Sonntag, 8. Januar 2012

Und im Endeffekt, denkt jeder nur an sich.

"Ein junger Wissenschaftler ist mehr wert, als 20 alte Politiker."
...aus dem Film '2012'


Es ist traurig, dass nicht alle Menschen das so sehen. Hunderte von Politikern sind wichtiger, als das Volk. Aber genauso sterben wir auch aus. Sollten nicht dann eher 10000 Kinder als wichtiger gelten, als hunderte alte Menschen, die ihr Leben eigentlich fast hinter sich haben? Kinder sind und bleiben die Zukunft. Aus diesem Grund und noch mehreren, sage ich, die Welt ist nicht in Ordnung, so wie sie momentan ist. Sowas wird sich auch nicht ändern. Was kann ein einzelner Mensch ausrichten? Wenn man Geld hat, sehr viel Geld, vielleicht. Aber was ist mit den Anderen? Im Endeffekt denkt jeder nur an sich selbst & auf Andere, schwächere wird geschissen. Ich kann mit meinen Worten auch nichts bewältigen oder erreichen, aber ich kann es wenigstens schreiben. Ich kann der Welt mitteilen, wie sehr ich sie hasse und wie sehr ich mich hasse, dass ich nichts weiter als ein schwarzer Punkt auf dem Monitor bin. Eine Nummer in einem System. 



Ich hoffe, dass ich die weiterern Tage überstehe. Meine Gefühlslage ist sehr instabil und ich kann mich kaum auf meinen Beinen halten. Die Last ist zu schwer, mein Rücken ist gebogen, selbst meine Zehen zittern. Ich habe Angst, dass ich wieder in diese Leere falle, in der ich am nächsten Tag nicht mehr weiß, was ich gemacht, was ich gedacht habe. Nicht mal weinen kann ich, obwohl mir so sehr danach ist. Ich wünschte es. Doch wenn mir danach ist, läuft keine Träne. Es bleibt trocken, obwohl da ein Kloß in meinem Hals steckt. Aber gottverdammt, nichts läuft. Morgen habe ich außerdem wieder Schule, er hat sich auch kurz bei mir heute gemeldet, dafür verliere ich Menschen, die mir Halt geben und an allem bin ich Schuld. Wie es meine Beste vorrausgesagt hat. Mein Kopf ist trotzdem erhoben, ich schlucke den Schmerz hinunter, verbanne ihn zu den anderen verdrängenden Schmerzen und lächel. Laufe hinaus, und lächel. Obwohl alles in mir schreit. 

3 Kommentare:

  1. wow ich bin grad total sprachlos. du kannst so gut schreiben, dich ausdrücken. sowas gut in Worte packen und rüber bringen. unsere heutige Gesellschaft ist wirklich schrecklich...
    liebe grüße

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  2. Tja, hat sich leider seit nunmehr 67 Jahren so entwickelt. Die Amerikaner haben den kapitalismus in deutschland eingeführt, was unweigerlich dazu geführt hat, dass jeder, wie es heute so ist, nur auf sich selbst bedacht ist. persönliches glück wird heute meist mit geld und materialismus gleichgestellt. das hat auch zur folge, dass der neid wächst und so jeder mehr haben will als der andere. vor '45 musste jeder einen teil von seinem verdienten gehalt "spenden" bzw. wurde dieser einer sozialen einrichtung oder einem sozialen projekt wie beispielsweise bereits 1931 dem whw (winterhilfswerk des deutschen volkes) zugeführt. das whw unterstüzte bedürftige menschen mit geld- & sachspenden, sprich kleidung etc.. das stärkte natürlich ungemein die gemeinschaft, denn so war man damals nicht ärgerlich darüber, dass man sein geld abgeben musste für "nichts", sondern war eher froh, da man wusste, wenn es einem selbst schlecht ging, so war doch hilfe von staat bzw. den mitmenschen zu erwarten. zudem musste sich jeder bürger in sozialen vereinen betätigen, die freizeitgestaltung und kulturereignisse verfolgten. so tat also jeder etwas für andere, wusste aber, dass er im gleichen zug etwas zurückbekommt. ich find ja immer ein tolles beispiel für die heutige abscheuliche gesellschaftliche lage ist ja immer im winter zu sehen. jedes jahr aufs neue regen mich diese rtl-spendenmarathone auf :D alle großen parteien samt prominenz aus film und fernsehn heucheln ihre "menschlichkeit" und das traurige ist, dass auch noch so viele menschen hier im lande darauf reinfallen und tatsächlich spenden. das muss man sich mal vorstellen, diese leute geben also lieber ihr geld in ferne länder zur unterstützung irgendwelcher kleinen negerkinder oder so, aber an dem obdachlosen in der innenstadt gehen die immer einfach so vorbei. das sieht man den leuten schon in den gesichtern an, wie nahezu jeder an den obdachlosen vorbeigeht, in der hoffnung er spricht sie nicht an. auf den weihnachtsmärkten ist man dann beruhigt, die idylle ist wieder hergestellt, da man kaum obdachlose zu gesicht bekommt. aber mit sicherheit sind nicht alle irgendwo in irgendwelchen einrichtungen untergekommen, sondern still und leise erfroren. hauptsache dann spendet man lieber in die noch so entlegensten länder, aber die probleme hier vor der tür sieht keiner oder will keiner sehen. ist doch alles ein einziges trauerspiel!

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  3. bitte versuche irgendwas nicht schädliches um deinen schmerz auszudrücken. und: egal was passiert, du bist NIE allein dafür verantwortlich ♥

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