicht leuchtet weil das Licht sie schwächt, weil das Licht sie schon verlassen hat. Eine Seele die dunkel und schwarz ist, weil die Dunkelheit sie umschlingt. Weil die scharfen Klauen sie mit ihren eigenen Splittern des Schmerzens zerreißen. Der Enttäuschungen und der Worte, die sich tief hineingeritzt haben. Mit jedem Schnitt den ich selbst tat, hat sich ein Splitter noch tiefer hineingesägt, Salz in den vorhandenen Wunden gestreut. Bestätigung. Menschen haben einst mit ihren Worten und Taten die Seele noch kleiner schrumpfen lassen. Haben Spuren hinterlassen. Narben. Und je mehr die Worte sich in die Seele einbrennen, desto mehr hasst sich die Seele. Je mehr hat sie den Wunsch, sich noch mehr zu hassen. Sie nimmt mehrere Splitter in die Hände und sticht sie auf sich selbst ein. Blut strömt in Massen herraus. Es tut noch mehr weh. Noch mehr Narben und noch mehr frische Wunden. Noch mehr Bestätigung.

Es kann sein, dass das alles ziemlich wirr klingt, ich versteh es selbst meist nicht, aber mein Kopf zeigt mir diese Sätze vor und fühlt sie. Ich kann nur das wiedergeben, was ich in mir wiedergebe. Manchmal glaub ich, ich habse nicht mehr alle. Am nächsten Tag lese ich dann meine eigenen Worte und kann nicht fassen, wie ich sowas aufs Blatt bekommen habe. Wie sowas aus mir kommt. Meine eigenen Worte, meine Sprache, mein Fühlen. Ich fass mir an den Kopf und sehe mich wie in Trance. Im nächsten Moment bin ich wieder aus der Trance hinaus, aber lösche die Wörter nicht, denn ich weiß, sie sind wahr, auch wenn sie so verwirrend sind. Für mich selber. Ja, manchmal befinde ich mich im Krieg mit mir selbst. 
Schüsse, Blut, Schreie, Heulen. Grauer Himmel. Verflüchtender Nebel.