Samstag, 3. Dezember 2011

Mach die erste Flasche auf, trinke aus und such den Rausch.

In einem guten Drama findet die Heldin niemals auf direktem Weg zum Ziel. Sie bricht auf, stößt auf ein Hindernis, muss einen Umweg machen, findet sich vor dem nächsten Hindernis wieder, muss noch einen längeren Umweg machen, dann noch ein Hindernis, noch ein Umweg.... Erst wenn sie die nötige Charakterstärke entwickelt hat, um die angestrebte Belohnung zu verdienen, wird sie schließlich Erfolg haben.



Ich schwebe irgendwie. Verfalle in tiefe Depressionen. Fühle mich mehr als nur betäubt. Ein Zustand, den ich nicht mal mehr beschreiben kann. Irgendwo zwischen Schlafen und Wachen, Klartraum und Paralyse. Mir gehts nicht gut, weiß nicht was ich tun kann, damit es aufhört. Schreie in mich hinein. Habe wieder Selbstmordgedanken, bei denen ich Angst habe, dass sie sich festigen. Ich zittere bei jeder Bewegung und schwanke durch die Räume. Überall diese Angst. Überlege, ob ich am Montag die Schule ausfallen lasse, und am Dienstag sage, dass es mir nicht gut ging. Das ich mich so auf garnix konzentrieren konnte, wenn es bis zum Wochenanfang nicht besser wird. Aber dann werden Fragen gestellt, wird gezweifelt, ob ich die Schule überhaupt schaffe. Über manche Dinge kann man nicht reden. Die Zweifel vergessen und riskieren? Hier ist ein großes schwarzes Loch. Das Gefühl, immer weiter zu fallen. Es ist so kalt hier, gleichzeitig so warm, zu erdrückend. Ich könnte ununterbrochen weinen, aber ich muss mich zusammenreißen. Ich bin nicht alleine, um den unterdrückten Gefühlen freien Lauf zu lassen. Und wer das kennt, weiß, was für einen Schmerz man aufnehmen muss. Man lässt alles drin, anstatt alles rauszukotzen. Und momentan wäre mir das Kotzen lieber, vielleicht wäre es danach ein bisschen besser. Aber es ist zu spät. Alles ist zu spät, um es rückgängig zu machen. Vielleicht warte ich auch auf etwas, das niemals passiert.

1 Kommentar:

  1. ich wünschte, ich könnte dir helfen das schwarze loch zu schließen...

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