Mittwoch, 3. August 2011

Antidepressiva & Sommerangst.

Ich habe heute total geschwitzt. Anscheinend hatten sie wohl doch alle Recht, dass der Sommer wieder auftaucht und es 30 Grad werden. Schön für andere, Pech für mich.
Ich bin mit Jeans und zwei Tops & Pulli raus. Bissl hochkrempeln ging auch noch, aber später gegen Mittag wurds lästig! Ohja. Mir graut es schon vor den nächsten Tagen. Vorallem macht mich schönes Wetter auch irgendwie mehr drepressiver. Ein anderes Thema gibt es zurzeit bei mir nicht, das hält mich schon ganz schön auf Trap. Allerdings beginnt morgen oder eher gesagt heute meine Show wieder. Hach, was geht es mir gut! Hach, was hab ich für gute Laune! Hach, was freu ich mich! Hach, ja. Nä -.- So wie ich mein Schicksal kenne, passiert wieder irgendwas unerwartetes und meine Laune ist ganz dahin. Oder ich bin wieder nur das still schweigsame Mädchen in der kleinen dunklen Ecke und bewege mich nur, wenn ich dazu aufgefordert werde. Juhu! 



Ich bin derzeit auch ziemlich am Grübeln. Man hat mir vorgeschlagen wegen einer bestimmten Geschichte zu einer damaligen Beratungsstelle zu gehen. Jedoch habe ich davor schreckliche Angst, schreckliche Angst das man das von mir denkt, was ich von mir selbst denke. Ich weiß noch nicht ob ich den Mut dazu aufbringe. Vielleicht irgendwann, ja irgendwann... (never) Und vorallem hat man mir zu Antidepressiva geraten. Hat jemand damit Erfahrungen? Hilft das? Wird man abhängig? Sind die stark? Super, mir wird dazu geraten und dabei berücktsichtigt man nicht, dass ich dafür zum Arzt gehen muss und das ist der Horror schlechthin für mich. Der weiß direkt nichts darüber. Würd mich gleich zu nem Psychologen überweisen. Aber dadurch denke ich schon, hm, man kanns mal probieren? Und dann immernoch abbrechen? Kann man das? Ach, ich bin so vollkommen durcheinander. Die ersten Schritt sind die schlimmsten und ich weiß auch nicht, ob meine Ängste sowas überhaupt zulassen würden. Ich bin so oder so alleine... hier und jetzt. Ever. 

Uninteressanter Post, aber wurschd. .

3 Kommentare:

  1. Ich nehm welche und sie helfen mir.. Kann aber sein, dass du unterschiedliche ausprobieren musst, bis du die richtigen findest. Viele wirken dazu übrigens auch angstlösend, hat definitiv enorme Vorteile.

    Du musst aber aufpassen, dass du zum richtigen gehst ;)
    Psychologen sind alle mit abgeschlossenem Psychologie-Studium, die dürfen noch nicht praktizieren. Psychologische Psychotherapeuten Abend ne zusätzliche Ausbildung, da gehst du meist wöchentlich hin, die dürfen aber keine Medis verschreiben.
    Ein Psychiater ist ein Medizinstudent der danach ne weiterführende Ausbildung gemacht hat, quasi wie ein Hautarzt, HNO-Arzt, ...
    Da gehst du ca 1/Monat hin, der verschreibt die nur Medis.
    Um im Endeffekt wirklich weiter zu kommen ist ne Kombi am Besten.

    Ich hoffe wirklich, dass du es schaffst, dir Hilfe zu holen, ich weiß wie schwer es ist! Ich hab ein geschlagenes halbes Jahr täglich mit mir und dem Telefonhörer gekämpft ;), im Endeffekt war es aber wirklich ein guter Schritt.

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  2. Das Problem mit den Antidepressiva ist, dass jeder individuell reagiert. Ich hab jetzt das vierte AD ausprobiert, und endlich keine Nebenwirkungen mehr.

    Am Anfang bekommst du ein AD verschrieben, dass auf deine Symptome passt - wenn du zum Beispiel Schlafstörungen seit der Depression hast, dann hat das AD eine begleitende Müdigkeit Erscheinung -, allerdings kannst du nicht von 0 auf 100 gehen, sondern musst hübsch portioniert starten. Irgendwann erreichst du eine bestimmte Dosis und dann zeigt sich, ob du das AD verträgst.
    Bei meinem ersten AD war ich einfach nur ständig Müde und das hat sich nicht so gut in der Schule gemacht. Beim zweiten war mir immer schlecht und ich musste die Tablette über den Tag verteilt nehmen, weil ich mich bei einer ganzen im Stück übergeben hatte.
    Jetzt kriege ich zwei ADs in Kombination, die mir ein Psychiater verschrieben hat. Ich rate dir dringend dorthin zu gehen, denn die Hausärzte kennen sich mit ADs einfach gar nicht aus und somit kannst du viel Zeit und Ärger sparen.

    Abhängig? Wenn man glaubt, dass die Tabletten eben reichen und man sonst keine Behandlung nötig hat, dann vielleicht. Aber wenn du wirklich gesund werden möchtest, kannst du irgendwann auch wieder ohne. Ich bin manchmal sehr froh, dass ich die ADs habe; manchmal hasse ich es aber auch. Wenn du magst, kannst du dich mal durch meinen Blog klicken (aber lass dich bitte nicht abschrecken :)

    Bitte brich niemals einfach eine AD Behandlung ab! Man muss die Einnahme ausgleiten lassen; so wie man sie auch begonnen hat. Ein plötzlicher Abbruch macht dein Gehirn völlig durcheinander.
    Und lies dir bloß nicht den Beipackzettel durch. Allein bei einer Aspirin liest es sich, als ob man jeden Moment verrecken kann.

    Wenn du Fragen hast, meld dich.
    Ich hoffe dir geht es damit bald besser. ♥

    Allerliebst

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  3. Es stimmt, dass du manchmal eine extreme Leere spürst. Betonung liegt hier allerdings auf 'manchmal'. Ich habe das ganze immer mit Watte verglichen, in die man eingehüllt ist. Alles ist ein bisschen dumpf, alles wird ein bisschen egal - und besonders viel mitkriegen tust du nur, wenn du dich sehr konzentrierst. Das kann aber auch angenehm sein.

    Geh zum Hausarzt und lass dir eine Überweisung zur Psychiatrie plus dem Namen eines Psychiaters geben. Mach einen Termin, geh hin und du merkst, dass alles gar nicht so schlimm ist.
    Grundsätzlich braucht man keine Therapie zum AD, aber es wird dir dringend geraten. Die Tabletten lösen immerhin kein Problem! Ich habe damals auch nur die ADs genommen, als ich wusste, dass ich in Therapie gehen werde.

    Am Anfang wird dir alles ein bisschen schlimmer und unerträglicher vorkommen, aber dann bemerkst du die Besserungen. Mir geht es mittlerweile viel besser.

    ♥

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