Sonntag, 15. Januar 2012

Es ist das Ende. Das Ende vom Anfang.


Seit Freitag bin ich in dieser Trauer gefangen. Alles erscheint mir so nebelartig, als würde ich auf Wolken schweben. Mitten in der Bewegung muss ich stehen bleiben, mir an die Stirn fassen, die Augen schließen, weil es mich so sehr runterzieht. Ich sollte mein Leben nicht von Enttäuschungen bestimmen lassen. Aber irgendwas in mir sträubt sich dagegen. Ich kann nicht anders. So einsam, allein & verlassen, fühle ich mich. Kaum auszuhalten. Und dies sind meine schlimmsten Ängsten. Das ich von allem und jedem verlassen werde. Mir nur noch die Einsamkeit bleibt. Es werden keine Fragen gestellt, denn es existieren keine Antworten. Ich überlebe. Das ist das Einzige, was zählt. Oder? Ich fühle mich so betäubt, sodass ich vor ein paar Stunden meinen vorraussehenden Rückfall hatte. Habe mir tief ins Fleisch geschnitten. Kreuz und quer. Aber die Trauer bleibt. Nur der Hass ist stärker. Meine Suizidgedanken auch. Ich bete nur noch, dass ich durch einen Unfall oder ähnliches umkomme. Das es mich trifft. Ich stelle mir alle möglichen Szenarien vor und finde den Gedanken erlösend. Ich will mich einfach in Luft auflösen. Nichts mehr sein. Nicht mal eine wandelnde Hülle meiner Überbleibsel. Das was ich bin. Die Klausur letzte Woche habe ich bestimmt auch verhaun'. Egal was mir in die Hände kommt, vermassel ich. Mein Leben ist außer Kontrolle, ich bekomms nicht in den Griff, daher schaffe ich auch keinen anderen Kram. Ich hab so Angst. Ich hab so Angst, weil mir so danach ist, jetzt und hier aufzugeben. Aufgeben.

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