Montag, 4. April 2011

Die Dunkelheit lauert um der Ecke.

Ich bin so müde von dem ganzen Mist hier. So müde. Mich treibt kaum noch etwas an und dennoch bin ich dauernd nur in Bewegung. Morgen oder eher gesagt heute, werde ich an den Ort gehen, an dem alles angefangen hat. Ich werde bevor ich das Haus betrete, kurz vorher zum Friedhof gehen und ihn besuchen. Schade das es keine echten schwarzen Rosen gibt. Ich war solange nicht mehr dort. Und wenn ich dann dastehe, werde ich überall den Tod sehen. Dunkel wird es um mich herum sein. Davor werde ich zu einem Blumengeschäft gegenüber gehen, eine Blume kaufen um sie dann auf das Grab zu legen. Es nützt zwar nichts, denn sie wird nach einer Stunde sowieso verschwinden. Aber mir geht es um diese eine Geste. Danach werde ich das Haus betreten, indem ich immernoch die eiskalten Schreie höre. Ich werde das Blut an den Wänden sehen, das einst dort versehen war. Ich werde das Heulen und das lautstarke Gebrüll wieder wahrnehmen. Ich werde mich als Kind wiedersehen, dass einst vor dem offenen Fenster stand und in die Nacht hinaus blickte. Und doch werde ich dann lächeln. Ob es echt ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es geht nur um's verdrängen.


Vorgestern kam der Brief vom "Machen Sie eine Therapie" Gespräch an. Der nächste Termin wurde festgesetzt, um über dieses Gespräch was vor Wochen war, nochmal anzugehen. Doch ich werde wahrscheinlich anrufen und alles absagen. Es würde mich nur noch mehr aufregen. Jetzt gehe ich meine Haare auswaschen. Es passt perfekt. Dunkle Haare, dunkle Augen, dunkle Traurigkeit, dunkler Ort. Als würde ich zu meiner eigenen Beerdigung gehen.


Hoffentlich regnet es heute.
Es wäre perfekt für diesen Ausflug an einen dunklen Ort.


3 Kommentare:

  1. Ich liebe es deine Texte zu lesen,
    man fängt an und kann einfach nicht mittendrin aufhören.Sie fesseln halt sehr.
    Respekt! :)
    Ich wünsch dir einen gten Start in die neue Woche!<3

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  2. Oh man, wie sehr dieser Text mir nahe geht, kann ich gar nicht sagen. Doch der letzte Satz, der Wunsch nach Regen, wie sehr ich ihn auch habe...

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